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Haircare Das passiert wirklich, wenn du mit nassen Haaren schläfst

Frau unter der Bettdecke: Das passiert wirklich, wenn du mit nassen Haaren schläfst
© Jacob Lund / Adobe Stock
Manchmal ist abends nach dem Duschen einfach keine Zeit mehr zum Haareföhnen, und wir gehen mit nassen Haaren schlafen. Das sorgt aber nicht nur für Chaos auf dem Kopf, sondern kann auch andere unerwünschte Folgen haben.

Hat deine Oma auch immer gesagt, dass du bloooß nicht mit nassen Haaren ins Bett gehen sollst, weil du dir dann auf jeden Fall eine Erkältung einfängst? Auch wenn unsere Großeltern (fast) immer recht haben – in diesem Fall stimmt es nicht. Denn ja: Es kann unserer Gesundheit schaden, wenn wir mit nassen Haaren in die Federn springen, aber nicht unbedingt in Form einer Erkältung. Denn die wird schließlich von Viren ausgelöst und nicht von nassen Haaren. Welche unliebsamen Nebeneffekte eine Nacht mit nassen Haaren haben kann, erfährst du hier.

Deshalb solltest du lieber nicht mit nassen Haaren ins Bett gehen

1. Deine Haare können abbrechen

Der erste Grund, aus dem du es lieber vermeiden solltest, mit frisch gewaschenen Haaren schlafen zu gehen, ist ein vorwiegend kosmetischer: Im nassen Zustand sind unsere Haare am empfindlichsten. Das heißt, die Gefahr für Kletten, Knoten und Haarbruch ist hier am größten. Vor allem, wenn du im Schlaf den Kopf auf dem Kissen hin- und herdrehst, kann dein Haar darunter leiden.

2. Pilze, Bakterien + Co. haben leichtes Spiel

Mit nassen Haaren – oder genauer gesagt: mit nasser Kopfhaut – bieten wir Pilzen, Bakterien und anderen Erregern den perfekten Nährboden. Besonders in Kombination mit unserem Bett und Kopfkissen ist das Risiko für Infektionen durch die Wärme und Feuchtigkeit groß. Eine Studie hat nachgewiesen, wie viele Pilze sich unbemerkt in unseren Betten tummeln. Wenn dann noch die nasse Kopfhaut dazukommt, kann das leicht zu Schuppen, Ekzemen oder anderen Hauterkrankungen führen.

Wenn es nicht anders geht: So schützt du deine nassen Haare beim Schlafen

Falls es sich aber mal gar nicht vermeiden lässt, dass du direkt nach dem Duschen ins Bett hüpfst, weil du keine Zeit (oder ganz einfach keine Lust) auf Föhnen hast, gibt es ein paar Dinge, auf die du achten kannst. So kannst du das Risiko für die genannten Gefahren zumindest minimieren:

  • Die wichtigste Regel lautet: Je trockener deine Haare sind, desto besser sind sie geschützt. Hier zählt jede Minute. Wenn du also noch einen Moment warten kannst, in dem deine Haare zumindest ein bisschen (Luft-)trocknen können, tust du ihnen damit auf jeden Fall einen Gefallen. Am besten entwirrst oder kämmst du sie auch sehr vorsichtig, bevor es ins Bett geht. So verkletten sie nicht so leicht.
  • Ein Geheimtipp von Beauty-Expert:innen: Kissenbezüge aus Seide. Die Naturfaser sorgt dafür, dass Haut und Haare weniger austrocknen als auf Bettwäsche aus Baumwolle und Co. "Ein Kissenbezug aus Seide oder Satin sorgt dafür, dass das Haar sanft über die Oberfläche gleitet, wenn wir uns im Schlaf drehen", erklärt Hairstylistin Miko Branch gegenüber "mindbodygreen". "Anders als bei Baumwolle gibt es so viel weniger Reibung, die zu Haarbruch und Co. führen kann." Auch die natürlichen Öle bleiben durch einen Kopfkissenbezug aus Seide besser erhalten.
  • Kokosöl kann außerdem das Haar vor dem Abbrechen schützen. Massiere am besten nach dem Waschen ein wenig Öl in die Längen – es legt sich dann wie eine Art Schutzfilm um die äußere Schuppenschicht der Haare. So verhindert das Öl, dass dein Haar zu viel Wasser aufnimmt – denn das überschüssige Wasser macht die Haare im nassen Zustand letztlich so empfindlich.
  • Einen ähnlichen Effekt haben Conditioner: Die Wirkstoffe der Spülungen schützen die Haare und sorgen so für weniger Haarbruch, Kletten und Co.

Verwendete Quellen: mindbodygreen.com, healthline.com

mbl Brigitte

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