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Brüchige Haare Endlich Schluss mit Haarbruch

Brüchige Haare: Lächelnde Frau mit hellbraunen Haaren.
© Mimagephotography / Shutterstock
Brüchige Haare und nichts scheint zu helfen? Keine Panik, der Kurzhaarschnitt kann noch warten. Wir zeigen dir, wie du dein Haar reparieren kannst.

Brüchige Haare: Typische Ursachen

Manche Frauen leiden ständig unter Haarbruch. Andere können sich über robustes und gesundes Haar freuen. Woran liegt das? Brüchige Haare enstehen hauptsächlich durch folgende Faktoren:

  • Colorationen und Blondierungen: Veränderst du gerne deine Haarfarbe? Vorsicht, das ist jedes Mal eine kleine Strapaze für die Haarfaser. Bei Colorationen oder Bondierungen werden sogenannte Peroxide angewendet, die den Haarschaft aufspalten. Dadurch können die Farbpigmente erst verändert werden. Leider bleiben danach Risse in der Haarfaser zurück.
  • Mangelnde Pflege: Trockenes Haar wird schnell zu brüchigem Haar. Durch mangelnde Pflege fehlt den Haaren Elastizität. Sie werden starr und strohig und können äußeren Belastungen nicht standhalten. Statt nachzugeben, bricht die Haarfaser einfach ab.
  • Übermäßiges Hitzestyling: Hohe Temperaturen sind Gift für die Haare. Sie zerstören das Proteingerüst im Haar, was die Längen strohig und schlaff macht.
  • Der Haartyp: Auch der genetisch vorbestimmte Haartyp entscheidet darüber, wie schnell dein Haar abbricht. Dünne Haare sind durch ihren geringen Durchmesser weniger stabil und neigen daher verstärkt zu Haarbruch. Auch Naturlocken sind anfällig fürs Abbrechen, da die Haarfaser von Natur aus aufgeraut ist.
  • Die Haarlänge: Je länger das Haar, desto wahrscheinlicher ist Haarbruch. Die Spitzen sind oft besonders strapaziert und empfindlich. Je nach Haarlänge ist dieser Bereich bereits einige Monate (oder sogart Jahre) alt. Das bedeutet auch, dass die Längen bereits viel mitmachen mussten. Die Struktur ist daher geschwächt und besonders anfällig für Spliss oder Frizz.

Soweit zur Ursachenklärung. Was kannst du jetzt tun, um strohige Längen zu reparieren? Folgende Tipps unterstützen dich auf dem Weg zu einer glänzenden Traummähne.

Nehme Silizium ein

Je kräftiger die Haarfaser nachwächst, desto weniger musst du dich über kaputte Spitzen ärgern. Wissenschaftler fanden im Rahmen einer Studie aus dem Jahr 2008 heraus, dass die Einnahme des Mineralstoffs Silizium zu stärkeren und fülligeren Haaren führt. Silizium ist ein natürlicher Bestandteil unserer Haare und ist außerdem an vielen körpereigenen Stoffwechsel-Prozessen beteiligt.

Bei täglicher Einnahme von Silizium-Tabletten konnten sich die Teilnehmer der Studie über kräftigere und dichtere Haare freuen. 

Brüchige Haare: Nutze ein mildes Shampoo

Im nassen Zustand sind unsere Haare besonders empfindlich. Brüchige Haare brauchen deshalb unbedingt ein mildes Shampoo, welches das natürliche Feuchtigkeitslevel der Haarfaser bewahrt. Sonst wird das Haar starr und bricht schnell ab.

Am besten du verwendest ein mildes Shampoo ohne Sulfate, um strohige Haare zu reinigen. Sulfate sind chemische Reinigungssubstanzen, die stark entfettend wirken. Für empfindliche Längen sind Sulfate allerdings viel zu aggressiv. Entscheide dich stattdessen für ein Shampoo, das sogenannte Kokostenside enthält. Sie wirken rückfettend und entfernen sanft Schmutz, Stylingrückstände und Talg.

Ein sanftes Naturkosmetik-Shampoo ist besonders empfehlenswert, da hier auch keine anderen chemischen Inhaltsstoffe enthalten sind, die das Haar schwächen könnten.

Achte auf die richtige Intensivpflege

Um brüchige Haare schnell wieder gesund aussehen zu lassen, braucht es besonders viel Feuchtigkeit. Ein Conditioner und eine gute Haarmaske solltest du also unbedingt im Badezimmerschrank aufbewahren.

Der Conditioner wird nach jeder Haarwäsche aufgetragen und dient dazu, die Schuppenschicht der Haare zu glätten. Diese ist bei strohigen Längen oft aufgeraut, was kaputte Haare begünstigt. Durch den Conditioner glänzt das Haar stärker und lässt sich viel einfacher durchkämmen.

Mindestens einmal in der Woche braucht geschädigtes Haar zusätzlich eine richtige Intensivpflege. Der Conditioner reicht nämlich nicht aus, um tiefere Haarschäden zu reparieren, da er nur kurz auf dem Haar verbleibt. Gönne dir also unbedingt eine tiefenwirksame Haarmaske, die du 20 bis 30 Minuten einwirken lässt.

Tipp: Damit die Haarmaske noch intensiver wirkt, solltest du nach dem Auftragen eine Duschhaube überziehen und das Haar mit einem Handtuch umwickeln. Dabei entsteht Wärme, durch die sich die Schuppenschicht der Haare öffnet. Dadurch dringen die Inhaltsstoffe der Maske noch tiefer ein und kitten poröse Stellen.

Wer gerade keine Haarkur zur Hand hat, kann sich gerne in dem eigenen Küchenschrank umsehen. Olivenöl für die Haare lässt sich wunderbar als Haarmaske zweckentfremden.

Vermeide Silikone

Bye bye, Silikone! Diese chemischen Filmbildner verstecken sich in Shampoos, Schaumfestigern oder Leave-in Produkten. Sie dichten die Haarfaser ab, wodurch die Haare keine Pflegewirkstoffe mehr aufnehmen können. Durch den dicken Silikonmantel wird deine Mähne mit der Zeit nicht nur trockener, sondern auch schlaffer. Du bemerkst immer mehr Spliss und kaputte Spitzen. Außerdem geht das natürliche Volumen deiner Haare flöten.

Bei brüchigen Haaren ist es deshalb besonders wichtig, auf eine silikonfreie Haarpflege umzustellen. Achte also auf den Zusatz "silikonfrei" oder "ohne Silikone", wenn du dir ein neues Beauty-Produkt gönnst.

Trage täglich Haaröl auf

Um Trockenheit vorzubeugen, solltest du täglich ein gutes Haaröl ohne Silikone im Haar verteilen. Dafür eignen sich zum Beispiel Arganöl, Kokosöl oder Mandelöl. Die enthaltenen Fettsäuren legen sich wie ein schützender Film um die Haarfaser und versorgen die Haarfaser mit Vitaminen und Mineralstoffen. Das kräftigt die Haare und schenkt ihnen eine ganz neue Geschmeidigkeit.

Hier findest du heraus, welches Öl für die Haare am besten zu dir passt.

Setze auf Proteine

Öle liefern deinen Haaren Feuchtigkeit. Das ist wichtig, um die Haarfaser elastisch zu halten. Um Haare robust und stark zu machen, brauchen wir außerdem Proteine. Sie sorgen dafür, dass die Haarstruktur regeneriert wird. Proteinreiche Pflege-Produkte kitten vorhandene Risse in der Haarfaser, die durch Hitze, Haare färben oder UV-Strahlung entstanden sind. Das erhöht die Widerstandskraft deiner Haare und reduziert die Wahrscheinlichkeit vom Abbrechen.

Gönne dir also regelmäßig eine gute Protein-Haarkur oder buche ein Protein-Treatment beim Friseur deines Vertrauens.

Reduziere Hitze

Wie weiter oben bereits erwähnt, zählt Hitze zu den Hauptgründen von Haarschäden. Wer unter extrem brüchigen Haaren leidet, sollte deshalb dringend auf übermäßiges Hitzestyling verzichten. Gönne deinen Haaren doch mal eine siebentägige Ruhepause, in der du keine hohen Temperaturen einsetzt. Sie werden sich danach weicher anfühlen und stärker glänzen.

Das bedeutet: Die Haare an der Luft trocknen lassen und auf hitzefreie Stylingmethoden umsteigen. Das ist einfacher als gedacht! Hier zeigen wir dir zum Beispiel, wie du Locken ohne Hitze kreieren kannst.

Viele Beauty-Tipps findest du auch in unserer BRIGITTE Community!


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