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Bubikopf-Frisur Warum der Bubikopf immer geht

Eine Bubikopf-Frisur ist immer eine gute Wahl.
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Es gibt wohl kaum eine andere Kurzhaarfrisur, die wie der Bubikopf immer wieder im Trend liegt – und das schon seit vielen Jahrzehnten. Warum das so ist und wie man ihn zeitgemäß stylen kann, erfährst du hier.

Stars wie Tyra Banks, Gemma Arterton, Halle Berry oder Nicole Richie wissen es: Die Bubikopf--Frisur ist ein modisches Highlight unter den Kurzhaarfrisuren. Sie alle haben oder hatten zumindest mal einen Bubikopf und haben bewiesen, wie toll und trendig diese Frisur ist. Denn in vielen Köpfen gilt der Frisuren-Klassiker noch als altbacken und nicht mehr zeitgemäß – völlig zu Unrecht! Denn hinter der Frisur steckt der Look echter Stil-Ikonen und revolutionärer Feministinnen. Geht es heutzutage noch moderner?

Was ist eine Bubikopf-Frisur genau?

Der Bubikopf ist im Prinzip ein rund geschnittener Bob. Klassischerweise wird er kurz getragen und endet zwischen den Ohrläppchen und kurz vor dem Halsansatz. Die Frisur kann mit und ohne Pony getragen werden oder wird einfach einmal schräg rund um den Kopf geschnitten, sodass der Pony stufenlos in das Haupthaar übergeht.  

Geschichte der Bubikopf-Frisur im Schnelldurchlauf

1920, also vor über hundert Jahren, wurde der Bubikopf zu einer der beliebtesten Frisuren bei Frauen. Mit dieser Kurzhaarfrisur, die ganz bewusst etwas "Knabenhaftes" hatte, wollten sich Frauen auch optisch neu erfinden und definieren. Gesellschaftlich bahnte sich damals bereits eine wachsende Emanzipation der Frauen an, welche zunehmend selbstbewusster, eigenständiger und vor allem auch berufstätig wurden. Die "Neue Frau" wollte – angetrieben unter anderem durch die Darstellung in Magazinen – modern, sportlich und selbstbewusst wirken. Das zeigte sich neben den kurz geschnittenen Haaren auch in der Wahl der Kleidung. Pullover, kurze Röcken und Hosen sowie Seidenstrumpfhosen fanden Einzug in die Kleiderschränke. Allen voran: Modeschöpferin Coco Chanel. Neben der Bubikopf-Frisur waren auch der "Pagenkopf" und der sogenannte "Etonschnitt" beliebt – beide Frisuren mit kurzen Haare am Hinterkopf. 

Wem steht die Bubikopf-Frisur?

Der Bubikopf steht fast jedem/r. Besonders bei ovaler Gesichtsform wirkt die Frisur toll. Wenn du ein sehr rundes Gesicht hast, solltest du genau überlegen, ob es unbedingt ein Bubikopf sein muss, denn die Frisur macht das Gesicht optisch eher noch ein bisschen runder. Bedenken solltest du auch, dass die Bubikopf-Frisur nicht nur die Optik deiner Gesichtsform verändern kann, sondern auch deinen Hals betont.

Die Struktur deiner Haare spielt keine besondere Rolle. Egal ob dickes, dünnes oder feines Haar: Den Bubikopf kann man immer stylen. Feines Haar profitiert durch diese Frisur am meisten, denn sie kann dem Haar bei richtigem Styling viel Fülle und Volumen verleihen.

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Die Bubikopf-Frisur: Wie sie getragen werden kann

Der typische Bubikopf-Schnitt zeichnet sich durch eine sogenannte "graduierende Technik" aus. Die Frisur ist klassischerweise rund geschnitten, in der Länge variierend, aber maximal bis zur Höhe der Ohren. Traditionell war der Bubikopf vor allem glatt.

Heute wird der Bubikopf kaum noch in der klassischen Version getragen. Stattdessen finden sich viele moderne Variationen, die es möglich machen, dass der Bubikopf von nahezu jedem/r getragen werden kann. Ein Bubikopf geht also immer!

Bubikopf: glatt oder gewellt?

Während der Bubikopf damals vorwiegend glatt getragen wurde, finden sich heutzutage viele Versionen des Klassikers mit Wellen oder gar Locken. Das nimmt dem Bubikopf ein wenig Strenge und Maskulinität. Damit Bubikopf auch Bubikopf bleibt, ist es nur wichtig, dass das Gesicht von möglichst viel Symmetrie gerahmt wird. Widerspenstige Haare sollten gebändigt werden.

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Bubikopf: kurz oder lang?

In den 1920ern wurde der Bubikopf vornehmlich kurz getragen. Das hieß: nicht länger als bis zu den Ohrläppchen. Doch nach und nach fanden sich Varianten, die ein Stückchen länger waren. Und das ist auch die Art Bubikopf-Frisur, die heute sehr beliebt ist und dem Bob ähnlich ist. Um den Bubikopf-Charakter zu erhalten, solltest du die Frisur maximal auf Kinnlänge wachsen und regelmäßig nachschneiden lassen. 

Bubikopf: mit oder ohne Pony?

Bei dieser Frage geht es um die persönlichen Vorlieben, denn ein Bubikopf kann mit oder ohne Pony getragen werden. Nicht außer Acht lassen, solltest du bei dieser Entscheidung deine Gesichtsform. Für längliche, schmale Gesichter ist ein Pony sicher eine gute Wahl. Bei eher runder Gesichtsform solltest du lieber eine Version ohne Pony in Erwägung ziehen. Auch hier gilt: Die Frisur sollte möglichst akkurat geschnitten sein. Regelmäßiges Nachschneiden ist Pflicht.

Bubikopf: Mittel- oder Seitenscheitel?

Auch hier ist beides möglich und du solltest darauf achten, was besser zu deinem Gesicht passt. Ein tiefer Seitenscheitel wirkt meist etwas moderner und lockerer als ein akkurater Mittelscheitel.

Bubikopf: Geht's auch wild?

Klar! Der Bubikopf 2.0 darf auch mal widerspenstig und wild gestylt werden. Besonders kurze Versionen mit tiefem Seitenscheitel sehen toll aus, wenn sie etwas fransig (ja, das geht auch beim Bubikopf mal!) geschnitten werden und einzelne Strähnen in das Gesicht fallen. Für den Abend kannst du diesen Look zum Beispiel mit im Haar befestigten Strasssteinen oder einer auffälligen Spange noch glamouröser machen.

Besonders modern und crazy wird es, wenn du den Bubikopf mit einem Undercut kombinierst. Hierfür werden die seitlichen Haarpartien auf ungefähr 2 Millimeter runter rasiert und dann von den längeren Haarsträhnen umspielt. Einen lässigen Strubbellook erreichst du, indem du Stylingwachs in das längere Haar einarbeitest. Das Ergebnis ist ein auffälliger, mutiger Look, mit dem du garantiert einen tollen Auftritt hast.

Bubikopf vs. Pixie Cut – Was ist der Unterschied?

Vielleicht fragst du dich jetzt, was den Bubikopf vom ebenfalls sehr angesagten Pixie Cut unterscheidet. Und in der Tat sind sich beide Kurzhaarfrisuren recht ähnlich. Der Unterschied liegt vor allem in der Variation verschiedener Haarlängen. Während man beim Bubikopf um ein Mindestmaß an Symmetrie bemüht ist, ist ein Hauptmerkmal des Pixie Cuts, dass die Haare am Oberkopf wesentlich länger sind als an Seiten und Hinterkopf. Gemeinsam haben diese beiden Frisuren die Kürze, während der Bubikopf jedoch auch in längeren Versionen – wie oben beschrieben – vorkommt.

Die Übergänge zwischen verschiedenen Kurzhaarfrisuren wie Bubikopf, Bob, Pagenschnitt oder Pixie Cut sind ohnehin fließend. Während der Bubikopf eine Version des Bobs ist und der Pixie Cut im Prinzip ein Bubikopf mit längeren Haaren am Oberkopf, ist der Pagenschnitt ebenfalls eine Variante des Bobs, die Bubikopf und Pixie Cut sehr ähnlich sieht, jedoch am Hinterkopf extrem kurz geschnitten ist.

Brigitte

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