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10 Ideen, wie du die Kinder beschäftigen kannst, während du im Home Office arbeitest

Homeoffice und Kinderbetreuung
© Getty Images
Na, auch am Durchdrehen zwischen Videokonferenzen, Mails, Trotzalter-Wutanfällen und Mittagessen-Nörgelei? Wir sind ganz bei dir... und haben 10 Ideen gesammelt, wie das Kind-und-Job-Desaster ein bisschen besser funktioniert. Alle erprobt und für gut befunden!
von Marie Stadler

1. Ein Papphaus bestellen (und wasserlösliche Stifte)

Viele lokale Händler haben Online-Shops... ein Glück! Also haben wir erstmal ein großes Papphaus zum Anmalen und Stifte bestellt. Das Aufbauen, Bemalen und die ersten Stunden darin Spielen haben zumindest mal einige Stunden Zeit geschunden. Natürlich löst es das Problem nicht langfristig, aber es ist wie mit den Viren: Es geht jetzt erstmal darum, Zeit zu gewinnen, damit der Lagerkoller nicht sofort über uns hereinbricht.

2. Struktur, Struktur, Struktur

Nach einem ziemlich nervenaufwühlenden Wochenende kam der Montag und die Einsicht: Ohne Struktur funktioniert das nicht. Mit drei Kindern und nur einer Betreuungsperson im Home Office sah das bei uns so aus:

- Um 8.30 Uhr müssen alle angezogen zum Frühstück erscheinen

- Ab 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr ist Lern-, Mal- und Bildungsfernsehen-Zeit. Mama darf in Ruhe arbeiten.

- Ab 12 Uhr ist Mittagspause. Wir kochen gemeinsam, machen uns einen tollen Nachtisch und dann wird rausgegangen. Zum Glück haben wir einen Garten... Um 13 Uhr geht es weiter im Home Office, die Kinder spielen. Wenn sie dabei wenig stören, bekommen sie um 15 Uhr das Tablet und machen einen:

-Onlinemalkurs auf Youtube. Sie dürfen sich Bastel- und Malvideos anschauen und mitmachen.

- 16 Uhr: Mama macht Feierabend, und zwar wirklich. Jetzt ist Familienzeit. 

Das ist natürlich nur ein Beispiel und hängt sehr vom Alter der Kinder ab. Mit Kleinkindern unter 3 kannst du diesen Plan leider vergessen...

3. Kleine Challenge

Schon mal den Cup-Song mit einem Becher geübt? Nein? Dann mal los! Kinder sind darin ziemlich gut und haben ein tolles Erfolgserlebnis. Während die Kleinen üben, kannst du zumindest mal ein paar Mails beantworten. Und dann übst du aber gefälligst auch! Denn am meisten Spaß macht der Cup-Song, wenn ihn mehrere im Haus können. 

4. Es lebe das "Wenn-Dann-Prinzip"

Pädagogen mögen es für bescheuert halten, aber wir halten uns mit dem Wenn-Dann-Prinzip über Wasser. Wenn ihr nicht stört während der Videokonferenz, dürft ihr gleich ne Runde Checker Tobi gucken. Wenn beim Mittagessen nicht genörgelt wird, gibt es danach extraviel Nachtisch. Das schont bei allen die Nerven, denn die Spielregeln sind klar.

5. Keine Zeit für die ganz große Pädagogik

Apropos Spielregeln... die normalen gelten momentan nicht. Bildschirmzeiten, Draußenzeiten, Obstsalat statt Schoki... so manche pädagogische Maxime ist einfach gerade mal ausgehebelt. Solange man Kindern klar macht, dass die Welt sich irgendwann wieder normal weiterdreht, darf jetzt einfach mal alles anders sein. Ganz nach dem Motto:

"Bis wann darf ich fernsehen?"

"Na, so bis zum 19. April"

6. Mach deine Kinder zu Helden

Nichts geht über positive Psychologie. In Spanien und Italien basteln Kinder Plakate, auf denen sie ihren Heldenauftrag schreiben, nämlich:"Ich bleib zuhause" oder "Ich halte die Kurve flach"

Das Gefühl, dass die Kinder mit all dem Verzicht zu kleinen Helden werden, lässt sie positiver bleiben. Ab etwa 8 Jahren kann man Kindern die Kurvensache mit Corona wunderbar erklären. Wir haben nunmal nicht so viele Ärzte und Betten, dass wir die Kurve zu hoch werden lassen dürfen. Indem wir zuhause zu bleiben, werden wir alle zu PJ Masks Pyjamahelden im echten Leben! :-)

7. Videochats mit Freunden 

Auch Kinder brauchen Kontakte. Telefonieren ist unter 10 Jahren noch schwer, also warum nicht beim Malen, Basteln oder sonstwas die beste Freundin dazuschalten per Videochat?

8. Bleib realistisch

Nein, Eltern werden es nicht schaffen, acht Stunden am Stück konzentriert zu arbeiten. Das wissen auch die Arbeitgeber. Also seien wir gerade lieber Helden des Pragmatismus als Job-Überflieger. Gerade mit Kleinkindern kannst du nicht zu viel von dir erwarten. Also lieber mal aufgeben und abends noch ein Stündchen konzentriert arbeiten als zwei Stunden am Nachmittag kollektiv durchdrehen...

9. Kleine Überraschungen versüßen den Alltag

Wie gesagt: Amazon bleibt uns (noch) treu. Wie gut, dass man da kleine Vorschulhefte bestellen kann oder besondere Stifte. Muss ja nichts Teures sein. Auch ein Brief von der Oma oder ein leckeres Eis am Nachmittag kann die Laune oben halten, wenn sie grade in den Keller klettern will. Es ist alles nicht einfach für uns alle... also lasst uns ein paar Zuckerperlen über den Alltag streuen.

10. Bildungsfernsehen ist kein Fernsehen (sagen wir jetzt einfach mal so...)

Jaja, Fernsehen ist nicht gut. Zumindest nicht, wenn es zu viel ist. Deshalb haben wir Checker Tobi, die Sendung mit der Maus, Youtube-Tutorials  und Dokumentationen in eine andere Kategorie als Fernsehen geschoben. Selbstbetrug? Ist uns egal! Wir verweisen auf Punkt 5 und 8.


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