Q-tips, Strohhalm & Co – weg mit dem Plastik-Mist!

Ok, wir gehören vielleicht nicht zu den Leuten, die mit Bastkorb und selbtsgehäkeltem Beutel im Supermarkt einkaufen. Und über den Strohhalm in meinem Caipi gestern Abend hab ich mir auch nicht den Kopf zerbrochen. Aber das Plastik echt ätzend für die Umwelt ist – das ist nichts Neues. Warum ich jetzt auf Q-tip und Co verzichte: Ein Plädoyer für mehr Öko!

Cara Johannsen

Q-tip? Weg damit! Tschüssi und Goodbye!

Der Ruf des guten alten Q-tip ist ja sowieso schon ruiniert. HNO-Ärzte verteufeln das niedliche Wattestäbchen und malen das Schlimmste aus: Vom Durchbruch des Trommelfells und anderen Horror-Szenarien erzählt mir mein Arzt aufgeregt, während er aufgebracht und wild gestikulierend auf meine Ohren zeigt. Ja, schon verstanden. Aber dass der Q-tip auch eine fiese Umwelt-Sünde ist, hat mir mein Kumpel Matteo nochmal  eingetrichtert. Wegen des Plastiks, und weil man die Teile nach einmaligen Benutzen ja schon gleich weghaut. Q-tips sind absolut Tabu, sagte Matteo, und Strohhalme auch. Echt jetzt – Strohhalme? Die harmlosen bunten Dinger in meinem Cocktail? Auf die will ich nicht verzichten müssen. Wenn ich mir schon mal einen Cocktail gönne, dann auch gerne garniert mit buntem Obst und Strohhalm – ich steh dazu. Außerdem ist diese ganze Öko-Bewegung ja super, aber irgendwo muss das ja Grenzen haben. Matteo schüttelt entrüstet den Kopf. Hoffnungsloser Fall, sagt sein Gesicht. Und er hält mir einen Vortrag. Matteos Plädoyer: Tod dem Plastik!

Weck den Öko in dir! Ersatz für Q-tip und Co

Plastik verschmutzt nicht nur die Meere, sondern wird auf lange Sicht das gesamte Ökosystem unseres Planeten aus dem Gleichgewicht bringen. Klar, ich alleine kann die Welt nicht retten. Aber kleine Dinge reichen ja auch schon. Vielleicht lieber mal Q-tips aus nachhaltig geernteter Baumwolle und Papier in der Mitte ausprobieren. Oder halt eher den Strohhalm aus Holz oder Papier kaufen. Eigentlich ist der gute alte Leinenbeutel seit dem Aufkommen des Hipstertum seit einigen Jahren wieder schwer angesagt. Klar, das sind Klischees: aber es bringt was. Meine Lieblingsbar ist jetzt auch umgestiegen auf Strohhalme aus Bambus. Matteo beobachtet schmunzelnd meinen skeptischen Blick. Ok,  ein bisschen komisch fühlt es sich schon an. Aber die Holz-Optik richtig gut, und außerdem ist jeder Halm ein Unikat. Macht mich das jetzt zum Öko? Ach, scheiß auf die Labels!  Prost!