7 Tipps zum Thema Zähne bleachen

Darauf müsst ihr achten, wenn ihr eure Zähne bleachen wollt! Sieben Weis(s)heiten rund ums große Strahlen.

Weisheit Nummer 1: Auch kleine Schritte führen zur Erleuchtung

Ein beeindruckendes Sortiment an Zahnweißpasten, Mundspüllösungen oder Bleaching-Stiften lächelt uns in Drogerien und im Internet entgegen - alles nur schöner Schein? Immerhin hatten Zahnweißpasten der ersten Generation den Ruf, kaum was zu bringen und obendrein schädlich zu sein. Sie enthielten Schmirgelstoffe, die nicht nur oberflächliche Verfärbungen wegrubbelten, sondern teilweise auch den schützenden Zahnschmelz. Inzwischen wurde jedoch deutlich optimiert: Zum einen ist die Abrasivität, also die Schmirgel-Power, durch feinere Putzkörper geringer geworden. In einigen Pasten stecken zum Beispiel mikroskopisch kleine Blaupigmente, die sich beim Reinigen auf den Zähnen anlagern, Gelbtöne neutralisieren und dadurch zeitlich begrenzte, kleine optische Aufhell-Effekte bringen (z. B. in "Colgate Max White One Optic"). Aber auch Mundspüllösungen zeigen heute beeindruckende Whitening-Wirkung: Dank einer Formel mit Polyphosphaten, die angelagerte Farbstoffe regelrecht verdrängen, ließen sich Zähne unter Laborbedingungen innerhalb von zwei Wochen etwas heller machen (z. B. "Advanced White" von Listerine).

Weisheit Nummer 2: Putzen macht mehr als sauber

Zwar bieten Profis professionelle Aufhellungen, sogenannte Bleachings an, aber nie war es leichter als heute, sich schon durchs Zähneputzen das Strahlen anzulachen. Grenzen setzt allenfalls die Natur: Denn alle Mittel auf dem Markt, inklusive der Profi-Verfahren, bleichen die Pigmente, die sich mit der Zeit am Zahn anlagern - nicht aber seine Substanz selbst. Und Zahnfarbe ist Vererbungssache: Wer von Haus aus eher gelbe hat, wird (s)einen leichten gelben Schimmer auch nicht verlieren. Ähnlich ist es bei älter werdenden Zähnen, bei denen der Zahnschmelz über die Jahre dünner geworden ist, wodurch das Grundgerüst des Zahns, das Dentin, durchschimmert. Nicht frustrieren lassen - und weiterhin gut auch die Zwischenräume putzen. Dadurch wird Plaque entfernt, was einer bakteriellen Entzündung, einer Parodontitis, vorbeugt und späterem Zahnfleischschwund. Der nämlich lässt Zähne unregelmäßig wirken. Je geschlossener aber die Zahnreihe, je größer die Fläche der Zähne, desto weißer wirken sie. Praktische Hilfe: eine App, die Putzdaten aufs Handy spielt, auf diese Weise nach dem Rechten sieht und reinigungsmüde Zahnpflegerinnen gegebenenfalls ermahnt (von Oral-B, kostenlos für iOS und Android, erhältlich im App Store oder bei Google play).

Weisheit Nummer 3: Iss und trink am besten achtsam

Kaffee, Tee, Tabak und Rotwein, Kurkuma, Trauben und Lakritz ... viele Genuss- und Lebensmittel, aber auch Gewürze enthalten Farbstoffe, die nach und nach die Zähne verfärben: Sie lagern sich an deren Oberfläche an, besonders an den rauen Stellen, wo viel Belag sitzt, werden mit der Zeit dann fest und sind durch Putzen schlecht herunterzubekommen. Also: mit Vorsicht genießen und nach Bleachings idealerweise für ca. zwei Wochen ganz darauf verzichten.

Weisheit Nummer 4: Willst du mehr, dann geh zum Profi

Gerade mal eine professionelle Zahnreinigungsbehandlung reicht schon, um die Zähne heller wirken zu lassen, schließlich können dabei oberflächliche Verfärbungen gut mechanisch entfernt werden. Größere Farbsprünge lassen sich damit jedoch nicht erzielen. Wer schnell deutliche Ergebnisse sehen möchte, muss für ein Bleaching zum Profi. Ob man sich für die Dienste einer sogenannten Whitening Lounge oder einer Zahnarztpraxis entscheidet, das Verfahren ist gleich: Die Zähne werden mit einem Gemisch aus einem Trägergel (Carbamid) und Wasserstoffperoxid gebleicht, und die hartnäckigen Verfärbungen hellen sich durch Oxidation auf. Etwa zwei bis drei Töne weißer können Zähne damit werden. Jeder Aufhellungsgrad darüber hinaus würde nur unnatürlich wirken. Die Kosten dieses "Privatvergnügens"? Zwischen ca. 300 und 700 Euro. Wichtig: Vorher müssen die Zähne auf feine Schmelzrisse, winzige kariöse Stellen oder nicht passende Kronenränder kontrolliert und im Falle eines Falles behandelt werden - andernfalls kann es zu einer schmerzhaften Nervenreizung kommen.

Weisheit Nummer 5: Möchtest du sparen, dann bleib zu Haus

Ca. 120 Euro muss man für ein sogenanntes Home Bleaching ausgeben. So funktioniert's: Der Zahnarzt fertigt eine individuell angepasste Schiene an, die man mit nach Hause nimmt. Dazu bekommt man ein Wasserstoffperoxid-Gel, das deutlich geringer dosiert ist als das beim Bleachen in der Praxis. Mit diesem Gel befüllt man die Schiene und setzt sie an mehreren Abenden hintereinander für einige Stunden ein. Zwar gibt es solche Do-it-yourself-Systeme auch im Handel oder im Internet, aber die haben echte Haken: Die Schiene ist nicht angepasst, sitzt dadurch nicht richtig, tut weh und/oder entfärbt unregelmäßig. Sind zudem die Zähne nicht tipptopp in Schuss, kann es zu schmerzhaften Reizungen kommen, und austretendes Gel kann das Zahnfleisch angreifen. Weniger irritierend sollen übrigens Aufhell-Gele ohne Wasserstoffperoxid sein (mit Chlordioxid arbeitet z. B. "Rapid- White Tooth Whitening System" von Rapid White).

Weisheit Nummer 6: Akzeptiere deine Grenzen

Kronen, Brücken, Kunststoff- und Keramik-Füllungen lassen sich nicht mitbleachen. Stören die Farbunterschiede, zum Beispiel im Frontzahnbereich, müssten die Füllungen ausgetauscht und an die aufgehellten Zähne angepasst werden. Und besonders VOR dem Einsetzen einer Krone oder eines Implantats sollte man sich über die zukünftige Optik Gedanken machen.

Weisheit Nummer 7: Siehst du alles grau? Dann strahle von innen!

Sind Zähne wurzelbehandelt, schimmern sie gräulich - eine Folge von Protein-Zerfallstoffen des abgestorbenen Nervs. Was in solchen Fällen hilft, ist eine Spezialbehandlung beim Arzt: Er injiziert eine Bleichlösung in den Zahn und hellt ihn so dauerhaft von innen auf (Kosten ca. 50 und 150 Euro pro Zahn). Dennoch kann er unter Umständen einen zarten Grauschleier behalten. Alternative, wenn's perfekt sein soll: den Zahn mit einer hauchdünnen Keramikhülle, einem sogenannten Veneer, ver- blenden lassen (ca. 1000 Euro pro Zahn).

Text: Angela Schöneck
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