7 Dinge, die wir gerne aushalten, um starke Mädchen zu erziehen

Starke Töchter gibts nicht gratis – sie kosten eine Menge Nerven. Ist uns aber egal. Diese 7 Dinge halten wir gerne aus, damit aus unseren starken Mädchen starke Frauen werden...

von Christine Rickhoff

1. "Nein, nein und nochmal nein"

Wer Frauen mit starker Meinung erziehen möchte, muss Mädchen mit starker Meinung aushalten. Auch wenn diese Meinung so überhaupt gar nicht zu dem passt, was man selbst für wichtig und richtig hält. Mit einem "so ist es und basta" kommt man da nicht weiter. Deshalb bekommen unsere Mädchen Argumente, ein offenes Ohr für ihre Gedanken und eine Diskussion auf Augenhöhe. Manchmal nicht leicht... aber wir schaffen das.

2. "Ich will" und das ist ok

"Ein Kind, das will, kriegt was auf die Brill" So erstickte man das Selbstbewusstsein der Sprösslinge früher direkt im Keim. Super easy. Aber auch super bescheuert. Wenn wir wollen, dass unsere Töchter eine Gehaltsverhandlung mit Bravour meistern, müssen wir ihnen auch heute zuhören, was sie wollen. Auch wichtig:  Selber formulieren, wie das bei uns ist. "Ich will, dass du jetzt ins Bett gehst", zum Beispiel. Die Formulierung macht auf Kinder viel Eindruck und ist persönlich, sagt Familientherapeut Jesper Juul.

3. Schreien, Stampfen, Schimpfen? Ausdrücklich erlaubt in unserem Haus

Nicht schön, aber erlaubt: Jeder darf seine Wut und seine Gefühle ausdrücken. Solange dabei keinem wehgetan wird und die Türen nicht aus den Angeln fliegen, lassen wir unsere Mädels auch mal ausflippen. Denn nein, Aggression ist kein männliches Testosteron-Gehabe, sondern ein absolut menschliches Gefühl. Es auszudrücken, wurde den Mädchen vieler Generationen und Kulturen bloß leider aberzogen. Schade drum.

4. "Ihr Kind ist aber unhöflich..."

Weil es Ihnen nicht die Hand geben will? Weil es keine Lust hat, mit Ihrem Kind zu spielen? Nun, unsere Töchter dürfen über ihren Körper und ihre Freunde selbst entscheiden. Dass das von außen für mache unhöflich wirkt, tut uns zwar leid, aber halten wir aus. Denn wir sehen das ganz anders.

5. Unsere eigene Angst ist unser Problem

Nein, wir sind nicht Superwoman... wir haben manchmal eine Heidenangst um unsere Kleinen. Dass unsere Mädels selbständig und mutig sind, stellt uns immer wieder auf die Probe. Aber unsere Ängste sind unser Problem – und nicht das unserer Mädchen.

6. Du bist nicht ich – und das ist prima!

Geliebte Tochter – Wer auch immer du sein willst, sei es ganz. Auch wenn unsere Töchter ganz und gar nicht so sind wie wir, ist das ok. Unterschiede auszuhalten ist manchmal nicht leicht. Aber starke Mädchen sind eben kein Abziehbild von irgendwem. Nein, auch nicht von uns. Und das finden wir super.

7. Unsere eigenen Kilos

Wir machen nicht mehr mit bei der Gleichung "Weniger Kilos gleich mehr Wert". Denn nur, wenn wir unseren Töchtern vorleben, was Selbstachtung und bedingungslose Selbstliebe bedeutet, haben sie eine Chance, ohne diese mistigen Selbstzweifel aufzuwachsen. Also her mit dem Spiegel: Auch unsere eigenen Makel halten wir gut aus. 

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