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Gut verstaut ist das halbe Leben

Gut verstaut ist das halbe Leben
© Jakob Owens / Unsplash.com
Loslassen kann so schwer sein. Nicht nur unter Menschen, sondern auch das Loslassen von Dingen. Wer sich gar nicht trennen kann, braucht Stauraum zum Verstecken. Hier ein paar praktische Lösungen.
von Diana Huth

 

Die alten Zeitschriften lese ich bestimmt noch. Am Geschirr von Oma hängt unser Herz und die zerfledderte Lieblingsjeans hat auf gar keinen Fall schon ausgedient. Und so weiter und so weiter. Bevor es bei uns aussieht wie bei den Flodders, brauchen wir eines: praktische Stauraum-Möbel. Dann haben wir mehr Platz zum Verstecken. Und dafür dann auf ein Designstück verzichten? Nee, muss nicht sein. Heute geht beides! 

 

1. Lieber geschlossene Fronten

Ein einfaches Regal aus ein paar offenen Einlegeböden bietet zwar Fläche und damit Stauraum, sieht aber schnell vollgemüllt aus und fängt Staub. Daher lieber undurchsichtige Fronten wählen. Das gilt übrigens auch für die beliebten IKEA Kallax Regale. Einfarbige Boxen bringen mehr Ruhe ins Zimmer statt verschiedenfarbige Bücher und Magazine oder Kleidungsstücke. Wer faltet die überhaupt so akkurat wie auf den Produktbildern? Gleiches gilt für die Pax Schrankwand. Ganz nach dem Motto: Was ich nicht sehe, ist im Zweifel gar nicht da.

2. Keine Toten Ecken

Diese Regel kannten schon unsere Eltern und damals gab es noch nichtmal diese unglaublich praktischen Karussell-Schränke für die Küche. Vorbei sind also die Zeiten, in denen die Saftpresse in der hintersten Ecke verstaubt oder wir in den Katakomben unserer Eckschränke verschwinden. Richtig blöd wird es nur, wenn etwas nach hinten durchfällt, während man den Karussell-Schrank geöffnet hat. Also dort kein Mehl, Reis, Zucker oder sonstiges streufähiges Zeug lagern.

3. Großes Bett mit viel Platz zum Liegen und Lagern

Sommerbett, Oberbett, Gästebett, Tagesdecke, Bettwäsche – so viel Bettzeug und kein Platz. Am besten gleich ein großes Bett mit viel Stauraum kaufen. Da gibt es mittlerweile die wildesten Lösungen. Schubladen unter dem Bett sind beinahe Standard. Auch in vielen Kopfteilen verstecken sich mittlerweile ganze Raumwunder. Endlich genug Platz für Bücher, Massageöl und Liebesspielzeuge können hier geschickt versteckt werden. Blöd nur, wenn die Schwiegereltern zu Besuch kommen und sich das Stauraum-Bett mal genauer anschauen wollen. Oder wenn die Kinder auf die Idee kommen, die Schubladen aufzuziehen. Naja, früh übt sich...
Aber Vorsicht: Wer meint, dass Schubladen das Staubsaugen unter dem Bett überflüssig machen, vertut sich. Gerade durch das Rein- und Rausgeschiebe bilden sich gerne Wollkätzchen. Das dürfte bei Boxspringbetten etwas weniger sein. Die sind auch etwas stilvoller als die Schubladenbetten. Dafür braucht man Kraft, wenn man Matratze und Lattenrost anheben muss, um an den Stauraum zu kommen.

4. Intelligent verstecken

In Filmen ist der Safe oft hinter einem Bild in der Wand versteckt. Wer seinen Krams verstecken will, sollte nach ähnlichen Lösungen suchen. Viele Hocker bieten großes Stauraum-Potenzial. Dort lässt sich z.B. der Putzeimer drin verstecken, falls im Bad oder in der Abstellkammer (so es denn eine gibt) kein Platz mehr ist. Merkt kein Mensch. Vom Volumen hätte wahrscheinlich auch ein ganzes Teeservice Platz im Hocker. Nur darf dann keiner auf die Idee kommen, dass Ding zu verschieben oder anzuheben. Klirr. Schlau ist es auch, Zwischenebenen zu haben. Im Beistelltisch könnte man dann unten die Süssigkeiten verstecken. Damit hat man sich dann gleich selber noch einen Gefallen getan, weil man nicht mehr so leicht rankommt. Darüber Bücher, Magazine, die Lieblingsschallplatten, vielleicht auch Servietten und Taschentücher, das Brillenetui, Fernbedienungen und so weiter stapeln – so 5 bis 10 Ebenen wären schon klasse.

5. Tischlein öffne dich

Tische mit Stauraum – wie soll das denn gehen? Nach dem wir ausklappbare Tische nun oft genug gesehen und genutzt haben, kommen jetzt die anhebbaren Tische. Da kann dann alles rein, was auf dem Tisch stört und Staub fängt. Das heißt aber nicht, dass wir den Tisch dann wieder voll packen sollten. Dann kommt man nämlich auch nicht mehr ans Staufach ran. Eine andere Möglichkeiten sind Tische bzw. Arbeitsflächen mit Stauraumebenen unter der Platte. Die eignen sich super in offenen Küchen. Nur sitzen kann man nicht gut dran.

Da wir alle so viel Krams besitzen, erfinden Designer immer mehr großartige Stauraumwunder. Gut und schön, am besten wäre es am Ende allerdings, wenn wir es schaffen könnten, uns dann doch mal von dem ein oder anderen Stück zu trennen. Experten raten: einfach mal anfangen, indem man eine Kisten mit Sachen vollpackt und sie in den Keller stellt. Wenn man die Sachen 6 Monate nicht vermisst hat, kommen sie weg. Spätestens!


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