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Ganz ohne (Öko-)Wattepads! Cleane Beauty-Routine

Nachhaltig Abschminken: Frau mit Reinigungsschaum im Gesicht
© WAYHOME / Shutterstock
Es gehört mehr zu einer cleanen Reinigungs- und Abschmink-Routine, als das Verwenden von Eco-Wattepads. Den Spagat zwischen Umweltfreundlichkeit und Wirksamkeit zu schaffen, ist nicht immer ganz einfach. Wir haben ein paar Tipps und Tricks, wie ihr eure Skincare-Routine auf einen nachhaltigen Stand bringt.

Die Kosmetik-Industrie hat das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt: Wo liest man nicht überall "Green", "Clean" und "Eco". Doch dabei ist es der völlig falsche Ansatz, jetzt massenhaft "nachhaltige" Produkte zu kaufen, wenn man sie vielleicht gar nicht braucht. Das beste Beispiel dafür sind Eco-Wattepads: Die Idee ist super, aber wäre es nicht sogar besser, gar keine Wattepads zu benötigen? Es gehört eben mehr zu einer nachhaltigen Kosmetik-Routine: Kein Produkt zu verschwenden, auf die Verpackung, den Transportweg und auch cleane Inhaltsstoffe zu achten, zählt ebenfalls dazu. 

Abschminken: Ohne Wattepads

Es ist viel besser für die Umwelt, wenn immer mehr Verbraucher auf Eco-Wattepads statt auf herkömmliche setzen. Was aber, wenn ihr nichts von alldem braucht und sogar zusätzlich Produkte noch einsparen könnt? Das funktioniert tatsächlich und ist noch besser als zuvor. Falls ihr euch bisher mit Abschmink-Tüchern oder mit in Mizellenwasser getränkten Wattepads abgeschminkt habt, gibt es eine effektivere und nachhaltigere Alternative, sein Make-up zu entfernen – ja, auch bei wasserfestem Mascara! Abgesehen davon, dass die beiden genannten Methoden die Haut nur oberflächlich reinigen und ihr anschließend euer Gesicht immer nochmal mit einem Waschgel säubern solltet, produzieren sie viel Müll. Unser Tipp: Benutzt ein Reinigungs-Öl! Das wird auf die trockene Haut aufgetragen, gründlich einmassiert und anschließend mit Wasser abgewaschen. 

Weil sich Gleiches in Gleichem löst, befreit ein Öl-Reiniger euer Gesicht viel besser von hauteigenen Fetten. Auch Schweiß, Schmutz, Talg und natürlich Make-up werden schonend, aber gründlich entfernt – ohne die Haut auszutrocknen. Einen guten Cleanser zu finden, ist nicht ganz einfach: Er muss zuverlässig reinigen, aber die waschaktiven Stoffe (Tenside) dürfen nicht zu aggressiv sein, wie es z. B. bei einer Seife der Fall wäre. Denn dadurch wird die Hautbarriere beschädigt, die grundlegend für die Hautgesundheit ist. Wenn eure Haut nach der Reinigung spannt und sich sehr trocken anfühlt, könnte das beispielsweise ein Anzeichen dafür sein, dass euer Cleanser zu scharf ist. Mit einem Reinigungs-Öl verzichtet ihr also nicht nur ganz auf Wattepads, sondern tut auch eurer Haut etwas Gutes. Der Calming Oil Cleanser von Colibri Skincare (um 20 Euro) ist eine nachhaltige Wahl: plastikneutrale (Glas-)Verpackung, fair produzierte Inhaltsstoffe, vegan, ohne Tierversuche, aus Deutschland und mit klimaneutralem Versand. Er ist auch relativ ergiebig und lässt sich einfach abwaschen. 

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Hydration: Ohne Verschwendung

Der nächste (optionale) Schritt in der Skincare-Routine wäre Gesichtswasser, Toner und/oder Essenz. Alle drei Produktkategorien sind sehr flüssig und werden daher häufig mit dem Wattepad aufs Gesicht aufgetragen. Aber dadurch verschwenden wir pro Anwendung etwa die Hälfte des Produkts an das Pad! Bei Baumwoll-Pads ist es sogar noch mehr, weil sich diese stärker vollsaugen. Das können wir besser!

Formt mit eurer Hand eine kleine Schale und gebt dort das Produkt hinein. Jetzt mit der freien Hand nach und nach die Flüssigkeit aufnehmen und überall auftragen. Man muss sich erst daran gewöhnen, aber es geht superschnell. Und ihr werdet sofort bemerken, dass ihr viel weniger Produkt benötigt! Diesen Trick könnt ihr überall anwenden, wenn auf der Verpackung steht "mit einem Wattepad auftragen". Also auch bei chemischen Peelings, wie BHA und AHA. Eine deutsche Clean-Beauty Firma ist No Cosmetics, die mit ihrem "Liquid Hydrator" (um 10 Euro) ein intensiv feuchtigkeitsspendendes Produkt geschaffen hat, das die Haut zusätzlich beruhigt. Die Kosmetik ist vegan, in Deutschland hergestellt, frei von Mineralölen, Silikonen, Parabenen, PEGs und wird nicht an Tieren getestet. Die Produkte werden außerdem in regionalen Werkstätten von Menschen mit Behinderung verpackt und setzten den Fokus auf "Ocean Safety" ("Blue Beauty"). 

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Ein kleiner aber wichtiger Tipp, um weniger Produkt zu verschwenden, ist Seren und Cremes immer direkt auf das Gesicht aufzutragen. Also nicht erst in die Handflächen geben, dort verreiben und dann einmassieren. Sondern immer gleich auf die Haut auftragen und dann nur mit den Fingerspitzen über das Gesicht gleiten: So "saugt" eure Hand weniger Produkt auf und es kommt mehr da hin, wo ihr es haben wollt. 

Pflegen: Holt das beste aus euren Produkten! 

  • Nachhaltige Pflege beginnt dabei, wie ihr eure Produkte verwendet. Damit eure Pflege möglichst lange hält, solltet ihr z. B. Cremes in Tiegeln nur mit sauberen Fingern oder einem desinfizierten Spatel entnehmen. Und ganz wichtig: Die Pipetten in Seren sollten eure Haut nicht berühren! Denn so gelangen Bakterien in euer Fläschchen. Dadurch kippt eure Kosmetik schneller – wenn ihr sie dann noch verwendet, können Ausschlag und Unreinheiten die Folge sein.
  • Ein simpler Tipp, den wir aber zu oft vergessen: Braucht eure Produkte auf! Natürlich funktioniert immer mal etwas nicht für die eigene Haut. Informiert euch deshalb vorher ausgiebig, greift auf Erfahrungsberichte zurück und kauft bewusst. Wenn euch eine Gesichtscreme nicht gefällt, könnt ihr sie entweder verschenken oder am Körper auftragen. Vergesst sie bitte bloß nicht in der Schublade!
  • Die Lagerung eurer Kosmetik ist entscheidend. Wenn ihr z. B. gerne ein Vitamin C Serum verwendet, dann lasst es nicht draußen stehen. UV-Strahlen und Luft machen es unwirksam. Bei einem Vitamin C Serum erkennt ihr das übrigens an der Farbe: Ist diese dunkler als zu Beginn, ist die Wirksamkeit verloren gegangen und das Produkt unbrauchbar. Achtet deshalb beim Kauf auch schon auf eine dunkle, lichtundurchlässige Verpackung.
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  • Am besten für alle Cremes und Seren ist ein "Airless Dispenser". Das Produkt ist dadurch vor Luft bzw. Oxidation geschützt, kann hygienisch entnommen werden und kein Tropfen wird verschwendet. Die Marke Reveel by MedSkin Solutions verzichtet durch diese Verpackung auf viele Konservierungsstoffe und glänzt mit effektiven Biomaterialien. Die Produkte werden in Deutschland entwickelt und hergestellt, wodurch der Transportweg kurz bleibt. Alle Produkte verzichten auf Mikroplastik, Mineralöl, Silikone, Aluminium, "negativen" Alkohol, PEG, PPG und Tierversuche. Alle Verpackungsmaterialien sind recycelbar. Leider sind nicht alle Produkte vegan, da die Kollagen-Serien den Inhaltsstoff "Soluble Collagen" enthalten, der aus der pazifischen Wurzelmundqualle gewonnen wird. Bisher gibt es in der Kosmetik nur bedingt wirksame vegane Kollagen-Alternativen. 

Das wichtigste, wenn ihr eure Pflege-Routine bewusster, cleaner und nachhaltiger gestalten wollt, ist die Produkte eurer Wahl genau unter die Lupe zu nehmen. Eine grüne Verpackung, auf der plakativ steht, was nicht enthalten ist, kann ein Anzeichen für Greenwashing sein. Denn es gibt immer bestimmte "Aufhänger"-Inhaltsstoffe, wie Aluminium, Mineralöl oder Mikroplastik, die öffentlich in Verruf geraten sind. Andere Stoffe hingegen sind ebenso bedenklich und befinden sich vielleicht trotzdem im Produkt. Bleibt also achtsam und informiert euch genau! 

Brigitte

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