Wetten, diese 12 Dinge waren auch Teil deines Jugendzimmers?

Erinnert ihr euch an diese Zeit, als Zimmer noch eher Höhlen als Räume waren? Vollgestopft, schlecht gelüftet und mit mäßigem Geschmack dekoriert. Trotzdem haben wir hier stundenlang „abgehangen“, telefoniert oder mit dem ersten Freund geknutscht. Und obwohl wir uns für mega individuell hielten, sah es eigentlich überall genau gleich aus. Oder hinter wie viele der folgenden Punkte könnt ihr einen Haken machen?

  1.  Er war wirklich überall: Der schwarze CD Ständer in Hochglanz. Je höher, desto cooler. Und: Je voller mit selbstgebranntem oder dem heißesten aus dem örtlichen „CD Corner“, desto größer der Respekt für den Zimmerbesitzer. Trotzdem war das Ding irgendwie permanent eingestaubt. Wie das halt so ist mit schwarzem Hochglanz.
  2. Das Tablett mit den bunten Farbververlaufgläsern – bevorzugt in matt-lila-orange – der Serie „Joy“ von Leonardo. Auch sehr schön: Die Cocktailschälchen mit total verrückt gezwirbeltem Stiel. Oooooder: Das japanische Teeservice. Gab uns wohl irgendwie das Gefühl von erster eigener Wohnung, so eigenes Geschirr. Waren dann aber trotzdem immer dankbar, wenn Mama uns das Tablett mit Stullen und Limonade aus der Küche durch den Türspalt herein schob. Und danach wieder abwusch.
  3. Ein Hauch von Boudoir – das war wohl die Idee hinter der ersten selbstgekauften Satinbettwäsche in Schwarz, Bordeaux oder Nachtblau. Was waren wir doch verrucht mit 16, 17, 18! Und im Dunkeln gab es dann kleine Blitze im Bett, wenn die Haare das Kissen aus Polyester berührten.
  4. Duftlampen und schwimmende Teelichter – als wenn die Luft in unserer Höhle nicht schon knapp genug gewesen wäre, mussten wir den restlichen Sauerstoff selbstverständlich auch noch wegfeuern. Und einige von uns haben in unseren 10-15 qm dann auch noch tatsächlich Kette geraucht. Heute unvorstellbar…
  5. Ein Sofa für 20 Mark – das passte genau in unsere Preisvorstellung. Gut, wenn man die aufblasbaren und bevorzugt in Neonfarben gehaltenen Sessel und Sofas endlich aufgeblasen hatte, war man zwar kurz vor der Ohnmacht…. Aber was sollte es: In diesen Jahren haben wir ja eh nicht so viel gemerkt.
  6. Puschel- und Plüschkissen – wer ist bloß auf diese Idee gekommen? Ein Heimtextil, das aussieht wie ein frisch geschlachteter Bibo aus der Sesamstraße! Ohne Worte…
  7.  Stehende Rosen oder Sonnenblumen auf langen Drähten brachten den Loveparade-Flair in jedes Jugendzimmer. „Izz, izz, izz!“ – wie auf dem Party-LKW.
  8. Die Bärchenlampe war dann eigentlich wieder ein eher infantiles Beleuchtungs-Accessoire. Mochten wir trotzdem.
  9. Wer es etwas psychedelischer mochte, installierte eine Lavalampe. „Echt ey, klar hab ich schonmal Pilze probiert!“
  10. Unsere Zimmer waren klein, die Technik konnte damals nicht groß genug sein. Logisch hatten wir riesige Röhrenfernseher und: PC-Wagen! Mit Turm und dicken Lautsprechern, riesige grau-beige Monster! Auch „die Anlage“ konnte nicht „fett“ genug sein. Wir sagen nur: Subwoofer! Unsere armen Eltern…
  11. Lichterketten! Warum hatten wir überall Lichterketten? Achja, wegen der schönen, schummrigen Stimmung. Gern waren die kleinen Lämpchen dann von Plastikgummibärchen, Sonnenblumen oder Quietscheentchen umrahmt. Denn dann war das Licht auch noch bunt…
  12. Und wieso hatten wir eine Art Flaschensammlung da auf dem Regal über dem Schreibtisch? Achja, weil wir ja jetzt cool waren und Bier aus fernen Ländern (Holland, Schweden) sammeln durften. Oder Schnapsbuddeln. Voll heftig, ey. Und selbstverständlich: auch zugestaubt.