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Gegen jede Vernunft – 7 Gründe für ein Nesthäkchen

Gegen jede Vernunft – 7 Gründe, noch ein Nesthäkchen zu bekommen
© Getty Images
Endlich hat man sie aus dem Gröbsten raus, kann mal wieder samstags bis 9 Uhr schlafen, alleine verreisen oder drei Sätze mit Freunden wechseln, ohne unterbrochen zu werden. Herrlich! Warum man trotzdem mit einem Nachzügler nochmal von vorne anfangen sollte? Lest selbst!
von Marie Stadler

1. Kinder sind gerne nützlich

Es tut Kindern gut, gebraucht zu werden. Wenn so ein kleiner Mensch die Familienordnung komplett durcheinander rüttelt, merken die großen Geschwister schnell, wie dankbar Mama und Papa für kleinste Hilfestellungen sein können. Zum Beispiel, wenn Papa verzweifelt die Füßchen des Babys in der einen Hand und eine leere Packung Feuchttücher in der anderen hält... Ja, große kleine Helfer sind ein Segen! UNd dankbare Eltern auch.

2. Dieses Mal viel bewusster

Mit dem sicheren Wissen, dass man all das jetzt wirklich zum letzten Mal erlebt, nimmt man alles viel bewusster wahr. Die kleinen Tritte im Bauch, die ersten magischen Stunden miteinander, dieses kleine Händchen, das sich so fest an deinen Finger klammert... SCHMACHT! Mit einem Nachzügler gibt es das alles nochmal. Und zwar in Slow Motion. 

3. Sooo gelassen

Während alle anderen Eltern verzweifelt "Oh je, ich wachse" lesen und versuchen, an die Phasen-Theorie zu glauben, sind Nachzügler-Eltern längst völlig abgeklärt. Die wissen: Alles geht vorbei. Und das ist nicht immer nur eine schlechte Nachricht.

4. Alt? Wer ist hier alt?

Mit einem weiteren Kind verjüngt sich auch das eigene Umfeld. Da nennt man plötzlich Menschen seine Freunde, deren Babysitter man noch vor zwei Jahrzehnten hätte sein können. Das erweitert den Horizont, hält jung und knackig im Gehirn und macht toleranter. Oh ja, auch Kinder der 90er sind mittlerweile echte Erwachsene! Crazy!

5. Die kleinen Großen lernen von den großen Großen

Dass die kleinen Geschwister viel Tolles und viel Unfug von den Großen lernen, ist ja klar. Aber auch die großen Geschwister können schon mal bewusst erleben, was Eltern sein wirklich bedeutet. Sie lernen wickeln, sind Seelentröster und Miterzieher (ob man das will oder nicht). Das macht selbstbewusst und bei Jungs im Übrigen auch sehr beliebt bei Mädels. Oder gibt es etwas Rührenderes als einen zahnspangetragenden großen Bruder mit Baby auf dem Arm?

6. Hormone spielen bei euch gleichzeitig verrückt

Na gut, das kann durchaus auch auf die Contra-Liste, aber wenn bei dir und deinem Nachzügler irgendwann Wechseljahre auf Pubertät treffen, dann ist das doch fast schon wieder verbindend, oder? Vielleicht versteht man sich dann gegenseitig besser? Mhhh... schnell zu Punkt 7, der ist überzeugender...

7.Ganz sicher vollständig

Ist es einfach nur das Gefühl, dass noch nicht alle da sind? Mit dieser Sehnsucht nach diesem einen Kind, das man gefühlt einfach noch nicht abgeholt hat, lebt es sich noch schlechter als mit wenig Schlaf. Und wenn wir eines im Leben gelerrnt haben, dann ist es ja wohl, dass man es eher bereut, etwas nicht getan zu haben als etwas getan zu haben. Schon gar nicht wenn dieses Etwas so wunderbar riecht, so süß seufzt im Schlaf und einen so festen Platz im Herzen hat. Und das sogar schon, bevor es überhaupt existiert.


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