Heiz dich glücklich! 6 Tipps für den sparsamen Wärmehaushalt

Januar. Winterhalbzeit. Noch immer ist es Arschkalt. Kein Grund zu Verzweifeln: Mit diesen Heiztipps spart ihr euch in den Frühling.

von Timm Schramm

Weihnachten ist um, die gefühlt tausend Kerzen erloschen, das warme Licht weg. Ach, alles, was in der Stube verbleibt, ist die kühle Realität des Januars – und natürlich die Gewissheit, dass es bis frühestens im Mai auch garantiert nicht wieder warm wird. Schluchz.

Kein Grund, den Kopf im vereisten Neujahrsboden zu vergraben. Damit ihr nicht schon Anfang 2018 das ganze Urlaubsbudget für den Sommer verheizt, haben wir euch die besten Heiztipps für zu Hause zusammengefasst. So spart ihr Geld und Nerven und fühlt euch so wohl, wie nach fünf Tassen Glühwein.

Free the Heizkörper

Quasi die Mutter aller Heizregeln und rein physikalisch beinahe überlogisch: Die arme Heizung braucht Raum zum Atmen. Wenn sie also von zwei Klavieren, vier Sofas und zehn Kilo Vorhangstoff verdeckt wird, kann sie ihre Wärme nicht verbreiten. Eine blockierte Heizung verursacht bis zu fünf Prozent mehr Kosten – also: Heizung frei räumen und Wärme geniessen. 

Querluft anstatt Dauerluft

Wenn's stickig wird, macht man gerne mal die Fenster auf – auch im Winter. Dabei sollte man aber kurz und konsequent durch lüften indem man gegenüber liegende Fenster öffnet. Einzelne Fenster schräg stellen bringt wenig Frischluft und sorgt nur dafür, dass unnötige Wärme entweicht. 

Dicht machen

Über die Fensterscheiben geht einiges an Wärme verloren – gerade in der Nacht, wenn's schon mal Unternull wird. Dem ist aber ganz leicht abgeholfen, einfach Gardinen oder Rollläden schliessen und schon bleibt es drinnen schön hygge.

Das zählt übrigens auch für die einzelnen Räume. Die optimale Temperatur im Schlafzimmer und der Küche bei rund 18° C, im Wohnzimmer bei 20° und im Arbeits- und Kinderzimmer sowie Bad bei 22°. Damit sich das nicht immer vermischt, einfach Trenntüren geschlossen halten.

Nicht Power-Heizen

Klar, auf dem Nachhauseweg in Eisregen geraten, durchnässt und durchgefrorener als der Aal in der Supermarkt-Vitrine. Da will man zu Hause nur noch volles Rohr die Heizkörper aufdrehen. Was wenige wissen: Die Stufen sorgen nicht dafür, dass die Heizung schneller heizt, nur länger, bis die Maximaltemperatur erreicht ist.

Soll also heissen: Stufe 1 bedeutet auf Thermostatventilen etwa 12°. Jede weitere Stufe bringt 4° mehr. Stufe 3 steht also für 20°, die höchste Stufe 5 für 28° Celsius. Die Heizung ist nicht schneller, sondern bläst einfach weiter bis zur gewünschten Stufe. Nach einer halben Stunde ist das dann sowieso auch wieder zu heiß.

Jedes Grad kostet übrigens rund sechs bis acht Prozent Heizkosten. Ihr hattet doch alle Mathe-Unterricht, nicht?

Konstant den Pegel halten

Die Heizung sollte während den kalten Monaten nie ganz ausgeschalten werden – ausser natürlich ihr fahrt fünf Monate nach Brasilien. Der Grund: Kalte Räume aufzuheizen dauert lange und ist teurer, insbesondere wenn der Raum so kalt ist, dass sich da Eisbären gemütlich ein Eishockeyspiel anschauen könnten.

Das gilt allerdings nicht für Räume, die monatelang nicht benutzt werden. Also das Gästeschlafzimmer muss nicht dauerhaft in 25° Celsius vor sich hin brüten, nur weil in zwei Monaten mal die unter Gicht leidende Tante Roswitha zu Besuch kommt.

Duschen statt Baden

Schon klar, wir mögen Baden auch. Welch ein Gefühl, wenn man nach einer Stunde in 50° aus der Wanne steigt und beinahe das Bewusstsein verliert, hyperventiliert, den Rest des Abends lang schwitzt. Toll.

Aber eigentlich weiß es jedes Kind, das Duschen viel weniger Wasser braucht, als ein Vollbad. Nämlich zehn mal weniger. Und weil Wasser erwärmen den Energieverbrauch um bis zu dreizehn Prozent erhöht, ist Duschen auch einiges billiger.