Dieser Trend sorgt für Haare wie von der Sonne geküsst

Nach den "Ombré"-Farbverläufen mit ihren hellen Spitzen kommt der nächste Trend: "Ecaille" heißt er und lässt die Haare wie von der Sonne geküsst aussehen.

Paris ist die Heimat des neuen Looks, der sich gerade seinen Weg in die Salons internationaler Metropolen bahnt - und das Zeug zum absoluten Liebling hat. "Ecaille" wird er genannt, das ist Französisch für Schildpatt und beschreibt den Multi-Ton-Look ziemlich gut: Gefärbt werden Strähnen von hellen Haselnuss-Tönen über satte Karamell-Nuancen bis hin zu honigblonden highlights, und ein sanfter Verlauf der warmen Farben, die vom Ansatz bis zu den Spitzen hin heller werden, gibt dem Haar viel Tiefe.

Sarah Lombardi hat sich die Haare geschnitten

Oben dunkler, unten Hell: Das klingt doch wie der Farbtrend "Ombré" aus dem letzten Jahr?!

Beide Looks sind sich in der Tat ähnlich. Bei "Ecaille" (oder auch dem Oberbegriff Balayage) wird jedoch mit noch mehr verschiedenen Tönen gearbeitet, um einen weicheren Farbverlauf zu erzielen. Das Wechselspiel von hellen Highlights und satten tieferen Tönen wertet jede Haarfarbe auf und lässt sie so richtig schön leuchten. Und während bei "Ombré"-Looks aufgehellte Spitzen typisch sind, die sich deutlich vom Rest der Farbe absetzen, sucht man richtig helle Highlights bei "Ecaille" vergebens. Der Look soll eben möglichst nicht "gemacht" wirken. Und da sehr starke "Ombré"-Styles oft nach rauswaschender Farbe aussehen, wird "Ecaille" bereits als anspruchsvollere "Mehr Klasse"-Version gefeiert - quasi als große Schwester von "Ombré".

Und wie funktioniert diese "Ecaille"-Färbetechnik?

Genau genommen ist es gar keine Färbetechnik, sondern ein neuer Farbtrend. Die Strähnen werden nicht mit Folien ins Haar gebracht, sondern freihändig vom Friseur aufgepinselt. So bekommt man die typischen, besonders soften, absolut unkünstlich wirkenden Übergänge - und genau das fasziniert die Beauty- und Mode-Branche so sehr, schließlich setzen die Designer auf allen Fashion Weeks vermehrt auf Natürlichkeit. Ein Trend, den auch Colorist Andreas Kurkowitz aus Berlin bestätigt: "Wenn man neue Farbtechniken mit älteren vergleicht, stellt man einen riesigen Unterschied fest: In den letzten Jahren wurden Farben eher plakativ eingesetzt. Die neuen Töne dagegen sind wesentlich transparenter und wirken viel natürlicher."

Funktioniert das mit jeder Haarlänge?

Da die Übergänge fließend sind, sieht "Ecaille" in langen wie auch in kurzen Haaren toll aus. Und das Beste: Durch die verschiedenen Nuancen, die mit der eigenen Haarfarbe vermischt werden, kann man es leicht rauswachsen lassen.

Und wie bleiben die Farben möglichst lange schön?

"Direkt nach der Behandlung sollte man die Haare für 24 Stunden nicht waschen", rät Colorist Andreas Kurkowitz. "So haben die Pigmente ausreichend Zeit, sich im Haar festzusetzen. Zudem empfehle ich sulfatfreies Shampoo, einen Farb-Conditioner sowie eine wöchentliche Haarkur." Denn: Wenn die gefärbten Haare ungefärbt aussehen und richtig schön glänzen, kommt "Ecaille" perfekt zur Geltung.

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