Haselnuss-Aschenbrödel aufgepasst: 5 Weihnachtsfilme, die Konkurrenz machen

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", "Tatsächlich Liebe" oder "Sissi" - Klassiker des weihnachtlichen Unterhaltungsprogramms. Alle schon tausend Mal gesehen. Unsere Autorin hat neuen Stoff für Weihnachtsjunkies parat. 

Klar, die Klassiker gehören zum Fest, wie die Streitereien unter dem Weihnachtsbaum. Aber alle Jahre wieder die gleichen Filme zu schauen, ist schon auch irgendwie öde. Dieses Jahr probieren wir deshalb mal Neues aus. Hier sind 5 Weihnachtsfilme, die du noch nicht in und auswendig kennst:

Plötzlich Santa

"Plötzlich Santa" ist eine zauberhafte Weihnachtskomödie für die ganze Familie. Mit der richtigen Prise Humor und weihnachtlicher Magie handelt der Film von einer lustigen Verwechslung zwischen dem Weihnachtsmann höchstpersönlich und dem Tischler Andersen. Und wie das endet kann man sich ja vorstellen - in einem heillosen Durcheinander. Am Ende wird aber natürlich Alles gut: Andersen lernt die magische Welt der Familie Santa kennen und der echte Weihnachtsmann bringt den Kindern des Tischlers die Vorfreude auf das Fest zurück. Der perfekte Film also, um es sich mit der ganzen Familie, Lebkuchen und Spekulatius gemütlich zu machen. 

Orangen zu Weihnachten

Achja, die Weihnachtszeit macht rührselig - mich zumindest. Kein Wunder also, das bei diesem Film schon der Trailer reicht, um mich zum Heulen zu bringen. Aber es geht eben auch um Waisenkinder.

Anfang des 20 Jahrhunderts wächst die kleine Rose in einem Waisenhaus in liebevoller Umgebung auf. Doch aufgrund unglücklicher Umstände muss das leider geschlossen werden und Rose landet im lieblosen Waisenhaus Irongates, geleitet von dem hartherzigen Mr Crampton. Trostlos, streng und trist geht es dort zu. Der einzige Lichtblick der Kinder: Weihnachten. Denn dann bekommen sie vom spendablen Bruder des Heimleiters eine Orange geschenkt. Für Mr Crampton eine unsinnige Tradition, die er abschaffen möchte…

Ein Weihnachtsfilm, der auf ganz unaufgeregte Art und ohne den typischen Santa-Kram wie Gebimmel und Rentiere eine ganz besondere Stimmung erzeugt. Und wie sollte es auch anders sein: Mr Crampton erfährt am Ende natürlich eine Wandlung zugunsten der Waisenkinder - und das ganz unkitschig. 

Cinderellas silberner Schuh

Oldie but goldie: Nach dem Tod ihres Vaters beginnt für Cinderella eine schreckliche Zeit. Ihre Stiefmutter zeigt ihr wahres, böses Gesicht und lässt sie für sich und ihre garstigen Töchter Palatine und Isabella von früh bis spät schuften. Zur gleichen Zeit soll der junge Prinz Eduard aus staatsmännischer Räson endlich heiraten. Ein pompöser Ball wird veranstaltet, zu dem alle Prinzessinnen, aber auch die Adelstöchter des Reiches eingeladen werden und auf dem natürlich auch Cinderella auftaucht. Es folgt die Flucht um Punkt 12 Uhr, der verlorene Schuh und die verzweifelte Suche nach der vermeintlichen Prinzessin. Die typische Cinderella-Story also.

Langweilig? Von wegen! Die Märchenverfilmung ist voll von bezaubernder Musik, toller Kulisse und schönstem Kostümdesign - der heimliche Traum einer jeden Frau. Und der singende, blutjunge Richard Chamberlain ist außerdem ein wirklich ansehnlicher Prinz. "Cinderellas silberner Schuh" ist also ein absoluter Geheimtipp und mein Top-Favorit unter den Märchenverfilmungen. 

The Christmas Chronicles

"The Christmas Chronicles" erzählt die Geschichte der Geschwister Kate und Teddy, die an Heiligabend Santa Claus mit der Kamera erwischen wollen. Nachdem sie Santa bei seiner Ankunft beobachtet haben, schleichen sie sich in seinen Schlitten und verursachen einen Unfall - mit weitreichenden Folgen natürlich: Weihnachten ist in Gefahr. Um ihren Fehler wieder gut zu machen, ist jetzt Teamwork gefragt. Gemeinsam mit Santa und seinen Elfen versuchen Teddy und Kate Weihnachten zu retten, bevor es zu spät ist.

Und das besondere Schmankerl: Der Film stammt vom Harry Potter-Produzent Chris Kolumbus und das sieht man auch. Für Fans und natürlich auch alle anderen die perfekte vorweihnachtliche Unterhaltung. 

A Christmas Prince 1 & 2

Achtung Kitsch-Alarm! Wer nicht darauf steht, für den könnten diese beiden Weihnachtsfilme die schlimmsten werden, für alle anderen geht die Liebesgeschichte zwischen Amber und Prinz Richard direkt ans Herz.

Die Handlung in kurz: Als getarnte Privatlehrerin kommt die ambitionierte Journalistin Amber auf das Schloss in Aldovien (ein Hoch auf die erfundenen europäischen Königreiche!), trifft dort auf den Prinzen, beide verlieben sich - wie sollte es anders kommen. Doch dann fliegt ihre Lüge auf. Drama, Drama, Drama, Happy End?

Naja, kann man sich ja denken, was dann im zweiten Teil passiert. Ein Film für das Herz und wenn man beide Augen zudrückt, kann man auch über die Schwächen des Films hinwegsehen. Lassen wir weihnachtliche Güte walten.

Wer hier schreibt:

Linda Berger
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