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Ruhe, bitte! Faulenzen will geübt sein – so schaltest du richtig ab

Faulenzen: Hund schläft auf der Couch
© Hanneke Vollbehr / Getty Images
Manchmal ist es gar nicht leicht im inneren Wirrwarr, den Aus-Knopf zu finden. Einfach mal runterfahren, klingt gut – will aber geübt sein. Ein Guide zum Abschalten. 
Von Hannah Fiebig

Koala müsste man sein: Den ganzen Tag schlafen und nur fürs Essen und Paaren aufstehen. Klar, 18 Stunden am Tag zu schlummern wie unsere flauschigen Kollegen, das können wir uns realistisch gesehen abschminken. Trotzdem brauchen wir unsere Zeit, in der es heißt: Einmal aufladen, bitte. Bis der Batterie-Balken wieder im grünen Bereich ist und man Kraft hat, neue Aufgaben zu bestreiten. Das gelingt am besten, wenn die Gedanken ausnahmsweise nicht um Job, Haus, Kind und Hof kreisen. Jeder braucht mal seine 5 Minuten, oder 50, oder auch 5 Stunden. So funktioniert's am besten. 

1. Bye, bye Smartphone

Der erste Aus-Knopf, den es zu drücken gilt, ist der des Smartphones. Denn unser Handy ist meist ziemlich geschickt darin, uns schnell abzulenken. Da werden kurz die Mails gecheckt oder ganz fix eine SMS geschrieben und schon landet man in einem Strudel an neuen To-dos. Also, Finger weg! Ist erst mal die Technik aus, können auch wir besser abschalten.

2. Das Feierabend-Ritual

Endlich Feierabend! Leichter gesagt, als getan. Auch wenn man körperlich nicht mehr am Schreibtisch sitzt, bleibt der Kopf gerne noch dort – gerade im Home Office. Wie soll man da richtig abschalten können? Die Lösung: Wie wäre es damit, jeden Arbeitstag mit einem Ritual zu beenden, um zu signalisieren: Ab jetzt beginnt meine Freizeit, alles andere lasse ich hinter mir. Das geht am besten mit einer Feierabend-Limo, einem richtig schönen Nickerchen auf der Couch, oder einem kleinen Moment ganz für sich allein. 

3. Schlechtes Gewissen? Ich? Nö!

Es ist Wochenende, die Familie ist gerade aus dem Haus, was jetzt? Es könnte mal wieder gesaugt, der Toaster repariert oder die Schränke ausgewischt werden. Nö! Jetzt ist dolce far niente angesagt, wie es die Italiener zu schön nennen – "das süße Nichtstun". Ganz ohne schlechtes Gewissen. Die Kunst dabei ist es, sich in Gelassenheit zu üben und zu erkennen, dass nicht immer alles sofort geschehen muss und vor allem auch, dass man nicht für alles verantwortlich ist. 

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