VG-Wort Pixel

Saubere Sache Easy Putzen für mehr Freizeit, mehr Geld und gutes Karma

Hand mit Wischlappen
© Panpreeda Mahaly / EyeEm / Getty Images
Putzen ... Ein Übel, das uns alle immer und immer wieder ereilt, viel Zeit kostet, oft eine chemisch stinkige Angelegenheit ist und sich sowohl für unseren Körper als auch die Umwelt nicht so richtig gut anfühlt. Geht das auch anders? Unsere Autorin hat Tipps. 

Tja, was soll man zum Putzen schon sagen? Vorher nervt es, dabei ist es anstrengend und hinterher ist man meist fix und fertig, hat das Gefühl, von all den Reinigern vergiftet worden zu sein und der Tag ist vorbei. Natürlich ist es auch schön, wenn alles wieder blitzeblank und an seinem Platz ist. Man sagt schließlich nicht umsonst, dass aufräumen im Außen auch den Kopf sortiert. Aber mal ehrlich: jedes Wochenende? Muss das sein? Das geht auch anders, sagt unsere Autorin und verrät hier ein paar Tipps, wie die Schrubberei schneller und nachhaltiger funktioniert. 

1. Alles in einen Korb

Manchmal weiß man nicht so recht, wo man anfangen soll. Oder aber es muss einfach mal schnell gehen, weil sich spontan Besuch angekündigt hat. Dann hilft es, sich einen Wäschekorb zu schnappen und alles, was nicht an seinem vorgesehen Platz ist und herumliegt, einzusammeln. Anschließend kann man den Korb dann übergangsweise in die Rumpelkammer verbannen, bis der Besuch wieder verschwunden ist, oder man geht damit von Raum zu Raum und räumt die Dinge wieder an ihren Platz. 

2. Zimmer für Zimmer

Statt sich am Wochenende um die gesamte Wohnung oder das Haus zu kümmern, nimmt man sich jeden Tag ein Zimmer vor, in das man 15 Minuten investiert: Staubwischen, saugen, aufräumen, sortieren ... So lässt sich leicht eine Grundordnung aufrechterhalten und man hat nicht die geballte Ladung am Wochenende, sondern vielleicht sogar einfach mal frei. Wuuhuuu.

3. Weg mit den Stinkern 

Viele Putzmittel sind so aggressiv, dass man sich nicht traut, während des Putzens zu atmen. Umso sinnvoller ist es, auf weniger schädliche Alternativen umzusteigen. Mittlerweile bieten die Drogerien schon ein großes Sortiment an ökologischen Reinigern an, die nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Umwelt schonen. So gibt es beispielsweise Tabs für unterschiedliche Reinigungsbedürfnisse, die einfach in Wasser aufgelöst werden. Das spart nicht nur Müll, sondern auch Platz. 

4. Hausmittel, die wirklich funktionieren

Im Netz findet sich für jedes Putzproblem eine Hausmittel-Alternative. Nicht selten entpuppen sich die allerdings auch als herbe Enttäuschung. Drei Klassiker haben sich allerdings über Jahrzehnte bewährt, weil sie günstig sind, in jedem Supermarkt erhältlich und vor allem für Mensch und Umwelt vollkommen unbedenklich.

  • Essig! Kann man wirklich für sooo vieles verwenden: Zum Entkalken von Wasserkochern, Kaffeemaschinen und Wassersprudlern, im Badezimmer zum Reinigen der Armaturen, beim Wäsche waschen als Ersatz für Weichspüler und gegen fiese Gerüche. Er ist DIE Allzweckwaffe im Haushalt.
  • Zitronensäure wirkt ähnlich wie Essig. Fugen und Fliesen kann man besonders gut mit ihr auf Vordermann bringen, genauso gut gelingt auch oben genanntes Entkalken. Aber bevor du loslegst, teste an einer kleinen Stelle, ob das Material die Zitronensäure verträgt. Profi-Tipp: Zitronenscheiben im Geschirrspüler lassen das Besteck glänzen, ausgepresste Zitronen werden, wenn man sie umstülpt zum Schwamm, mit dem man Wasserkocher und Co auswischen kann. 

  • Natron ergibt mit Wasser verrührt eine Paste, mit der du Armaturen reinigen oder Fettverkrustungen entfernen kannst. Starke Kombi: Mit Essig spült Natron auch verstopfte Abflüsse wieder frei.

5. Wochenplan

Nicht jede:r steht auf durchgeplante Wochen, aber schon eine grobe Struktur, was man an welchem Tag erledigen möchte, hilft, das Chaos in Wohnung und Kopf in Grenzen zu halten. Wichtig dabei: Nicht zu viel auf die To-do-Liste setzen und gut über die Tage verteilen. Manche Termine können auch miteinander koordiniert werden, anderes abgegeben. Wenn alle Bewohner mit anpacken, ist auch der Haushalt schneller erledigt. Schon kleinere Kids können beispielsweise die Wäsche aufhängen, Staubwischen und den Müll runterbringen. Auch wenn wir es manchmal nicht wahrhaben wollen, Struktur ist die halbe Miete. Und vor allem: ab und an mal den eigenen Perfektionismus in die Schranken weisen. 

6. Einweichen...

... wird unterschätzt. Dabei spart es so viel Zeit, Kraft und Geduld. Vor allem hartnäckiger Kalk an Armaturen oder fiese Flecken auf der Wäsche lassen sich viel einfacher entfernen, wenn man ihnen vorher ein bisschen Ruhe gönnt. Mein absoluter Gamechanger: Zitronensäure auf ein Tuch und überall da drauf legen, wo sich hartnäckiger Kalk und Schmutz abgelagert hat. Schön ein paar Stunden liegen lassen und schwupp: Alles weg, ohne Schrubben und ohne das man dafür etwas tun muss. I love!

7. Vorsorge 

Es ist wie überall im Leben: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Gilt auch beim Putzen. Lieber erst gar nicht soweit kommen lassen, dass man im Chaos versinkt. Was hilft: Dinge nicht auf die lange Bank schieben, sondern gleich erledigen. Beim Spielzeug die Kinder dazu anhalten, erst das Benutzte wegzuräumen, bevor Neues hervorgeholt wird, sich das aber selbst auch auf die Fahne schreiben. Feste Plätze für Dinge einrichten, die sonst herumliegen, wie beispielsweise die Post. Im Badezimmer: Armaturen und Duschwände nach Gebrauch trocken wischen, um der dicken Kalkschicht einfach null Angriffsfläche zu bieten. 

Barbara

Mehr zum Thema