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11 Dinge, die du nur kennst, wenn du in der Kleinstadt aufgewachsen bist


Wie unterschiedlich die Leben in der modernen Großstadt und der idyllischen Kleinstadt sind, wird einem oft erst klar, wenn man beide Seiten kennt. Kennst du noch die gute alte Bushaltestelle?
von Jessica Seiffert

1. Führerschein mit 18 war für dich das Freiheitsgefühl schlechthin

Endlich überall hinfahren können und nicht mehr Mutti und Papa fragen: Führerschein bedeutet, endlich erwachsen sein. Das Freiheitsgefühl übertrug sich auch auf deine Eltern, die dir vor Freude zum 18. direkt den alten Polo geschenkt haben. Endlich müssen sie dich nicht mehr kutschieren und können sich auch mal von dir nachts betrunken durch die Gegend fahren lassen.

 

2. Alljährliches Highlight: Das Schützenfest, das Dorffest oder auch das Osterfeuer

Letztendlich war man dort bereits nachmittags sturzbetrunken, sodass man von dem Fest gar nicht viel mitbekommen hat. Aber sicher weiß man es: Alle waren da. Und es war wieder gut. Irgendwie wird dort immer irgendeine Königin gekrönt und sehr viel Bier getrunken. Wirklich sehr viel. 

 

3. Deine Nachbarin wusste immer mehr über deine Beziehung als du

„Na, hat er dir schon gebeichtet?“ ruft es mal wieder aus dem Fenster. Erst ignorierst du ihren Spruch, später erfährst du, dass dein Schatzi auf dem Dorffest fremdgeknutscht hat. Beim Bäcker wirst du außerdem nach deiner Grippe gefragt, ob es dir denn wieder besser geht. Es spricht sich alles rum!

 

4. Treffpunkte waren Bushaltestellen

Coole Bars, Biergärten oder fancy Cafés? Fehlanzeige! Alternativen müssen her. Da hängt man halt so lange an der sogenannten Busse ab, bis der letzte Bus nach Hause fährt. Hier hast du alles erfahren: Wer mit wem, warum und wieso jetzt Fleischerei XY den Laden aufgegeben hat. Außerdem gab es hier auch die erste Zigarette für dich.

  

5. Und was lief da bitte alles ab im Partykeller!  

Gehört fast zur Ausstattung jedes Familienhauses: Der Partykeller. Erst gingen dort die Parties der Eltern ab, während man als Kind früh ins Bett musste. Als Teenager hat man die Herrschaft über den Partykeller übernommen und hatte ständig Freunde zu Besuch. Ist man ausgezogen, feiern „die Alten“ da wieder ihre heftigen Parties.

  

6. Nachts läuft man auf der Straße

Im Dunkeln nach Hause? Kein Problem! Doch Gehwege waren völlig überflüssig – in der Kleinstadt läuft man mitten auf der Straße nach Hause. Ein Auto kommt ja sowieso nicht.

 

7. Jeder kennt deine Familie und somit auch dich

Deine Eltern, deine Geschwister – ja, sogar deine Oma und Tanten und Onkels: Jeder weiß genau, wo er dich einzuordnen hat. Manchmal wird man auch von Wildfremden im Supermarkt angesprochen. „Bist du nicht die Kleine von Martina und Bernd?“ Äh, ja!

 

8. Und du kennst wirklich alle in deinem Alter

Ihr ward entweder zusammen im Kindergarten, in der Grundschule oder habt gemeinsam den Schulabschluss gerockt. Da rutscht einfach niemand durch – du bist auch mit allen auf Facebook befreundet.

 

9. Vegane Ernährung? Minimalismus? Chai Latte?

Du lebst jetzt in der Großstadt und versuchst, Pseudo-Trends mit in die Kleinstadt bringen? Wer sich auf der goldenen Hochzeit plötzlich tierfrei ernähren, alte Erinnerungsstücke aus der Garage wegwerfen und zum Filterkaffee plötzlich Milchschaum möchte, wird demnächst vermutlich enterbt.

 

10. Familiengründung? Ist mit spätestens 28 abgeschlossen.

Während deine Freunde in der Großstadt mit 35 langsam überlegen, ob sie vielleicht bereit für ein Kind sind, sind deine alten Homies mit 28 Jahren bereits verheiratet, haben zwei Kinder und gerade ihren Hausbau abgeschlossen.

 

11. Sternenhimmel und Sonnenblumenfelder kennst du wirklich

Eine Wohltat für die Augen und Ohren, die einem erst auffällt, wenn man länger in der Großstadt lebt: Einen richtigen Sternenhimmel, den weiten Blick in die Felder und ein Gefühl von Stille gibt es in der Großstadt einfach nicht – und es ist irgendwie ein Gefühl von Heimat.

 

 


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