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Festes Shampoo 5 Fragen, die sich jeder stellt – wir haben die Antworten

Festes Shampoo
© Irina Lavrishcheva / Shutterstock
Feste Shampoos erobern langsam aber sicher den Markt – und unsere Badezimmer. Aber sind sie überhaupt "besser" als normale Shampoos, wie verwendet man sie richtig und für wen sind sie geeignet? Wir haben eine Expertin gefragt.

Shampoo ist nicht gleich Shampoo – das können wir vermutlich alle bestätigen. Oft geht es beim Haarewaschen auch um das Gefühl dabei und danach. Deshalb tun sich manche bei der Wahl der Haarpflege auch ziemlich schwer. Liebäugelt ihr schon länger mit einem festen Shampoo, habt euch aber bisher nicht getraut? Das ändern wir! Sabine Müller, Teamleitung Produktentwicklung Präparativ bei Logocos, klärt alle Fragen, die wir uns alle stellen.

Was ist der Unterschied zum normalen Shampoo?

Das Wesentliche ist das Fehlen von Wasser in der Herstellung. Bei festen Shampoos werden die Inhaltsstoffe zusammengemischt und gepresst. So spart man bei der Herstellung einen Großteil an Wasserverbrauch. Bei der Haarwäsche mit festen Shampoos wird das Wasser logischerweise bei dem Waschvorgang beigefügt und kann dann ebenso effektiv die Kopfhaut und Haar reinigen. Die Inhaltsstoffe bleiben überwiegend gleich und so behalten unsere festen Shampoos ihre reinigende aber vor allem auch ihre Pflegewirkung bei! 

Ein weiterer Vorteil der festen Shampoos sei auch das Wegfallen von Plastik. Bei SANTE werden die festen Haarshampoos in Altpapier aus 100% recycelten Fasern verpackt, andere Marken verpacken sie wiederum gar nicht. Das bedeutet für uns im Umkehrschluss, dass wir bei der Lagerung ein besonderes Auge auf das Produkt haben müssen.

Wie verwendet man festes Shampoo?

Die richtige Anwendung ist immer der Schlüssel zum Erfolg – das wissen wir wohl alle. Vor allem bei festen Shampoos solltet ihr deshalb unbedingt auf eine richtige Anwendung achten:

Man feuchtet das Shampoo etwas unter der Dusche an und sorgt dafür, dass auch die Haare gut durchfeuchtet sind. Nun kann man das feste Shampoo in den Händen aufschäumen und im Haaransatz und auf der Kopfhaut verteilen. Du kannst es auch direkt im Haar aufschäumen oder ein Seifensäckchen zur Hilfe nehmen. Man kann sich hier ausprobieren und seine eigene Technik entwickeln, die für einen selbst am besten passt.

Achtet vor allem darauf, dass ihr das Shampoo gezielt auf der Kopfhaut und dem Ansatz auftragt und einmassiert – genau wie bei normalen Shampoos. Das schont die Längen und Spitzen, die werden nämlich mit dem herunterlaufenden Schaum sanft gereinigt.

Wie lagert man festes Shampoo?

Bei der Aufbewahrung ist es wichtig, darauf zu achten, dass an die Shampoos genügend Luft kommt und sie abtropfen können, da sie sonst aufquellen können. Dafür eignen sich beispielsweise Luffaschwämme. Aber auch in einem Seifensäckchen lässt sich das feste Shampoo optimal trocknen und aufbewahren.

Tipp: Wer mehrere kleine Shampoo-Reste hast, der kann sie in einem Seifensäckchen problemlos sammeln.

Alternativ könne man in einer Seifenschale ein Murmel- oder Kieselbett anlegen und darauf das feste Shampoo platzieren – nicht nur praktisch, sondern auch stylisch.

Für welche Haartypen ist festes Shampoo geeignet?

"Dabei gibt es keine festen Regeln. Da feste Shampoos dieselben Pflegewirkungen wie flüssige Shampoos haben, können alle Haartypen die festen Produkte ebenso wie die flüssigen verwenden", erklärt Sabine Müller. Schaut beim Kauf einfach genau darauf, für welche Haarprobleme das jeweilige Produkt geeignet ist und wählt so das Passende aus.

Warum ist festes Shampoo noch so unbekannt?

Laut Müller würden sich viele Leute vor dem Gedanken an festes Shampoo sträuben. Logisch, der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier. Viele Jahre waren Flüssig-Produkte das Go-To-Produkt – eine Alternative gab es gar nicht.

Hinsichtlich der nachhaltigen Aspekte werden feste Reinigungsprodukte heute auch mit ins Bild genommen. Besonders junge und nachhaltig-bewusst lebende Menschen wollen hier umstrukturieren. Feste Shampoos sind tatsächlich eine Weiterentwicklung, da es zuvor nur Seifen gab, die aber keinen stark pflegenden Effekt haben und in erster Linie nur reinigen – wie eine Handseife. Man verbindet auch heute noch das Produkt mit mehr Aufwand. Tatsächlich ist es nur eine Frage der Umgewöhnung.

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