Geheimratsecken: Frisuren zum Kaschieren und die besten Mittel gegen Haarausfall

Geheimratsecken kannst du mit bestimmten Frisuren gut kaschieren. Und welche Mittel wirklich gegen Haarausfall helfen, erfährst du hier. 

Ursachen für Geheimratsecken

Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. So können zum Beispiel Eisenmangel oder generell Mangelerscheinungen, Stress oder bestimmte Medikamente zum Ausfall führen. Laut dem Deutschen Endokrinologischen Versorgungszentrum (DEVZ) in Frankfurt am Main entstehen jedoch etwa 95 Prozent der Haarausfälle durch eine androgenetische Alopezie (anlagenbedingter Haarausfall). Davon sind sowohl Männer als auch Frauen betroffen, wobei das Phänomen deutlich häufiger bei Männern auftritt.

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Androgenetischer Haarausfall: das steckt dahinter

Beim androgenetischen Haarausfall sind die Haarfollikel gegenüber dem Dihydrotestosteron (DHT), das aus dem männlichen Sexualhormon Testosteron stammt, überempfindlich. Das führt dazu, dass sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt und sie rascher ausfallen.

Häufig tritt der erblich bedingte Haarausfall zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf, ist aber auch schon früher möglich. Ob es sich um einen erblichen oder nicht-erblichen Haarausfall handelt, kann der Dermatologe mit einem Trichogramm herausfinden. Bei dieser Haaruntersuchung werden etwa 50 bis 100 Haare gezupft und die Haarwurzeln unter dem Mikroskop untersucht. Anhand der Ergebnisse kann der Arzt Rückschlüsse auf die Ursache ziehen.  

Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Bei Frauen lichtet sich meist nur das Haupthaar, während sich bei Männern die Haare zunächst an den Schläfen lichten und es so zu den Geheimratsecken kommt. Langsam kann sich eine Stirnglatze entwickeln, gefolgt von schütter werdendem Haar am oberen Hinterkopf. Letztendlich vergrößern sich die kahlen Stellen und werden zu einer Glatze.

Aber: Der Verlauf ist nicht für jeden so vorgezeichnet, d. h. nicht bei jedem Betroffenen entwickelt sich am Ende wirklich eine Glatze!

Geheimratsecken: das kannst du tun

Ein Weg zum Kaschieren von Geheimratsecken ist, eine Frisur zu tragen, die die kahlen Stellen nicht betont bzw. davon ablenkt. Hier findest du einige Beispiele:

Geheimratsecken: wirksame Mittel

Wem Kaschieren zu wenig ist, kann auf andere Möglichkeiten setzen. Viele Mittelchen versprechen mit den unterschiedlichsten Stoffen zwar dem Haarausfall entgegenzuwirken, doch die wenigsten helfen wohl wirklich – zumindest nicht bei einer erblich bedingten Ursache. Es gibt jedoch Methoden und Mittel, die bei Geheimratsecken helfen können.

Minoxidil

Der Wirkstoff Minoxidil kommt eigentlich in einem Blutdruckmedikament vor und hat als Nebenwirkung eine haarfördernde Wirkung. Es regt also das Haarwachstum an und kann den Haarausfall verlangsamen. Der Wirkstoff wird als Schaum oder Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen – und zwar täglich. Ansonsten lässt die Wirkung nach! Eine Garantie für die Wirkung ist jedoch nicht gegeben, so kommen laut klinischen Studien etwa zehn bis 20 von 100 Behandelten mit dieser Behandlung zu einem akzeptablen Ergebnis. Als Nebenwirkungen können u. a. Juckreiz und Rötungen der Haut auftreten. Minoxidil kommt bei Frauen und Männern zum Einsatz.

Finasterid

Der Wirkstoff Finasterid hemmt die Produktion des Dihydrotestosterons und wirkt so gegen den Haarausfall. Wird das Mittel abgesetzt, endet auch die Wirkung. Nicht zu unterschätzen sind die Nebenwirkungen, die bei dem verschreibungspflichtigen Mittel auftreten können, unter anderem Verlust der Libido, Erektionsprobleme und Schlafstörungen.

Für beide Wirkstoffe gilt: eine bereits vorhandene Glatze lässt sich nicht rückgängig machen! Während Minoxidil von Frauen und Männern angewandt werden kann, ist Finasterid nur für Männer geeignet. Gerade bei schwangeren Frauen könnte es sonst zu Fehlbildungen des Fötus kommen.

Haartransplantation

Greifen Medikamente nicht oder möchten Betroffene solche nicht langfristig einnehmen, kommt unter Umständen auch eine Haartransplantation infrage. Kahle Stellen können so aufgefüllt werden, indem eigene Haarfollikel vom hinteren Kopfbereich entnommen und auf die ausgedünnten Bereiche umverteilt werden. Die Kosten liegen in der Regel bei mehreren tausend Euro, können aber nicht pauschal benannt werden, sie hängen letztendlich ab von der Haarstruktur, der Menge der Haarfollikeleinheiten (Grafts genannt) und der Klinik.

Übrigens: In der Brigitte Community kannst du dich mit anderen z. B. über medizinische Haarprobleme austauschen. Du vermutest andere Ursachen als androgenetischer Haarausfall? Hier findest du noch mehr Haarausfall-Ursachen

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