Haare: glänzend gepflegt

Ob kurz oder lang - schönes Haar, das wie ein Spiegel das Licht reflektiert, wünscht sich jede. So geht alles glatt.

Spezial-Spülung

Rückstände von Stylingprodukten machen das Haar stumpf. Wer täglich stylt, sollte etwa einmal pro Woche ein Peeling-Shampoo (z. B. von Swiss-o-Par) verwenden - besonders bei feinem Haar. Auch Kalkreste aus Leitungswasser überziehen das Haar mit einem Grauschleier. Prima sind dann Spülungen aus klärendem Apfelessig, tonisierendem Rosen- oder kopfhautberuhigendem Lavendelessig (z. B. "Blüten-Kräuter-Essig-Lotionen" von Tautropfen). Der Essiggeruch verfliegt ganz schnell.

Sarah Lombardi hat sich die Haare geschnitten

Schön gesund

Nur wenn die tannenzapfenartige Schuppenschicht anliegt, können Haare das Licht widerspiegeln, wobei dunkles und glattes Haar mehr schimmert als helles, lockiges - bei roten Strähnen liegt die Glanzkraft genau dazwischen. Pflegeprodukte, die Feuchtigkeit binden, können feinste Risse der Haaroberfläche kitten (z. B. "Rekord-Glanz Spray Kur Oil Repair" von Garnier Fructis oder "Elvital Nutri-Gloss Sofort-Aufbau- Kur" von L'Oréal Paris). Beim Styling lässt sich mit Glanzsprays, -creme oder -fluids (z. B. "The Shine" von Paul Mitchell oder "Got2b Glanzstück" von Schwarzkopf) schöner Schein zaubern. Die gibt es auch speziell für Brünette mit warm schimmerndem Karamellextrakt (z. B. "Brilliant Brunette Shine Sensation Glosser" von John Frieda) oder für Blondinen mit pflegender Kamille (z. B. "Farbglanz Kamille Glanz Finish" von Guhl).

Glatt gestriegelt

Gut sind antistatische Bürsten mit abgerundeten Naturborsten, zum Beispiel Wildschweinborsten. Flache Paddlebürsten (z. B. von Marlies Möller) striegeln das Haar sanft glatt und lassen es seidig schimmern.

Professionelle Glanzleistung

Neu sind farblose Intensivtönungen (z. B. von L'Oréal Professionnel, Sebastian oder Redken): Sie verändern nicht den Ton, sondern bringen das Haar mit einer Art Glanzlack aus Polymeren oder speziellen Pflegewirkstoffen zum Schimmern - wochenlang. Für frisch gefärbtes Haar gibt es Glanz-Treatments, die es ebenfalls mit Polymeren überziehen und zudem die Farbe versiegeln (z. B. "Reflection"-Pflegeritural von Kérastase) - hält etwa drei Wäschen.

Lieber nicht!

Haare nicht trocken rubbeln, sondern nur sanft ausdrücken. Und nicht zu heiß föhnen. Glanz-Tipp von Promi-Friseur Frédéric Fekkai aus New York: Um die Schuppenschicht zu glätten, lieber nicht gegen die Haarwuchsrichtung föhnen, sondern am besten vom Ansatz zu den Spitzen.

Beauty-Test: Haarglanz

Spülung, Kur oder Spray: Womit schimmert das Haar wohl am schönsten? BRIGITTE-Kosmetikredakteurin Melanie Grimsehl hat die unterschiedlichen Methoden ausprobiert.

Glanz-Spray: Mein Favorit! Funktioniert einfach auf Knopfdruck, ohne dass man das Haar vorher waschen muss - und gibt einen tollen Glanz. Allerdings darf man nicht zu viel nehmen, sonst sieht's schnell fettig aus.

Essigspülung: Die Mischung aus einem Esslöffel Essig mit 1?4 Liter Wasser lässt mein Haar schön glänzen. Wer es in der Dusche ausprobiert, sollte farblosen Essig nehmen - sonst färben sich die Fußsohlen dunkel.

Leave-in-Kur: Schon beim Verteilen der angenehm duftenden Creme im handtuchtrockenen Haar sehe ich feine Glanzpartikel leuchten - nach dem Trocknen bleibt davon allerdings nur noch ein zarter Schimmer.

Foto: Lars Matzen Stills: Alan Ginsburg Illustration: Armin Metzger Text: Marina Knippel
Themen in diesem Artikel