Sorry not sorry: Fünf Alternativen, damit wir nicht dauernd "Entschuldigung" sagen

Vielen Frauen tut wortwörtlich ständig alles leid. Warum eigentlich? Damit muss Schluss sein, finden wir. Und haben hier die passenden Möglichkeiten, um das in Zukunft zu vermeiden. 

von Viola Kaiser

Es gibt sicher Situationen, in denen eine ordentliche Entschuldigung absolut angebracht ist, keine Frage. Allerdings neigen vor allem Frauen dazu, viel zu oft "Tut mir leid" zu sagen. Nämlich auch dann, wenn es wirklich rein gar nichts zu entschuldigen gibt. Was dann aber wiederum so wirkt, als hätten wir etwas ganz, ganz Schlimmes getan. Was soll das also? Und wie können wir diesen Quatsch einfach bleiben lassen? Hier kommen fünf Vorschläge:

1. Danke!

"Danke, dass ihr auf mich gewartet habt" ist doch viel besser als "Entschuldigt bitte, erst kam der Bus nicht, dann war die Straße gesperrt und am Ende musste ich noch kurz telefonieren". Versteht jeder, verzeiht jeder – und dann kann es auch weitergehen im Programm. Passt auch bei anderen Situationen, anstatt sich zu entschuldigen , weil man jammert zum Beispiel, geht ganz gut "Danke, dass du dir das alles anhörst!". 

2. Die Light-Version nehmen

Erklären ohne entschuldigen. Anstelle von "Es tut mir wirklich leid, dass ich erst jetzt, drei Wochen später, auf deine Mail antworte, bitte, bitte verzeih mir!" einfach "Ich war im Urlaub" oder "Die Kinder waren krank". Versteht jeder, braucht gar keine große Sorry-Arie, reicht völlig aus. Mal ausprobieren, wirkt wahnsinnig souverän, echt. 

3. Hoppala! 

Komisches Wort? Total. Deswegen sollten wir es viel öfter benutzen, wenn wir mit jemandem zusammenstoßen etwas. Das macht das Leben sofort viel lustiger und gleichzeitig nimmt es ganz bestimmt und ganz sicher jegliche Spannung aus jedem noch so aggressiven Aufeinandertreffen. Bisschen albern ist es natürlich auch, aber das kann eigentlich nie schaden in unseren viel zu ernsten Welt. 

4. Ich hätte da noch ein Idee...

Nicht groß rumentschuldigen, wenn der Kollege ohne Ende in der Konferenz rumschlabert. Einfach mal reingrätschen- Alternativ geht auch: "Kurze Zwischenfrage" oder "Was haltet ihr von XY?" Wetten, dass das funktioniert!?

5. Nichts!

Manchmal ist es am besten, man macht es wie die britische High Class, frei nach dem Motto "Never complain, never explain!"  Heißt übersetzt: Niemals klagen, niemals rechtfertigen. Manchmal muss man auch einfach gar nichts sagen, niente, nada. Zum Beispiel dann, wenn der andere gegen einen gerannt ist und deswegen jetzt Kaffee auf dem Hemd hat. Sein Problem. Oder warum sollte man sich dafür entschuldigen, dass man einfach nur da ist? Genau.