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Expertin klärt auf: Warum "Ausfetten" Unsinn ist und wir in Quarantäne Schuppen bekommen

Haare Ausfetten lassen
© Jan Cieplik / Shutterstock
Haare ausfetten lassen in Quarantäne? Klingt eigentlich gut. Das wird allerdings nicht viel bringen – eine Expertin verrät, warum.

Viele von uns haben sich in Quarantäne gedacht, dass das doch eine prima Gelegenheit wäre, um die Haare mal richtig ausfetten zu lassen – auch wir. Dass das allerdings gar nicht funktioniert, wissen die wenigsten.

Haare ausfetten lassen – bringt das was?

Dr. Patricia Ogilvie, dermatologische Beraterin von Head & Shoulders, erklärt: "Dass das sogenannte Ausfetten der Schonung der Kopfhaut dient, gehört in die Welt der Beautymythen. Die Kopfhaut wird durch die richtigen, an Haut- und Haartyp angepassten Shampoos und Spülungen nicht angegriffen oder ausgetrocknet." Unsere Kopfhaut denkt nicht, sie kann sich also nicht daran gewöhnen, weniger gewaschen zu werden.

Wie oft man seine Haare waschen muss, hängt vielmehr davon ab, welche Haarstruktur und welchen Kopfhaut-Typ wir haben. Bei stark fettendem Haar ist es nicht unbedingt eine gute Idee, die Haare zwei Wochen nicht zu waschen, es ist unhygienisch. "Mit 'Ausfetten' tut man nicht nur seiner Umgebung, sondern auch sich selbst keinen Gefallen, da ungepflegte Kopfhaut und fettiges Haar sich auch negativ auf die eigene Stimmungslage auswirken. Das kann gerade in dieser Ausnahmesituation niemand wirklich gut gebrauchen", erklärt Dr. Patricia Ogilvie. Da können wir nur zustimmen, oder habt ihr euch mit fettigen Haaren schon mal richtig gut gefühlt?

Neben fettigen Haaren haben wir in Quarantäne allerdings auch oft mit Schuppen zu kämpfen. Vielleicht habt ihr sogar schon selbst festgestellt, dass ihr auf einmal Schuppen habt? 

Wenn man sich für längere Zeit in geschlossenen Räumen aufhält, kann vermehrtes Kopfhautjucken auftreten.

Der Grund dafür ist unter anderem die trockene Raumluft, welche die Kopfhaut austrocknet. Die Folge sind oft frühe Anzeichen von Schuppen wie Juckreiz, Trockenheit, Irritationen und fettige Kopfhaut sowie die Entstehung sichtbarer Schuppen. Genau deshalb sei es wichtig, dass wir unser Haar (und die Kopfhaut) regelmäßig und effektiv pflegen. Stylingprodukte können unsere trockene, gestresste Kopfhaut außerdem zusätzlich beanspruchen (ja, wir reden mit dir, Trockenshampoo!). 

Und wie wird man die Schuppen nun wieder los? Natürlich helfen Anti-Schuppen-Shampoos dabei, das Gleichgewicht auf dem Kopf wieder herzustellen, aber auch die richtige Ernährung kann einen Teil dazu beitragen. Vor allem zinkhaltige Lebensmittel unterstützen die Bildung von Keratin und Kollagen und stärken so unsere Haarstruktur. Zink findet ihr zum Beispiel in Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Haferflocken, Paranüssen oder Hülsenfrüchten. Außerdem haben wir hier für euch ein paar effektive Hausmittel gegen Schuppen.


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