13 altmodische Dinge, die wir unseren Kindern beibringen, obwohl sie nicht hip sind

Ja, dann haben wir halt 2019. Und dann ist halt alles schnell und digital und im Wandel. Kein Grund, zum sozialen Neandertaler zu mutieren. 13 Fähigkeiten, die wir unseren Kindern beibringen, obwohl sie aus anderen Zeiten kommen:

von Marie Stadler

1. Wie man am Telefon Dinge klärt

Kann man das nicht mit ner schnellen Mail klären? Nö, nicht immer. Manchmal muss man einfach mal zum Hörer greifen. Und dann sollte man verdammt nochmal wissen, wie man sich vorstellt und seine Fragen klärt.

2. Wie man ordentlich Hände schüttelt

Was ein ordentlicher Händedruck bedeutet, hat spätestes Mr. Macron uns beigebracht. Aber auch wenn unsere Kinder niemals Donald Trump treffen, ist ein fester und souveräner Händedruck Gold wert. Man ist ja nun nicht immer nur unter Gleichaltrigen. 

3. Wie man Dinge erhält und repariert

"Mama, können wir das nicht neu kaufen?" Ja, können wir und nein, machen wir nicht. Weil ihr sonst irgendwann im Müll erstickt. Und weil auch Dinge eine Seele haben. Frag mal Marie Kondo.

4. Dass man Menschen ansieht, wenn man mit ihnen spricht

Wer mit den Augen woanders ist, ist auch mit dem Kopf woanders. Zumindest wirkt das so und das bringt nicht gerade Pluspunkte. Weder im Job, noch im Privatleben.

5. Wie man eine Dankeskarte schreibt. Mit der Hand!

Und wenn es eine kurze Notiz auf einem Post it ist. Ein handgeschriebenes Danke ist schöner als jede Whatsapp. Wie Kinder das lernen? "Danke fürs Tische decken heute! Das war sehr nett von dir! Mama"

6. Wie man ein Buch in der Bücherei findet

Weil man nirgends das Universum so sehr spürt wie in einer riesigen Bibliothek. Und wer sich darin zurechtfindet, darf zu Recht sehr stolz sein.

7. Wie man ein Geschenk aussucht, das dem Beschenkten gefällt (und zwar ohne Geschenkebox im Spielzeugladen)

Geschenkeboxen mit 5, Geldwünsche mit 13... könnt ihr alles machen, aber ohne uns. Denn ein Geschenk ist dann ein Geschenk, wenn man sich ein paar Gedanken darüber gemacht hat, wer der Beschenkte ist, was ihm gefällt und was ihn mit uns verbindet.... 

8. Wie man Künstler respektvoll behandelt, die auf der Bühne stehen

Aufstehen und losrennen, wenn der Vorhang fällt? Sich die nervige Klatscherei sparen? Während des Konzerts lauthals unterhalten? Lieber nicht, Kinder, jede Mühe verdient Respekt. Ja, auch eine Vorstellung im Puppentheater.

9. Wie man einen Baum pflanzt

Nein, nicht, indem man Alt + Strg + B drückt... 

10. Dass man Menschen um Rat fragen sollte, die sich auskennen (anstatt zu googeln)

Maschinen sind toll, Menschen sind besser. Vor allem solche, die sich auskennen... sie werden sich freuen, wenn das jemand wertschätzt und fragt.

11. Dass man einen Irrtum zugibt und es dann besser macht

 Ja, auch Eltern machen Fehler. Wenn sie das auch zugeben können, lernen die Lütten ganz automatisch, dass ein Irrtum keine Schande ist, wenn man dazu steht und sich entschuldigen kann.

12. Dass jeder, der in einem Haus wohnt, seinen Beitrag leisten muss

Prinzen und Prinzessinnen haben Diener, wir Otto Normalbürger haben keinen. Wer das von klein auf lernt und nicht einfach vom Tisch aufsteht und geht, wird es später mit dem eigenen Haushalt leichter haben und schon als Kind ein beliebter Gast sein.

13. Wie man mit einem Baby spielt

Weil es keine besseren Lehrer gibt, um Empathie zu lernen. Wer mit Babys spielen kann, weiß auch alle anderen Menschen dort abzuholen, wo sie stehen. Auf ihrem Wissensstand, in ihrer Lebenswelt, auf ihrem Niveau. 

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