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Vollgemüllte Bude? 8 Tipps zum Aufräumen, die jeder umsetzen kann

Vollgemüllte Bude? 8 Tipps zum Aufräumen, die jeder umsetzen kann
© Getty Images
Aufräumen ist für viele Menschen die pure Qual. All diese Tipps, dass man einfach in sich gehen und dann alles, was man nicht wirklich braucht, wegschmeissen soll, haben den wenigsten geholfen. Darum hier acht praktische Tipps, wie der Traum von einer schnell aufgeräumten Wohnung endlich wahr werden kann.
von Diana Huth

Neulich haben wir uns schon gefragt: Warum sieht es bei den anderen viel schöner aus als bei mir? Manche Menschen mögen es eben aufgeräumt und verbringen damit auch viel Zeit. Andere möchten ihre Zeit lieber für andere, 'schönere' Dinge nutzen. Damit es trotzdem aufgeräumt aussieht, haben Werner Tiki Küstenmacher und Dr. Ruth Drost-Hüttl, Autoren der Lebensratgeber simplify, verschiedene Tipps parat:

 

1. Kleine Dinge schnell aufräumen

Einfach mal schnell das Bett machen oder ein paar Klamotten wegräumen, kann wahre Wunder bewirken. Es muss ja nicht gleich ein ganzes Zimmer sein, dem man sich widmet. Auch eine Schublade oder ein Regalfach sind ein guter Anfang. Im Grunde ist es ja wie mit To-Do Listen abhaken: Unterschiedliche kleine Punkte abhaken zu können, macht auch schon glücklich – vielleicht sogar glücklicher als wenige große Punkte.

 

2. Dachboden entrümpeln

Wer auf- bzw. wegräumen möchte, braucht freie Bahn und muss alles erreichen können. Unnützes Zeugs am besten erstmal in eine Kiste packen und dann sortieren, wenn mehr Platz ist. Gut ist übrigens auch, wenn man die Kiste für einen festen Zeitraum in den Keller / auf den Dachboden / in die Garage stellt (mindestens 6 Monate) und dann alles, dass man in der Zeit nicht gebraucht hat, wegwirft.

 

3. Wohlfühl-Inseln schaffen

Frische Blumen können jede noch so leblose Bude auflockern. Es gab ja auch mal so eine Mini-Zen-Garten-Welle. Plötzlich haben alle etwas Sand gekehrt. Etwas albern, aber wem es hilft. Auch ein Flamingo Schwimmring kann Erinnerungen an den Urlaub zurückholen. Etwas pragmatischer ist eine Schale mit Obst – oder Süßigkeiten. Kunst kann auch helfen vom chaotischen Drumherum abzulenken. Aber bitte nicht zu viel. Weniger ist mehr. Es sollen ja Inseln sein, keine Haufen.

 

4. Jeder Gang macht Ordnung

Für eine leere Flasche extra in den Keller gehen? Lohnt nicht. Doch! Der Gang bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern es fliegt auch kein Leergut rum. Besonders ärgerlich ist es doch, wenn leere Glasflaschen in der Küche auf die Fliesen knallen, weil man beim Kochen mit dem Fuss drangestoßen war...

 

5. Druck erhöhen: Zeug in den Weg räumen

Schonmal einen Müllberg mitten im Zimmer gesehen? Okay, vielleicht bei ganz schlimmen Fällen. Meisten befinden sie sich allerdings eher an weniger auffälligen Stellen. Problem nur, dass sie dort auch leichter vergessen oder ignoriert werden. Darum einfach mal die Zettelwirtschaft mitten ins Zimmer packen. In den Augen, in den Sinn und dann aus dem Weg. Noch mehr Druck lässt sich übrigens erzeugen, indem man sich Gäste einläd. Im Zweifel gar über Nacht. Da kommt meist der größte Aufräumbanause in Tritt.

 

6. Freunde der Ordnung: Gäste einladen

Das Genie mag das Chaos beherrschen, aber es könnte auch betriebsblind sein. Daher: Einfach mal eine Freundin oder einen Bekannten einladen und damit eine zweite Meinung einholen. Manchmal haben die auch ganz ungeahnte Tipps für mögliche Umstrukturierungen. Toll wäre natürlich, wenn der Sparringspartner auch gleich zum kleinen Helferlein mutiert.

 

7. Wegwerfen lernen und Ausreden entlarven

Das T-Shirt, was sich ja so gut beim nächsten Rock-Konzert machen würde, ein Survival-Kit, das den nächsten Camping-Urlaub retten soll und das kitschige Geschirr von Tante Erna, die sich bestimmt freut, es zu entdecken, wenn sie das nächste Mal kommt – alles Dinge, die eher verrotten, als das sie gebraucht werden oder gar Freude bringen. Ach, und es reicht übrigens ein Handwerker-Outfit für den nächsten Umzug, nicht fünf. Auch hier gilt: Was 6 Monate unbenutzt ist und nicht vermisst wird, kann weg. Tante Erna kann im Zweifel gesagt werden, dass es jemanden gab, der sich so sehr in ihr Geschirr verliebt hat, dass man es mit Freude weiterverschenkt hat.

 

8. Zeitschriftenstapel & Co: Radikal entrümpeln

Ein beliebtes Hobby: Zeitschriften kaufen oder kostenfreie Magazine erstmal mitnehmen, anlesen und dann auf einen Haufen legen. Irgendwann ist der Haufen ein Berg und die Zeitschriften gefühlt schon aus dem letzten Jahrhundert. Wegschmeissen? Ja klar, aber wie schwer ist es, dann die alten von den neuen zu unterscheiden. Und dieser eine Artikel über die umgefallenen Reissäcke in China, den könnte man ja „zeitnah“ noch lesen. Passt meist natürlich nicht. Kein Wunder: Für eine ein Zentimeter dicke Zeitschrift braucht man im Schnitt drei Lesestunden. Heißt, schmeißt man einen ein Meter hohen Stapel Zeitschriften weg, gewinnt man gleich einen ganzen Monat Zeit! Damit das Chaos nicht von vorne losgeht, lohnt es sich, Zeitschriften in einem nach oben begrenzten Fach zu lagern. Damit kann man sich leichter zwingen, (die unteren) Hefte auszusortieren.

In diesem Sinne: Frohes Räumen.

 

Mehr Tipps zum Aufräumen und für weitere Alltagstipps von Werner Tiki Küstenmacher und Dr. Ruth Drost-Hüttl gibt es auf simplify.de und in den simplify Büchern.


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