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Deine Haare brechen ab? Das kannst du laut Experte wirklich dagegen tun

Haare brechen ab? Das kannst du tun
© MilanMarkovic78 / Shutterstock
Wer brüchige Haare hat, der versucht einfach ALLES, um seine Mähne zu retten. Diese Expertentipps helfen euch wirklich dabei.

Ihr kennt das sicher alle: Ihr sitzt beim Friseur und wollt eigentlich nur die Spitzen schneiden lassen. Dumm nur, wenn aus "nur das Nötigste" mehrere Zentimeter werden. Der Grund: Spliss und abgebrochene Haare. Damit ist ab sofort Schluss! Wir haben Jesús Rodriguez, Lead Expert Hair bei Goldwell & KMS, nach seinen besten Tipps gefragt.

Der Anti-Haarbruch-Plan

Wenn es um Haarbruch geht, machen wir alle in erster Linie Glätteisen und Lockenstab dafür verantwortlich. Dabei sind es nicht nur die beiden Tools, die unser Haar brechen lassen können:

Zu den wohl häufigsten Gründen gehören thermische Einflüsse, die dem Haar oft täglich ausgesetzt werden, ganz speziell Hot Tools wie Glätteisen oder Lockenstab. Auch Föhnen strapaziert das Haar meist täglich. Zudem können chemische Einflüsse wie Farbe, Blondierung oder Dauerwelle dem Haar zusetzen. Hier gilt zu beachten: Dies trifft vor allem für die Anwendung zuhause zu. Experimente zuhause führen oft zu unwiderruflichen Schäden am Haar. Aber auch Umwelt- und hormonelle Einflüsse spielen eine Rolle und beeinflussen Haarbruch und -ausfall maßgebend. Allein täglich physikalische Zugkraft, wie ein zu eng geflochtener Zopf oder zu enge Haargummis schaden dem Haar auf Dauer.

Und was tun wir nun dagegen? Natürlich rät Jesús Rodriguez dazu, regelmäßig die Haare schneiden zu lassen. Was aber noch viel wichtiger ist: Zu jeder Haarstruktur gilt es die richtige Länge und den richtigen Schnitt zu finden. Auch, wenn manche sich vielleicht Rapunzel-Haare wünschen, wenn die Struktur es nicht hergibt und die Haare ab einer gewissen Länge brechen, dann tut uns diese Länge nicht gut. Natürlich gehöre auch eine abgestimmte Pflege laut Rodriguez ganz oben auf unsere Must-Do-Liste.

Durch die richtigen, auf die Struktur abgestimmten Inhaltsstoffe, kann das Haar von innen heraus wieder aufgebaut und gepflegt werden.

Auch wenn Glätteisen und Haargummis nicht unbedingt das beste für unser Haar sind, wollen wir trotzdem nicht darauf verzichten. Und das müssen wir zum Glück auch gar nicht:

Bei Haargummis sollte auf jeden Fall eine beschichtete Variante gekauft werden. Zum Beispiel mit Samt oder Seide. Sieht zusätzlich stylisch aus! Speziell feines Haar reagiert empfindlich auf zu enge Haargummis. Und: Unbedingt Zöpfe bei nassem Haar vermeiden.

Glätteisen und Lockenstab entziehen dem Haar Feuchtigkeit, was natürlich bei brüchigem Haar nicht unbedingt förderlich ist. Deshalb rät Jesús Rodriguez: "Bei Glätteisen und Lockenstab immer Tools mit einstellbarer Temperatur wählen. Der Hitzegrad sollte der Haarstruktur angepasst werden, das heißt bei feinem, brüchigem Haar eine möglichst niedrige Temperatur wählen. Bei lockigem Haar mit einem Diffusor arbeiten."

Leider tendieren feines, trockenes, lockiges und störrisches Haar eher dazu abzubrechen. Deshalb ist vor allem hier Vorsicht geboten. Denn sind die Haare erstmal gebrochen, dann hilft leider nur noch abschneiden ...


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