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Freiheit pur: Wie lebt es sich eigentlich auf einem Hausboot?

Freiheit pur: Wie lebt es sich eigentlich auf einem Hausboot?
© wohnschiffe.com
Wie schön wäre es, auf dem Wasser zu wohnen? Keine nervigen Nachbarn, im Sommer direkt ins Wasser springen und von jetzt auf gleich den Wohnort wechseln. Klingt traumhaft – ist aber nicht so einfach.
von Diana Huth

Mit den Wellen schaukeln, gleich zwei Dachterrassen und wenn man keine Lust mehr hat, schippert man einfach weiter – wohin man will. Hausboote, ein stiller Traum für alle, die Wasser lieben und ihre Nachbarn hassen. Der Gedanke an Hausboote ist unvermeidlich mit tollem Wetter, Sonnenbaden an Deck und einem leichtem Geplätscher am Bug verbunden.

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Aus der Traum?

Wie so oft sieht die Realität nur leider anders aus. Der nervige Sommer in Deutschland wäre da schonmal Punkt eins. Wer schrubbt das Deck? Niemand. Die Küche des Hausboots fühlt sich kleiner an als die Kochnische aus der Studentenwohnung. Ein Thermomix hat da keinen Platz. Was solls, essen wir halt an Land, ist ja eh bequemer. Auf die Dauer wird das aber teuer. Apropos Geld, davon sollte man einiges haben, wenn man ein Hausboot kaufen und betreiben möchte. In der Anschaffung sollte man mindestens 100.000 Euro locker machen, je nach Größe und Ausstattungswünschen können 200.000 Euro ein besseres Startkapital sein. Das Mare Wohnschiff "Vancouver" aus dem Titelbild kostet ab 179.000 Euro plus Mehrwertsteuer. Während der Kauf noch spannend und enthusiastisch ist, kommt die Ernüchterung bei den (laufenden) Erschließungskosten — also Stromzugang, Abwasserentsorgung, Stege: nochmal zwischen 70.000 und 120.000 Euro. Das wird in diesem Leben wohl nichts. Schade.

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Mieten statt kaufen

Deutlich günstiger sind Brett und Paddel fürs Stand-Up-Paddling. Die Boards kosten beim Fachhändler durchschnittlich 1.000 Euro und bei LIDL gibt es sogar ein ganzes Set für nur 500 Euro – Schnapper! Macht nicht nur genauso braun, wie Sonnenbaden an Deck des Hausboots, sondern gibt auch noch Mukkies. Und wenn es unbedingt ein Hausboot sein muss, warum nicht erstmal mit einem für anlegende Enten? 
Ok, ok, ist beides nicht so ganz dasselbe. Aber mal Hand aufs Herz, wollen wir wirklich auf einem Hausboot leben? Also so für immer oder zumindest länger? Vielleicht erstmal Probe-Schippern.  

 

Ein Hausboot zu mieten kostet etwa 200 Euro pro Nacht. Bei einer Belegung von 5 Personen macht das 40 Euro pro Kopf. Als Einstieg eignet sich "Meine Olle" (Bild links) von der Hausbootvermietung Seeblick. Ein bisschen Geplätscher am See nahe Leipzig und alles, was man für einen Kurztrip braucht.

Wer ein Hausboot mieten oder kaufen möchte, sollte beachten, dass Boote nur bis zu einer bestimmten Leistung (Boots-) führerscheinfrei gefahren werden können. Viele Vermietungen gehen trotzdem auf Nummer sicher und bieten nur Boote an, die verankert sind. Ein Blick auf Airbnb kann sich auch lohnen: Urlaubsziele wie Amsterdam haben einige Hausbooteinträge und sogar sogenannte "Botels".
Es müssen also nicht alle im selben Boot sitzen und vielleicht klappt es dann ja doch noch mit dem Sprung aus der Küche ins kühle Nass...

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