Psst, wir verraten euch unsere Beauty-Geheimnisse

Immer wieder bekommen wir von Kosmetik-Experten tolle Tipps verraten - und die wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Kosmetik-Tipps für's Make-up

1. Die perfekte Schminkbasis: Bevor Yasmin Heinz, Starvisagistin, die unter anderem schon Monica Bellucci Rouge aufpinselte, loslegt mit ihrem Make-up, muss die Basis stimmen. "Meine Geheimwaffe in Sachen strahlender Teint ist 'Pure Cleanser + Toner' von Dr. JK Cosmeceuticals Privée – eine milde und ölfreie Reinigungslotion, die ich mit einem Wattepad auftrage. Danach tupfe ich ein Serum mit den Fingern auf das Gesicht, den Hals und das Dekolleté ein. Diese Basis bereitet die Haut gut auf das Make-up vor."

2. Gesicht konturieren mit Braunschattierungen: Gesichtsformen manipulieren? Selbstverständlich! Yasmin Heinz erklärt, wie man mit dem Pinsel trickst: "Zum Modellieren setze ich einen beige- bis mittelbraunen Ton als Konturenfarbe auf die Schläfen und blende ihn nach oben hin weich aus, das hebt das Gesicht optisch. Wird die Schattierung unter dem Kinn und entlang der Gesichtskontur aufgetragen, wirkt sie eher streckend."

3. Brauenzupfen leicht gemacht: Unsere freue Beauty-Redakteurin Jana Gloistein schaute sich backstage einen cleveren Visagisten-Trick ab. "Bei ganz hellen, grauen oder weißen Augenbrauen kann es passieren, dass man diese bei einem bestimmten Lichteinfall im Spiegel nicht richtig sieht. Bestäubt man die Augenbrauen vor dem Zupfen mit ein wenig Puder, erwischt man garantiert jedes abstehende Härchen."

4. Wimpern-Tuning mit Zange, Curling & Lifting "Die Wimpernzange sorgt für schönen Schwung, besonders wenn man sie vor der Anwendung mit dem Föhn erwärmt", sagt Filiz Christoph-Atas, Gründerin der Augenmanufaktur und Inhaberin von Adam & Eve Hamburg. "Wer Zeit sparen möchte, ist mit einem Wimpern-Treatment besser beraten. Bei der Wimpernwelle werden die Härchen mit einer Rolle gecurlt, quasi wie bei einer Dauerwelle. Beim Wimpernlifting hingegen wird das Haar auf maximale Länge gestreckt und angehoben. Die Behandlungen halten bis zu sechs Wochen. Färbt man die Wimpern zusätzlich dunkel, wird das Ergebnis intensiver."

5. Cat-Eyes - der Schwung macht's: Yasmin Heinz erklärt, wie die softe Version für Cat-Eyes funktioniert. "Für einen weichen 'Katzenblick' verwende ich einen wasserfesten Kajal, den ich am äußeren Ende leicht nach oben verlaufen lasse. Die Linie wird bis fast ganz an den äußeren hinteren Augenrand aufgetragen, und dann lässt man sie in einem kurzen nach oben verlaufenden Schwung enden. Bei ausgeprägteren Augenfältchen die Linie besser nach außen hin gerade ziehen und nur kurz verlängern."

Kosmetik-Tipps für die Haare

6. Die richtige Gerätschaft: Kirstin Ellen Vietze, Friseurin aus Berlin, weiß, dass man für ein gutes Haarstyling die richtigen Geräte braucht: "Ein Föhn mit verschiedenen Stufen und einer schma- len Düse ist wichtig, besonders für punktuelle Arbeiten. Immer vom Ansatz in Richtung Spitzen arbeiten, so bleibt die Schuppenschicht glatt, und das Haar glänzt. Und: Legt euch Bürsten aus Naturhaar zu, denn die laden weder das Haar auf noch dehnen sie es aus. Ab einem Long Bob empfehle ich zusätzlich noch eine 'Wet Brush' zum Entwirren."

7. Fülle dank Spray und Strukturschnitt: "Besonders feine oder auch sensible Haare brauchen ein Volumenansatzspray. Das Haar grob scheiteln, die Textur am besten direkt auf den Ansatz sprühen und mit den Fingerspitzen einmassieren. Bei feinen Haaren erarbeite ich mit der Schere einen Strukturaufbau - dafür schneide ich Stützhaare, die den oberen Haaren Halt geben. Das ist fast so etwas wie ein zweiter unsichtbarer Haarschnitt", erklärt Kirstin Ellen Vietze.

8. Luftfeuchtigkeit = Stylingkiller: Und noch einen guten Trick hat die Friseurin parat: "Wenn möglich, solltet ihr eure Haare nicht im Badezimmer föhnen oder stylen, wenn ihr gerade dort geduscht habt und kein Fenster zum Lüften habt. Die tropischen Verhältnisse durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit erschweren nur die Arbeit."

Kosmetik-Tipps für die Zähne

9. Elektrisch oder altmodisch? Ist die gute alte Handzahnbürste ebenso effizient wie ihre elektrische Schwester? "Beides ist effektiv bei richtiger Ausübung", meint Dr. Melanie Franke von der Poliklinik für Parodontologie der Universität Bonn. "Entscheidend ist die Zahnzwischenraumpflege mit Floss und Interdentalbürsten. Neben der Pflege zu Hause ist eine professionelle Reinigung zweimal pro Jahr sinnvoll."

10. Achtung vor zuviel Zahnweisser: Franke warnt vor zu viel Whitening-Zahnpasta. "Diese Pasten tragen auf Dauer Zahnhartsubstanz ab. Grundsätzlich sollte der RDA-Wert - er gibt an, wie viel Dentin abgetragen wird - der Paste zwischen 60 und 80 liegen. Diese wichtige Angabe steht leider kaum auf den Produkten, aber man findet sie im Internet."

11. Lieber nicht nach dem Bleaching: "Wer sich die Zähne aufhellen lässt, sollte danach auf die sogenannte Bleaching-Diät setzen", rät die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnmedizin e.V. Sprich: In den ersten 24 Stunden danach möglichst keinen Kaffee, Tee oder Rotwein trinken, da diese zu Verfärbungen führen können. Auch säurehaltige Nahrungsmittel und Getränke wie z.B. Orangensaft sollte man vermeiden, um den Zahn nicht noch zusätzlich zu belasten. Und sollten die Zahnhälse nach der Behandlung sehr empfindlich sein, hilft dagegen ein Fluorid-Gel, das man rezeptfrei in der Apotheke bekommt.

Kosmetik-Tipps für den Teint

12. Cremen - aber richtig: "Babys haben rund 70 Prozent körpereigene Hyaluronsäure in der Haut", weiß Elisabeth Schuhmacher, Dermatologin aus München. "Ab Mitte 40 verringert sich der Anteil auf circa 30 Prozent. Das ist der Grund, warum unsere Haut in diesem Alter am meisten von Seren profitiert, die Hyaluronsäure enthalten, am besten in Kombination mit konzentriertem Retinol, das ist Vitamin A, Vitamin C und E, alles Antioxidanzien, und sogenannten Biopeptiden, die heizen die Kollagenproduktion an. Um sich richtig entfalten zu können, ist ein Vitamin-C-Gehalt ab zehn Prozent sinnvoll, Hyaluronsäure sollte mindestens zu vier Prozent enthalten sein."

13. Sanfte Nadeln = frischer Teint: "Micro-Needling ist eins der effektivsten Treatments, die es derzeit auf dem Markt gibt, um die Hautstruktur sichtbar und nachhaltig zu verbessern", sagt Agnès Holtz, Kosmetikerin und Gründerin von Agnès Holtz Facials. Sehr feine Nadeln dringen rund einen Millimeter bis in die Dermis ein - die Haut kann nach der Behandlung bis zu einer Woche lang gerötet sein und schuppen. Wem das zu viel ist, der entscheidet sich für ein Soft-Needling, bei dem die Nadeln nur 0,25 oder 0,5 Millimeter tief eindringen. "Die Haut sieht anschließend schön prall aus und schält sich nicht. Noch besser wird das Ergebnis, wenn die Haut nach dem Needling mit Ultraschall und einem Kollagenvlies beruhigt und befeuchtet wird", rät Agnès Holtz.

14. Bitte einmal wie ausgeschlafen!Tessa Wöber, Managerin im Momentum Spa Düsseldorf, schwört für ein entspanntes Gesicht auf den Klassiker der Lymphdrainage: "Eine gut gemachte Lymphmassage fürs Gesicht, kombiniert mit hoch dosierter Feuchtigkeitspflege, ist für mich das eigentliche Geheimnis von sichtbarer Entspannung. Mithilfe sanfter Streich-Massagetechnik an Hals und Gesicht wird die gestaute Lymphflüssigkeit wieder in Fluss gebracht. Schwellungen, speziell Tränensäcke, können so gemildert werden, da die Lymphdrainage entwässernd wirkt."

Kosmetik-Tipps für den Körper

15. Sugaring oder Waxing: Das fragten wir Patricia Hannappel, Academy-Leitung der Beauty-Kette Senzera: "Sugaring ist im Vergleich zum Waxing sanfter und daher auch bei sensibler Haut geeignet. Für ein besonders gutes Behandlungsergebnis sollte man direkt zuvor ein Peeling machen und die Haut danach nicht eincremen. Ansonsten kann es passieren, dass die Zuckerpaste das Haar aufgrund des Fettfilms nicht richtig greifen und eventuell sogar abrutschen kann."

16. Haar unter der Haut: Autsch! Was gegen eingewachsene Härchen hilft, erklärt Patricia Hannappel. "Die Haare immer in Wuchsrichtung entfernen - so ist beim Nachwachsen die Chance geringer, dass sie unter der Haut hängenbleiben. Und regelmäßig peelen, damit Hautschüppchen gelöst werden und die Haare ohne Hindernisse an die Oberfläche treten können. Toller Nebeneffekt: schön glatte Haut."

17. Wie geschmiert: Unsere freie Beauty-Redakteurin Jana Gloistein übernahm einen Pflegetipp, den ihr Schauspielerin Jeanette Hain neulich beim Interview gab: Kokosöl! "Es ist nicht nur toll zum Braten, sondern auch der perfekte Weichmacher für Haut und Haarspitzen. Am besten abends einmassieren und über Nacht einwirken lassen." Damit man nicht riecht wie ein Bounty, eignet sich die Variante aus dem Bioladen.

Kosmetik-Tipps für Hände & Nägel

18. Pflege-Plus für schöne Hände Madeline Poole, Nagel-Stylistin aus Los Angeles und Beraterin für Sally Hansen, weiß, dass ohne regelmäßige Hand- und Nagelpflege die beste Maniküre nichts bringt. "Kümmert euch mindestens einmal pro Woche um eure Nagelhaut. Ein Nagelhautbalm spendet Feuchtigkeit und macht die Haut weich, so dass man sie ganz leicht zurückschieben kann. Ist die Nagelhaut ausgetrocknet, darf man ihr auf keinen Fall zu Leibe rücken. Man würde Verletzungen und damit dauerhafte Rillen riskieren."

19. Wie gelackt: Gel-Lacke sind sehr beliebt bei uns in der Beauty-Redaktion, weil sie so schön lange halten, uns bis zu vier Wochen gepflegt aussehen lassen und wir Ruhe haben. Einziger Wermutstropfen: dass sich die Gel-Textur nicht so leicht von der Nagelplatte lösen lässt. Wer zu brüchigen Nägeln neigt, sollte daher lieber herkömmlichen Nagellack verwenden oder farbfreie Pausen nach einer Gel-Behandlung einlegen.

20. Auf die Schnelle: Blitztipp von unserer freien Beauty-Redakteurin Jana Gloistein für ungeduldige Lackierer: "Ich habe eigentlich nie genug Zeit, um meinem Nagellack beim Trocknen zuzusehen und dabei aufzupassen, dass ich nirgends anecke. Deswegen beschleunige ich meistens mit einem Tropfen Nagelöl auf den noch feuchten Lack. So verkürzt sich die Trockenzeit um einiges."

Text: Anika Kraatz, Jana Gloistein

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