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Cloud-Kosmetik-Trend Diese Produkte sind federleicht zur Haut

Cloud-Kosmetik-Trend: Diese Produkte sind federleicht zur Haut
© Ansgar Sollmann
Cloud-Kosmetik erlebt in der Beauty-Welt gerade echte Höhenflüge. Grund genug, sich die Sache mal genauer anzusehen

Was ist eigentlich Cloud-Kosmetik?

Ihre Textur Wenn Cremes, Masken, Make-up ... so sahnig und fluffig wirken, als wäre jemand mit einem Handrührgerät dran gewesen und hätte so viel Luft wie möglich untergehoben, wird schnell klar, woher Cloud-Kosmetik ihren Namen hat. "Cloud" ist das englische Wort für Wolke – und die Texturen der Schönmacher sind wölkchenleicht. Der Trend kommt übrigens aus Südkorea, wo Beauty-Routinen gern mit möglichst vielen Produkten geradezu zelebriert werden. Alles begann damit, dass vor einiger Zeit sogenannte Cloud Creams den Markt stürmten: Cremes, die mit der Haut verschmelzen und direkt einziehen, statt sich mit viel Druck und Reiben dazu bitten zu lassen.

Cloud-Kosmetik-Trend: Diese Produkte sind federleicht zur Haut
© Ansgar Sollmann

Ihre Pflegeeigenschaften Das Prinzip, mehrere Seren und Cremes nacheinander zu verwenden, um das Höchstmaß an Feuchtigkeit in die Haut einzubringen, wird auch hierzulande immer beliebter. Und Cloud Creams eignen sich hervorragend für diese Layering-Methode. Warum? Sie liegen nicht fettig auf und helfen der Haut, ihre Wasserspeicher zu füllen und die Feuchtigkeit auch zu bewahren – eben fast so wie Wolken, die eine Menge Flüssigkeit (Wasserdampf und -tropfen) zusammenhalten.

Ausgeklügelte Formulierungen, wie etwa das "Moisturizing Spheres"-System, das bei La Mer eingesetzt wird, sorgen für den Effekt. Feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wie etwa fermentierter Seetang werden mit einer Lipidschicht umhüllt, bevor sie in den Tiegel gehen. Die so entstandenen mikroskopisch kleinen "Kügelchen" lösen sich beim Auftragen erst nach und nach auf und geben so die Wirkstoffe tief in den einzelnen Hautschichten ab. Auch Hyaluronsäure, ein hocheffektiver Feuchtigkeitsspeicher, kommt in Cloud Creams zum Einsatz – manchmal ebenfalls mikroverkapselt, manchmal unverkapselt.

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© Ansgar Sollmann

Brauche ich das?

Der Feel-Good-Faktor Ihre Pflegetalente sind schon attraktiv, Cloud Creams zu verwenden, ist aber auch ein sensorisches Highlight: Wirken sie auf dem Finger noch fluffig, zerfließen sie beim Verteilen regelrecht auf dem Teint. Das Gefühl: erfrischend! Gerade im Sommer sind Cloud Creams deshalb toll, und wer sie im Kühlschrank aufbewahrt, erhöht den Effekt. "Wir sehen aktuell einen starken Trend zu sensorisch-wertvollen Produkten, also solchen, die sich auch im Auftrag gut anfühlen und so einen weiteren Sinn der Konsument:innen anregen", erklärt Larissa Blechtloff, Produktmanagerin bei Essence. "Solche Produkte machen Spaß und sorgen für einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor in der Beauty-Routine."

Die Hauttypfrage Wegen ihres meist geringen Fettgehalts eignen sich die luftigen Cremes solo für normale, feuchtigkeitsarme, Misch- oder ölige Haut. Wer fettärmere Haut hat, kann sie – nach südkoreanischem Prinzip – zusätzlich über ein Serum und unter einer reichhaltigen Creme auftragen. Und alle, die dann nicht genug bekommen haben von der neuen Schwerelosigkeit, dürfen sich über eine Fortführung des Trends im Bereich Make-up freuen.

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© Ansgar Sollmann

Was kann fluffiges Make-up?

Hübsch natürlich Foundations, Primer, Lidschatten, Bronzer, Highlighter … All das gibt es mittlerweile in wolkig. "Cloud- oder Mousse-Texturen sind auch im Make-up-Bereich besonders leicht. Richtig eingearbeitet sorgen sie für sehr natürliche Ergebnisse" sagt Essence-Produktmanagerin Larissa Blechtloff. Anders als bei herkömmlichen flüssigen Foundations oder Pudern legt sich das Produkt nicht einfach nur auf die Haut, sondern scheint mit ihr zu verschmelzen und wirkt so niemals maskenhaft. Auch Poren und kleinere Unebenheiten werden dank der anschmiegsamen Textur besonders gut ausgeglichen.

Schön zart "Man kann sich ein Mousse-Make-up wie viele Mikro-Schwämme mit luftigen Poren vorstellen. Die nehmen überschüssiges Öl von der Haut auf und zaubern so einen ebenmäßigen Teint. Sogar das Abpudern wird überflüssig", ergänzt Vanessa Bahnsen, Teamlead Research & Development Color Cosmetics bei M. Asam. Passend, dass ein Teint, der weder zu matt noch zu glänzend ist, unter Beauty-Profis neuerdings "Cloud Skin" genannt wird. Keine starken Konturen, keine harten Kanten: Das Gesicht wirkt zart und weichgezeichnet.

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© Ansgar Sollmann

Wie trägt man es auf?

Easy going "Cloud-Make-up kann sowohl mit den Fingern, einem Pinsel oder einem Schwämmchen in die Haut eingearbeitet werden", sagt M.-Asam-Expertin Vanessa Bahnsen. Wer gern seine Hände benutzt, kann sich an den Tipp von Sara Szymoniak, Junior Product Manager Maybelline New York, halten: "Die gewünschte Menge mit sanften Bewegungen und ohne starkes Rubbeln mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis die Textur mit der Haut verschmilzt und verblendet ist." Ein Cloud-Primer, also eine hautverschönernde und porenverfeinernde Grundierung, verlängert die Haltbarkeit der Foundation – er sollte als erster Schritt nach gleichem Prinzip angewandt werden.

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© Ansgar Sollmann

Mix and match Auf alle Wolken-Texturen können sowohl flüssige, pudrige, cremige oder weitere Cloud-Produkte wie Lidschatten oder Blush folgen. Und wer seinen Look mit einem passenden Duft abrunden möchte, kann mal in die "Cloud Collection" von Zarkoperfume reinschnuppern: Die Marke hat Parfüms hergestellt, die auf die Wetterlage reagieren – an wolkenreichen Tagen ist es auch im Flakon trüb, an sonnigen Tagen glasklar.

Brigitte

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