Beautytrends aus dem Ayurveda für ein strahlendes Aussehen

Ayurveda, die uralte indische Gesundheitslehre, kennt Rituale und Gewürze, die das Frösteln verjagen – und ganzheitlich für strahlendes Aussehen sorgen.

Das ist Ayurveda

Mit rund 5000 Jahren Tradition ist Ayurveda die älteste überlieferte medizinische Lehre. In Indien, der Wiege der "Wissenschaft vom Leben" ("Ayus" = Wissen, " Veda" = Leben), sind ayurvedische Ärzte auch in Kliniken angestellt. Sie heilen mit Kräutern, Gewürzen, Mineralien, Wasser- und Ölanwendungen, Massagen, Yoga und Meditation. Bei uns kommen ayurvedische Methoden eher im Wellnessbereich zum Einsatz. Der Ansatz ist jedoch gleich: Körper und Geist werden als Einheit betrachtet, Gesundheit und Aussehen hängen u. a. vom Lebensstil und der Balance der Energien, der sogenannten Doshas, ab. 

Nach ayurvedischer Lehre dominiert in jedem Menschen eine der drei Doshas (Energien): Vata, Pitta oder Kapha. Die Doshas wohnen jedem zu unterschiedlichen Anteilen inne und prägen so die Figur, das Temperament, Haut und Haare. Auch Tages- und Jahreszeiten unterstehen den Doshas. Der Winter zum Beispiel ist eine Vata-Zeit – mit typischen Vata-Qualitäten: Kälte und Trockenheit. Um die zu reduzieren, kommen wärmende Gewürze wie Ingwer, Zimt und Kardamom zum Einsatz. Sie wirken sowohl von innen als auch von außen (z. B. auf der Haut). Wir haben die schönsten Rituale und Produkte zusammengestellt.

Das verrät dein Muttermal über dich

Ayurveda & Wellness für jeden Geschmack

Erste Ayurveda-Adresse auf 5-Sterne-Niveau: das "Ayurveda-Parkschlösschen" in Traben-Trarbach. Großartig, auch zum Reinschnuppern: Ayurveda-Erlebnistag mit Anwendungen, Essen und Zimmer ab 345 Euro. ayurveda-parkschloesschen.de

Die Day-Spas der "A-Rosa-Resort"-Hotels bieten ayurvedische Treatments an – auch für Nicht-Hotelgäste. Ab 145 Euro. a-rosa-resorts.de

Medical Wellness auf der Grundlage des Ayurveda findest du im "Rosana"-Kur- und Gästehaus in Rosenheim. Sehr breites Angebot. Ab 1230 Euro. rosana.de

Das Wärmt

VON INNEN Gewürze sind ein wichtiges ayurvedisches Hilfsmittel, um über die Nahrung auf die gesamte Konstitution zu wirken. Gib frischen Ingwer, Muskat, Zimt oder Nelken ins Essen, vor allem aber in den Tee oder in ein Glas heißes Wasser. Über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken. Weil im Winter das so genannte Verdauungsfeuer "Agni" stärker ist, vertragen wir durchaus schwerere und fettere Nahrung. Damit die Haut nicht verrückt spielt, gern mit Kurkuma oder Pippali (Indischem Langpfeffer) würzen – beides sorgt für eine gute Balance und soll verjüngend wirken. Gegen Bauchgrummeln: Fenchelsamen kauen.

VON AUßEN Trockene Haut? Wird nicht nur im Ayurveda als typisches Winterphänomen gesehen. Was jetzt intensiv pflegend wirkt, sind Ölbehandlungen. Insbesondere Sesamöl werden wärmende Eigenschaften zugeordnet (Kokosöl kühlt dagegen!). Zweimal in der Woche ein bis zwei Esslöffel voll in die Handfläche geben und es auf der Haut verteilen (nicht einmassieren!), ein paar Minuten lang einwirken lassen. Anschließend duschen und den Körper trocken tupfen. Was auch hilft: Cremes, Öle und Lotions mit Kardamom, frischem Ingwer oder Sandelholz. Letzteres ist übrigens ein ayurvedischer Beauty-Klassiker.

Reinigungsrituale 

Wasser spielt neben Öl in der indischen Heilkunst eine große Rolle. Ein Glas warmes Wasser auf nüchternen Magen unterstützt die Reinigung von innen: die Verdauung. Abbauprodukte des Hautstoffwechsels werden am besten morgens abgewaschen. Vata-Typen werden im Winter warme Duschen und Bäder empfohlen, Kapha- und Pitta-Typen hinterher eine kalte Dusche. (Der Kälteimpuls schenkt nachhaltige Wärme.) Abreibungen mit einem Seidenhandschuh peelen sanft, sie sind ideale Wachmacher für den Kapha-Typ.

Ayurveda im Alltag 

Auch jeder noch so kleine Schritt führt zum Ziel: den Körper wie einen Tempel zu behandeln

Welches Dosha dominiert bei dir? 

Meist ist ein Dosha besonders ausgeprägt und bestimmt das Erscheinungsbild der Haut, des Haars und der Figur. Auch Mischtypen gibt es häufig.

VATA Dieses Dosha ist dem Element Luft zugeordnet. Grundthema: Trockenheit. In der Haut zeigt sich dies durch Rauigkeit. Das Haar ist fein, oft spröde und lockig. Die Figur des Vata-Typs: feingliedrig.

PITTA (Element: Feuer) Grundthema dieses Doshas ist Hitze. Die Haut ist empfindlich und neigt zu Rötungen. Das Haar fällt geschmeidig. Die Erscheinung von Pitta-dominierten Menschen: sportlich, mittelkräftig und beweglich.

KAPHA (Element: Erde) Grundthema: Stabilität. Es manifestiert sich in glatter, unempfindlicher Haut, glänzenden kräftigen Haaren und fülliger Statur.

Pflegerituale

Cremes und Öle reduzieren zu viel Vata, sie pflegen und wärmen gleichermaßen. Zusätze wie Ingwer, Zimt, Sandelholz, Kardamom, auch als ätherisches Öl unterstützen den Effekt. Rosenwasser (z. B. von Primavera) ist ein Tonic für alle Typen; Tipp bei brennenden Augen in trockener Luft: Wattepads damit tränken und für einige Minuten auf die Lider legen. Als verjüngend gilt Kurkuma, das darüber hinaus antibakteriell wirkt und sich auch in Shampoos gut macht. Gesunde Nasenpflege: etwas Sesamöl auf ein Q-tip (oder den Finger) geben und die Nase von innen sanft ausstreichen.

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BRIGITTE WOMAN 02/2020

Wer hier schreibt:

Angela Schoeneck
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