Locken sind Trend

In "Sex and the City 2" zeigen Carrie und Co., dass Locken DER Trend des Sommers sind. Wir zeigen, wie Sie schnell und einfach selber Locken auf Ihren Kopf zaubern: Sex-and-the-City-Locken zum Nachstylen.

Locken-Trend: Locken à la Carrie

Carrie ist lässig - ohne Frage. Und ihr Schopf natürlich auch. In "Sex and the City 2" sehen wir Sarah Jessica Parker meistens mit Wellen-Look: leicht eingedrehten, weich fließenden Locken. "Summer Waves" nennen Stylisten diesen Locken-Look. Wir zeigen Ihnen in fünf Schritten, wie Sie die Carrie-Locken selber auf den Kopf bekommen. Mit ein bisschen Übung schaffen Sie das auch ohne Stylisten. Sie brauchen dazu nur ein paar Haarklammern, eine Haarspange und ein Glätteisen (z. B. den ghd Styler) - und ein klein wenig Zeit. 30 Minuten sollten Sie mindestens einplanen.

Schritt 1 zu Carrie-Locken

Bereiten Sie die feuchten Haare mit einem Hitzeschutz vor und föhnen Sie sie dann komplett trocken. Als nächsten teilen Sie eine Haarpartie im Nacken ab. Den Rest der Haare stecken Sie mit einer Klammern oder einer Haarspange fest. Schalten Sie das Glätteisen ein und warten Sie bis es vollständig heiß ist (unbedingt die Gebrauchsanweisung des Herstellers beachten). Beginnen Sie nun am unteren Hinterkopf mit einer Strähne und setzen Sie das Glätteisen horizontal am Haaransatz an. Wenn Sie starke Locken wollen, dann nehmen Sie eine möglichst dünne Strähne. Wenn Sie lieber große Wellen möchte, dann können Sie mit dickeren Strähnen arbeiten.

Schritt 2 zu Carrie-Locken

Drehen Sie nun das Glätteisen um 180 Grad nach unten und ziehen Sie es ein kleines Stück, etwa ein bis zwei Zentimeter, zu den Spitzen. Dann bewegen Sie das Glätteisen wieder in die Ausgangsposition zurück und drehen es nun mit einer 180-Grad-Drehung in die andere Richtung - nach oben also. Diese Auf- und Abwärtsbewegung langsam fortführen und das Glätteisen zu den Spitzen bewegen.

Schritt 3 zu Carrie-Locken

Jetzt arbeiten Sie sich Strähne für Strähne vor bis zum Oberkopf.

Schritt 4 zu Carrie-Locken

Setzen Sie das Glätteisen horizontal am Oberkopf an und machen Sie dann eine 180-Grad-Drehung nach hinten. Nun ziehen Sie das Glätteisen ein Stück in die Richtung Ihrer Stirn. So bekommen Sie Volumen auch am Haaransatz. Machen Sie nun weiter wie in Schritt 2 beschrieben.

Schritt 5 zu Carrie-Locken

Nun sind Sie fast fertig. Lassen Sie die Haare auskühlen. Zum Schluss kämmen Sie die Haare noch einmal vorsichtig mit einer Paddle Brush durch. Fertig ist die Carrie-Locke – die "Summer Wave".

Locken-Trend: Charlottes Edellocken

In "Sex and the City" ist sie die Prinzessin, die Anstandsdame und die perfekte Lady - immer chic, immer edel. Ihre Locken trägt Charlotte in großen weichen Wellen - dem "Ribbon Curl". Die verleihen ihr Glamour und unterstreichen ihren edlen Look. Wir zeigen, wie auch Sie Ihr Haar edel in Schwung bringen.

Schritt 1 zu Charlottes Edellocken

Als erstes gilt auch hier: Bereiten Sie Ihr Haar mit einem Hitzeschutz vor und föhnen Sie es dann komplett trocken. Teilen Sie nun eine Haarpartie im Nacken ab und befestigen Sie den Rest mit einer Klammer oder einem Haargummi. Nun können Sie am unteren Hinterkopf mit einer Strähne beginnen.

Schritt 2 zu Charlottes Edellocken

Zum Lockenformen setzen Sie nun das Glätteisen am Haaransatz an und drehen es um 180 Grad. Diese Position behalten Sie bei, ziehen aber das Glätteisen langsam bis zu den Haarspitzen. Das machen Sie weiter - Strähne für Strähne - bis zum Oberkopf.

Schritt 3 zu Charlottes Edellocken

Hier setzen Sie das Glätteisen wieder vertikal an und ziehen es - ohne Drehung - ein Stück zu den Spitzen. Dann drehen Sie es um 180 Grad und führen es bis zu den Haarenden. So bleiben die Ansätze glatt und die Spitzen kringeln sich natürlich schön.

Schritt 4 zu Charlottes Edellocken

Für den Vorderkopf: Setzen Sie das Glätteisen schräg an, drehen Sie es um 180 Grad und ziehen Sie es nach hinten bis zu den Spitzen.

Schritt 5 zu Charlottes Edellocken

Zum Abschluss frisieren Sie die Locke leicht mit den Fingern auf - und fertig ist die edle Locke.

Locken-Trend: der "Undone-Look"

Und was ist diesen Sommer sonst noch Trend? Wir haben beim Experten nachgefragt. Sein Tipp: der "undone"-Look

Schritt 1 zu "undone"-Locken Alexander Dinter, Creative Director des internationalen Haarkosmetik-Labels La Biosthétique, dreht die Haare zunächst mit dem Lockeneisen auf dem Oberkopf zusammen und steckt sie in großen Schlaufen fest. Danach lässt der Stylist die Haare auskühlen.

Schritt 2 zu "undone"-Locken

Nach circa 10 Minuten werden die Locken wieder entclippt und wild auseinander gezupft.

Schritt 3 zu "undone"-Locken

Nun alle Haare mit der Rundbürste vorsichtig ausbürsten.

Schritt 4 zu "undone"-Locken

Zum Schluss Haare bei einzelnen Strähnen mit Zeigefinger und Daumen nach oben schieben, um den "Undone"-Effekt zu erhalten. Für mehr Struktur und Glanz Wachs einkneten.

Schritt 5 zu "undone"-Locken

Die Haare so zurechtzupfen wie es zum Look passt.

Locken-Basics

Naturkrause oder glatte Haare? Hier erfahen Sie, was Sie tun müssen, um Ihre Locken in Form zu bringen.

Locken wickeln

Wer nicht gerade schnurgerades Haar, sondern eine leichte Naturwelle hat, besorgt sich im Drogeriemarkt dicke Klettwickler und dreht die feuchten Haare in dünnen Strähnen bis in Ohrhöhe auf. Solche Wickler mit Kletten halten problemlos ohne Nadeln im Haar. Nach dem Trocknen die Locken mit einer Skelettbürste kräftig durchbürsten - und aus der leichten Naturkrause sind großzügige Wellen geworden.

Noch schneller gelingt das Lockenstyling, wenn Sie elektrische Heißwickler ins trockene Haar drehen und nach dem Auskühlen wieder rausnehmen. Dann dauert es nur zehn Minuten, und die Hollywood-Wellen sitzen perfekt.

Aber auch aalglatte Haare kringeln sich vom Feinsten, wenn man sie richtig wickelt - mit Papilloten (Schaumstoffrollen mit Drahtkern). Die gibt es in dünn für feines Haar und in dick für kräftiges. Damit werden alle Haare von oben nach unten eingedreht: zuerst die Seiten, dann der Hinterkopf und zum Schluss die Bahnen dazwischen. Wer mal kleine Krissellocken haben möchte, so eine Art Afro-Look der 60er Jahre, dreht die einzelnen Strähnen vor dem Wickeln mit den Fingern zu Kordeln auf. Auch Papilloten kommen ohne Haarnadeln aus - sie halten super, wenn man ihre Enden hochgebogen hat.

Sie sind gar nicht sicher, ob Ihnen Locken überhaupt stehen? Dann probieren Sie es am besten erst mal ohne Profiwickler und Papilloten aus, denn das Handwerkszeug ist nicht billig. Papiertaschentücher zum Beispiel lassen sich zu Papilloten umfunktionieren; einfach schräg aufrollen und im Haar zusammenknoten. Auch mit Babysöckchen klappt das wunderbar. Haarstyler (wie Heißwickler und Lockenstäbe) z. B. von Braun, Philips, Babyliss, Remington oder Wella.

Locken glänzend pflegen

Wer eine dicke Naturkrause hat, braucht keine Hilfsmittel, um Locken zu bekommen. Die Haare kringeln sich von ganz allein und sehen glänzend aus, wenn sie nach jeder Wäsche und auch mal zwischendurch eine Portion Öl bekommen. Zwischen den Händen verreiben und jede Strähne damit um den Zeigefinger zwirbeln. Sie können dafür ruhig Olivenöl oder ein anderes Naturöl nehmen, aber spezielle Haaröle und Pomaden haben den Vorteil, dass sie sich leichter wieder auswaschen lassen.

Alle Haare, die künstlich gelockt werden, brauchen natürlich auch Pflege. Aber eine, die das Haar nicht unnötig beschwert. Denn sonst haben sich die Locken schon nach kurzer Zeit wieder ausgehängt, und die ganze Arbeit war umsonst. Gut sind Volumenlotions oder -cremes mit Proteinen (Aminosäuren), die sparsam eingesetzt werden, im Haar bleiben und es leicht kämmbar machen. Die Schuppenschicht, die Hülle der Haare, schließt sich auch schon durch so eine leichte Kur, und das Haar kann glänzen.

Locken haltbar stylen

Während dicke Naturkrausen auf alles, was festigt, verzichten können, brauchen künstliche Locken Halt, damit sie mindestens einen Tag überstehen. Die beste Unterstützung bekommen sie durch eine Föhnlotion, die das Haar vor dem Eindrehen schön griffig macht und gleichzeitig vor Föhnhitze schützt.

Und zum Stylen der Locken ist ein ultrafeines Haarspray ideal. Am besten die Locken über Kopf nach vorn schütteln, großzügig von unten einsprühen und die Haare wieder nach hinten schütteln, fertig. Das können Sie im Laufe des Tages ruhig ein paar Mal wiederholen. Keine Angst, die Locken werden dadurch nicht hart und strohig. Solche feinen Haarsprays lassen sich abends mit einem grobzinkigen Kamm ganz einfach rauskämmen, und mit etwas Glück sind die Locken dann am nächsten Morgen noch so gut wie neu. Auch eine leichte Naturwelle kann ein wenig Styling-Hilfe gebrauchen. Sie kommt groß raus, wenn man ein Haargel oder einen Styling-Schaum für Locken zwischen den Händen verreibt und damit das handtuchtrockene Haar durchknetet.

Locken stufig schneiden

Zugegeben, von einem guten Schnitt sieht man wenig, wenn man Locken hat. Doch wichtig ist er trotzdem. Am schönsten fallen die Locken, wenn die Haare ab den Ohrläppchen stufig geschnitten werden. Denn wenn die Haare auf einer Länge sind, stehen sie meistens zeltartig ab. Auch wichtig: spätestens alle sechs Wochen die Spitzen schneiden lassen. Denn strohiger Spliss in den Enden lässt die ganze Lockenpracht glanzlos aussehen.

Locken schön gesteckt

Angesagt sind weiche Locken, die am Hinterkopf lässig aufgesteckt sind. Das klappt im Handumdrehen mit Naturkrausen: Das Haar mit Öl oder einer Allzweckcreme (z. B. von Nivea) durchbürsten, mit dem Handrücken rechts und links vom Scheitel Wellen anschieben und einen Pferdeschwanz binden. Den Pferdeschwanz einmal um das Gummiband drehen und rundherum mit langen Haarnadeln zum lockeren Tuff feststecken. Es hängen noch ein paar Strähnen raus? Gut so, dann sitzt die Trend-Frisur perfekt.

Produktion: Merle Rebentisch Text: Iris Bader Fotos: Charlotte Brambach, Warner Bros. Pictures., ghd Frisuren und Make-up: Sascha Wobido/M4 Motion
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