Whaaat? Auch Frauen haben eine "Morgenlatte"

Ein typisches Männerphänomen, die gute, alte Morgenlatte. Oder etwa nicht? Bei Frauen soll es angeblich auch sowas geben. Nur eben das Vagina-Äquivalent. Aber was genau hat das zu bedeuten?

von Linda Beger

...und täglich grüßt das Murmeltier. So geht es zumindest zahlreichen Männern, die morgens mit einer Erektion wach werden. Und dafür müssen sie nicht mal einen Gedanken an Sex verschwendet haben. Die Morgenlatte ist oft einfach ein unvermeidlicher Teil des Schlafzyklus. Doch wie sieht das bei uns Frauen aus? Haben wir auch sowas wie eine Morgenlatte? Die Antwort lautet: Yes, we have!

Feuchte Träume oder was ist da unten los?

Auch die Vagina reagiert auf unseren Schlafzyklus. Während der REM-Phase kann der Blutfluss im Genitalbereich steigen. Und der ist, ebenso wie der Penis, ein Schwellkörper, nur dass das nicht so offensichtlich ist. hinzukommt, dass die Klitoris wesentlich größer ist, als das, was wir von außen sehen können. Wenn dementsprechend in unserem Inneren etwas anschwillt, sieht man das natürlich nicht. Im Grunde passiert während der REM-Phase genau das, was auch passiert, wenn wir sexuell erregt sind: Sauerstoffreiches Blut wird in das Genital-Gewebe gepumpt, wodurch nicht nur die Klitoris, sondern auch die Schamlippen größer und rötlicher werden können und die Vagina wird feucht.

Schwung in die Kiste: Morgensex ist gesund!

Das heißt natürlich nicht, dass wir während der REM-Phasen einen feuchten Traum nach dem nächsten haben. Wir müssen nicht sexuell erregt sein, damit unser Schambereich anschwillt. Dennoch schließt das natürlich nicht aus, dass man sowohl die männliche, als auch die weibliche Morgenlatte trotzdem für einen Quickie oder auch die ausgedehntere Variante nutzen kann. Schließlich ist morgendlicher Sex sehr gesund, steigert die Produktivität, bringt den Kreislauf in Schwung und soll sogar entzündungshemmend wirken. Gleichzeitig sind wir morgens tiefenentspannt und ausgeruht. Es gibt also keine Ausreden mehr!