Shake it! 6 Drinks, die jede Hausbar können muss

Silvester steht vor der Tür und alles was die Hausbar noch her gibt sind drei Tropfen Gin und ein Spritzer Wein? Dann ran an den Spiritus! Mit diesen sechs einfachen Drink-Variationen feiert es sich gediegen ins neue Jahr.

von Timm Schramm

Status der Hausbar: Kompliziert. Da scheint es nur zwei Extreme zu geben. Die super-nette Freundin Clara, die immer nur Prosecco im Schrank hat weil sie für's Leben gern "Stößchen" flötet – und der super-bodenständige Helmut, dessen Lebenslicht nach acht Stunden auf der Versicherung nur noch der Blick auf die alphabetisch geordnete, Single-Malt-Whisky-Sammlung ist.

Dem wollen wir abhelfen. Bald dürft ihr euch selbst den Goldenen Shaker-Becher der Barkeeper-Zunft überreichen. Für eine gut sortierte Hausbar die obendrein noch einen immensen Output an verschiedenen Drinks bietet, braucht ihr nämlich gar nicht viel. Wir waren so nett und haben euch unten nicht nur die Klassiker unter den Cocktails aufgelistet sondern auch noch um hippe Variationen ergänzt. Dann mal Prost!

Die Sours

Sours – das sind ja sozusagen die Mütter aller Cocktails. Der Urknall. Die Stunde Null. Ein Träumchen im Glas. Schlicht und klassisch wie die Stiefmutter – und dazu noch lächerlich einfach zu mixen. 

Die Basis besteht aus Zitronensaft, Zucker und der gewünschten Spirituose. Da entspringen dann Perlen wie Whisky Sour, Gin Sour oder Pisco Sour – ganz nach Vorliebe des Verkosters. Tipp: Ist die Spirituose ein süßer Likör, kann man den Zucker getrost weg lassen. Dafür für ein schönes Schäumchen ein wenig Eiweiß mit mixen.

Martini, Manhattan und Co.

Der "classic" Cocktail schlechthin – der Martini. James Bonds Feierabendgetränk. Schmeckt geschüttelt oder gerührt und funktioniert als Dry Martini mit Gin wie auch mit Wodka (heißt dann halt Wodkatini). Jetzt stellt euch mal vor, wie lässig es wirkt, wenn ihr eure Gäste fragt: "Wie wär's mit einem Martini?" Eben. 

Braucht nur zwei Zutaten: Gewünschte Spirituose (Gin oder Wodka) und Wermut. Wer gerne den letzten Schrei auftischt, darf auf moderne Variationen wie den Manhattan oder den Brooklyn zurück greifen – die basieren auf Whisky und süßem Wermut.

Longdrink-Klassiker

Longdrinks heißen ja nur so, weil sie im langen Glas serviert werden und wir uns gerade ein bißchen fancy fühlen. Grundsätzlich sind es die Standard-Mixgetränke, denen wir zum ersten Mal als Teenager begegneten, als wir noch zu illusioniert waren, den Whisky direkt aus der Flasche zu trinken.

Mit ein, zwei Zutaten sowie Eis (und Stil) zaubern sich aber ganz leicht Party-Klassiker auf den Tresen: Gin Tonic, Whisky Cola, Wodka Lemon oder Cuba Libre zum Beispiel. Ach, die Erinnerungen!

Die Russen

Nein, wir sind jetzt nicht bei den Wodka-Shots angelangt. Viel seriöser trinken sich nämlich White Russian und Black Russian. Der Unterschied bei letzterem ist lediglich der Verzicht auf Sahne und Milch und deshalb voll was für Veganer.

Alles, was man dafür braucht sind Wodka und Kaffeelikör (zum Beispiel Kahlua) – und eben Milch oder Sahne. Wem die Klassiker nicht abgefahren genug sind: Verwandte Drinks sind der Ozark SpeedballEspresso Martini oder der Petit Cafe.

 

Negroni und seine Brüder

Man trinkt ihn längst nicht mehr heimlich in düsteren Alki-Spelunken in New York – der Negroni, geboren im Florenz um 1920, ist derzeit der Hipster-Cocktail schlechthin. Was die Birkenstock-tragenden Vollbärte nicht wissen: Eigentlich ist er nur ein Aperitif. Ha!

Wie dem auch sei, schon mit drei Zutaten (Gin, roter Wermut, Campari) mixt man den Negroni einhändig von der Couch aus. Ersetzt man den Gin mit Sprudelwasser, ist man schon beim abgeschwächten Americano angelangt. Den Gin kann man nach Belieben auch mit Wodka oder Bourbon ersetzen – dann landet ihr beim Negrosky, bzw. beim Boulevardier.

Die Spritzigen

Ein so mancher ausartender Mädelsabend beginnt mit den zwei Lausebengeln für warme Sommernächte – Aperol Spritz und sein etwas stärkerer Bruder Campari Spritz

Das Getränk stammt tatsächlich aus Italien, wurde aber schon so verdeutscht wie die spanischen Inseln. Schmeckt vorzüglich, ist einfach herzustellen und macht die Gäste betrunken. Was will man mehr?