Shoppen am Flughafen: Die besten Tipps!

Vom Check-in durch die Sicherheitskontrolle und gleich weiter zu den Beauty-Produkten: Duty-Free-Einkaufen am Flughafen ist nicht der schlechteste Zeitvertreib - vor allem lohnt es sich.

Ist Einkaufen am Flughafen teurer?

Nein! Meist sind Parfüms, Kosmetik, Alkohol oder Accessoires sogar bis zu 30 Prozent günstiger als in der Innenstadt. Einige Flughäfen lassen dies quartalsmäßig vom TÜV Rheinland überprüfen, am Münchener Flughafen werden viele Shop-Betreiber zu preisgünstigeren Angeboten vertraglich verpflichtet. 2012 machte der ADAC den Test. Das Ergebnis: In München, Düsseldorf und Frankfurt betrug der Preis eines gemischten Warenkorbs durchschnittlich 484 Euro, in den Innenstädten kostete die gleiche Mischung rund 560 Euro. Nur bei Süßwaren und Elektronik müssen sich Airports oft gegenüber Discountern geschlagen geben. Im europaweiten Flughafenvergleich shoppt man in London übrigens am günstigsten und am teuersten in Prag.

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Wie groß ist die Auswahl in den Duty-Free-Shops?

Enorm! Weil die Umsätze am Flughafen hoch sind, nimmt auch die Zahl an Marken stetig zu. München wartet mit etwa 150 Einzelhändlern auf, in Frankfurt sind es sogar 300. Und falls er jemals fertig wird, will der neue Berliner Flughafen mit gut 150 Geschäften dabei sein.

Wie aktuell ist das Sortiment?

Gerade aufgrund der vielen Käufer muss das Sortiment schneller nachbestückt werden - und so findet man fast immer die aktuelle Kollektion. Auch die Markenauswahl wächst. In München kann man z. B. Kosmetik von La Mer oder La Prairie entdecken, Shops von Kiehl's oder Jo Malone, Luxusmarken wie Hermès und Max Mara oder hippe Labels im Concept-Store The Loft, der u. a. Liebeskind und Drykorn führt.

Wer darf überhaupt im Duty-Free-Bereich einkaufen?

Jeder Reisende mit einer Bordkarte kann am Flughafen shoppen. Auch wer innerhalb Europas oder auf Inlandsflügen unterwegs ist. Zwar wurde der steuerfreie Einkauf 1999 in der EU abgeschafft, aber alle Fluggäste können in den umbenannten "Travel Value & Duty Free"- Boutiquen zum gleichen Preis einkaufen. Bei innereuropäischen Flügen ermöglicht der Einzelhändler den Rabatt und verzichtet auf einen Teil der Marge. Einzige Ausnahme: Zigaretten. Hier verbietet dasTabaksteuergesetz einen günstigeren Preis. Ihre Bordkarte wird übrigens in erster Linie deswegen an der Kasse gescannt, weil sich für den Einzelhändler die Abgaben für Steuern und Miete je nach Reiseziel des Käufers unterscheiden. Außerdem interessiert die Flughafen- und Shop-Betreiber, von wem wie viele und welche Produkte gekauft werden. Anderenfalls wüsste man auch nicht, dass chinesische Fluggäste weltweit die kauflustigsten sind, gefolgt von russischen und japanischen. Brasilianische Reisende landen auf Platz vier.

Wohin mit der Duty-Free-Beute?

Als hätte man nicht schon genug Gepäck! Kosmetik und Accessoires kann man auch im Urlaub gebrauchen, doch wohin mit dem Business-Anzug, in den man sich kurz vorm Abheben verliebt hat? Eine ziemlich praktische Lösung bietet der Flughafen München: Einkäufe können dort kostenlos in einer Aufbewahrungsstation bis zum Urlaubsende hinterlegt werden.

Und wenn man abschalten will?

Bitte schön! Im Münchener Terminal 2 kann man im "Cosmetic Institute" täglich von 7.30 bis 22 Uhr Maniküren, Gesichtsbehandlungen oder Massagen buchen. Bei Zwischenstopps in Amsterdam-Schiphol bietet das "Back to Life"-Spa u. a. regenerierende Aqua-Massagen an, zudem gibt es einen Meditationsraum, eine Bibliothek mit Büchern in über 20 Sprachen und eine Dependance des Rijksmuseums, alles am "Holland Boulevard", der die beiden Abflugswartehallen E und F verbindet.

Text: Julia Christians
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