Sieben Sätze, die du nur von Müttern hörst

Es gibt sie, diese Dinge, die einem über die Lippen kommen, obwohl man noch vor fünf Jahren geschworen hätte, dass das niemals passieren wird – weil man nämlich jetzt Kinder hat. Das ändert tatsächlich alles. Auch die Sprache. 

von Tina Epking

Erst beobachtet man es nur bei anderen. Ja, selbst schwanger oder mit Säugling ist praktisch jede noch davon überzeugt, dass sie niemals so mit ihrem Nachwuchs reden wird. Wir würden schließlich alles ganz anders machen als andere vor uns. Natürlich. Dann kommt er doch, der Moment, an dem man einen von diesen typischen Mama-Sätzen ausspricht. Aber was soll es: Uns Mütter kann ja eigentlich eh nichts mehr schocken, deswegen kommen hier auch unsere Top-Sieben zum Thema "Ich hätte niemals gedacht, dass das mal aus meinem Mund kommt":

1. "Ich zähle jetzt bis drei". Und dann? Wissen wir selber nicht. Glücklicherweise funktioniert diese Drohung meistens und wir mussten bisher keine weiteren Maßnahmen ergreifen. Notfalls gibt es sonst eben Fernsehverbot oder keine Süßigkeiten mehr. 

2. "Wie heißt das Zauberwort?!" Außerhalb von Bibi Blocksbergs Universum existieren natürlich keine Zauberworte, das wissen wir selbst. Aber "Hast du DANKE gesagt?" 100 mal am Tag zu wiederholen fühlt sich auch nicht besser an. Mal abgesehen davon, dass das Ganze spielerischer und freundlicher klingt als "Sag jetzt gefälligst 'bitte'"

3. "Ich bin doch nicht eure Haushälterin". Ja, bin ich auch nicht. Ich hätte früher nicht gedacht, dass ich mal so behandelt werde, aber spätestens bei der dritten dreckigen Socke am Tag, die auf dem Boden liegt oder den Tellern, die sich eben nicht von selbst abräumen, rutscht jeder Mutter früher oder später gern mal dieser Satz raus. 

4. "Ich mache auch nicht nur, was mir Spaß macht". Schade eigentlich, aber das Leben ist eben kein Ponyhof. Wirklich nicht. Leider müsst auch ihr das lernen, von eurer strengen Mutter. 

5. "Mit Essen spielt man nicht". Das isst man nämlich am besten ohne dabei rumzumeckern. Vor allem, wenn die Mutter es liebevoll und mit viel Arbeit zubereitet hat. In allen anderen Fällen aber auch. 

6. "Es ist mir egal, was die anderen dürfen". Vor allem, wenn es um das dritte Eis geht oder die Party, auf die ihr bis 2 Uhr wollt, obwohl ihr erst dreizehn seid.

7. "Man muss nicht immer alles sofort neu kaufen!" Das ist etwas doppelmoralisch, weil wir natürlich gern selbst mal ab und an was Neues kaufen. Allerdings ist es auch wahr, weil Kinder ja schließlich lernen sollen, dass Siku-Autos nicht auf Bäumen wachsen und man die sauteure Winterjacke der Schwester einfach mal auftragen kann.