Mützen: Tipps gegen fliegende und platte Haare

Schön warm hält sie ja, so eine wollige Kopfbedeckung. Aber Mützen und Haare vertragen sich nicht immer gut. Wie ihr fliegende Haare, platte Ponys und angepappte Ansätze vermeidet.

Skandal! Mütze erdrückt Frisur

Ein Großteil unserer Körperwärme geht über den Kopf verloren. Schlau also, das Haar im Winter mit warmer Wolle zu bedecken. Das Ganze hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: die Frisur. Oder eher die Nichtfrisur beim Abnehmen der Mütze. Entweder ist das Haar extrem an den Ansatz geklatscht (Trappermütze mit Ohrenklappen), hat eine Tragedelle auf halber Länge (Baskenmütze & Co) oder fliegt und knistert (Kunststoff- oder Fleecemütze). Also: frieren oder ärgern - was tun? Hier ist unsere Problemvermeidung in fünf Phasen.

Phase 1: Ihr habt noch keine Mütze?

Greif zu großen Modellen, die locker fallen und dem Haar viel Platz lassen. Baskenmützen sind gut, wenn sie am Rand leicht verstärkt sind, also etwas abstehen und das Haar nicht von oben platt auf die Kopfhaut drücken. Der ideale Mützenstoff ist Wolle, wenn es darum geht, Feuchtigkeit von außen abzuhalten. Baumwolle schützt vor allzu starker Aufladung (und Fliegehaar). Wer ein Trendteil aus Polyamid shoppt, kann statisch aufgeladenen Haaren entgehen, wenn ein leichtes Futter aus echter Seide in die Mütze eingenäht ist.

Phase 2: Winterliche Pflege-Offensive

Nach dem Waschen immer einen Conditioner benutzen, der hilft, die Feuchtigkeit im Haar zu bewahren. Denn nicht nur, dass Mantelkragen und Mützen an den Haaren reiben und deren Schutzschicht "öffnen", auch Winter-Witterung lässt Haare aufquellen. Die Folge: Feuchtigkeit kann verdunsten, die Mähne fliegt und wird spröde. Empfehlenswert ist deshalb alles, was Feuchtigkeit spendet. Und ein Styling bevorzugen, das sich schon wie Pflege anfühlt, wie etwa Haarcreme, Haaröl oder Anti-Frizz-Serum.

Phase 3: Styling anpassen

Besonders bei feinen Flusen ein Volumen-Spray ins handtuchtrockene Haar sprühen und es bei mittlerer Wärmestufe föhnen. Dabei Strähnen im 90-Grad-Winkel zur Kopfhaut halten und die Haare ruhig kreuz und quer, also in die Gegenrichtung, frisieren. Beispiel: Wer einen Seitenscheitel immer auf der linken Seite trägt, föhnt das Haar für mehr Stand erst mal auf die rechte, zum Schluss erst wieder auf die linke Seite. Anschließend einen erbsengroßen Klacks Frisiercreme gut in den Handflächen verreiben und ganz leicht über das Haar streichen. Alternative bei feinem Haar: wenig Haarspray in die Handflächen sprühen und dann über den Kopf streichen. Alle anderen Styling-Produkte besser erst im Büro einsetzen, sie könnten durch die Wärme unter der Mütze verkleben.

Phase 4: Mütze aufsetzen

Dabei gilt: am besten von hinten nach vorn vorgehen und vorher das Haar noch kurz mit den Fingern nach oben schieben. Auf diese Art bleiben dem Pony unerwünschte Plattheiten erspart. Soll der jedoch aus Styling-Gründen ganz glatt sein, die Mütze senkrecht von oben aufsetzen.

Phase 5: Mütze ab - die Frisur danach

Allererster Schritt: mit den Fingern von unten ins Haar greifen und die Haare nach oben kneten. Aufgeladenes Fliegehaar mit einer Holz- oder Naturborstenbürste kämmen. Platte Ponys liftet Trockenshampoo: von unten nach oben einsprühen und mit den Fingerspitzen einmassieren. Zuletzt Styling-Creme oder ein leichtes Haaröl in den Handflächen verteilen, durch und über das Haar streichen; gern auch einzelne Strähnen zwirbeln und zu Wellen legen. Tipp bei Krisselhaaren und Dellen im Haar: Hitzeschutzspray einsprühen und mit dem Haarglätter zumindest das Deckhaar anlegen.

Text: Angela Schöneck
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