Nur ne Phase – 7 Dinge, die Eltern grundlos den letzten Nerv rauben

Na, steckst du auch mittendrin, im Wahnsinn? Vielleicht beruhigt es dich ja, dass man sich die meisten Nerven völlig umsonst aufreibt (so im Nachhinein gesehen). 7 Dinge, die WIRKLICH vorbeigehen, und zwar sogar dann, wenn man an die "Oh je, ich wachse"-Theorien nicht glaubt.

von Marie Stadler

1. Mütter-Gespräche

Wir leiden alle darunter und machen doch immer wieder mit: Mudditalk. Nach einem Kaffee mit guten Freundinnen wissen wir dann alles über das Zahnen des kleinen Jan-Erics und die Schlafgewohnheiten von Matilda. Über unsere Freundinnen haben wir wenig erfahren und auch wir haben irgendwie wenig Spannendes zu berichten. Wenn man nicht weiß, dass man bald wieder ganz man selbst ist und sich auch wieder über dieses Selbst unterhalten kann, kann das schon mal ne schwere Sinnkrise verursachen. Aber Entwarnung: Du wirst zurückkommen. Und du wirst immer noch DU sein.

2. Die Ernährung

Was haben wir für Federn gelassen, um den Kürbis-Quinoa-Brei mit Apfelsaft und Rapsöl in unser Kind zu bringen und der Kita zu erklären, dass der Milchreis keinen Zucker, sondern Agavendicksaft braucht. Nur um dann zu sehen, dass der kleine Lasse, der schon mit 10 Monaten Eis schleckt und Quetschies statt Obst futtert, den Virus (der all die Kürbis-Quinoa-Kinder ereilt hat) NICHT bekommt. Glückwunsch, wieder umsonst gestresst.

3. Wann läuft / spricht / krabbelt mein Kind?

"Also, die Klara lief schon mit acht Monaten". Toll für Klara, egal für dich. So wichtig es auch in den ersten Monaten erscheint... es ist sowas von piepwurzegal, wann dein Kind was kann. Wenn es ernsthafte motorische oder kognitive Probleme hätte, dann würdest du das schon bemerken. Leider lernt man diese Zen-Lektion immer erst zu spät und überlässt den Besserwisser-Müttern viel zu lange die Manege.

4. Der Kleidungsgeschmack von Zweijährigen

Dieser Moment, wenn dein Zweijähriger im Anna-und-Elsa-Pyjama seiner großen Schwester in die Kita gehen möchte oder deine Tochter den 70-unpassende-Lagen-übereinander-Look für sich entdeckt. Wir hätten sie genau so ziehen lassen sollen. Es hätte uns unendlich viele Nerven gespart. Und wir hätten schon einen fantastischen Videobeitrag für die Hochzeit in 20 Jahren. Top!

5. Sag schön DANKE

Das Kommunikationsverhalten von Kleinkindern und das eigene Höflichkeitsempfinden... weiter können Gegensätze nicht voneinander entfernt sein. Dabei sind sich Experten sicher: Einfach vorleben reicht. Auch wenn die Wurstverkäuferin zehn Mal empört den Kopf schüttelt: Das DANKE kommt früh genug. Man muss das nicht eisern erzwingen, sobald das Kleine "Mama" sagen kann.

6. Schatz, hast du in zwei Jahren Zeit für ein Date?

Zeit zu zweit... Mangelware mit kleinen Kindern. Im Nachhinein gesehen haben wir uns viel zu große Sorgen gemacht. Na, dann waren wir halt zu müde zum Sex. Dann hatten wir halt mal ein Jahr kein Interesse an Abenteuer-Dates. Wir hätten einfach entspannt Netflixen und uns in Ruhe lassen sollen. Aber nein, wir mussten ja abendelang streiten und Beziehungsprobleme wälzen. Unsere Zeit wäre auch so wiedergekommen. Aber wer kann das vorher schon ahnen?

7. Wir haben nichts gemeinsam. Außer Kinder.

Muss man sich mit unsympathischen Menschen treffen, nur weil sie auch Kinder im selben Alter haben? Mumpitz! Deine Zeit ist viel zu kostbar, um sie mit Diskussionen über dein Stillverhalten, deine Babypfunde oder dein Erziehungskonzept zu vergeuden. Wer Diversität unter Müttern nicht respektiert, sollte uns gepflegt am Allerwertesten vorbeigehen. Merke: Kinder sind keine nennenswerte Gemeinsamkeit! Das kann man nicht früh genug erkennen. 




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