VG-Wort Pixel

Haare stärken Mehr Kraft & Glanz für dein Haar

Haare stärken: Frau zieht an ihren blonden langen Haaren.
© Kinga / Shutterstock
Schluss mit spröden, schlaffen Längen, die ohne Schwung herunterhängen! Erfahre hier, welche Pflege-Tipps deine Haare stärken und robuster machen. 

Proteinreiche Pflege

Dein Haar besteht zu über 90 Prozent ausKeratin, einem Protein. Durch Hitze, UV-Strahlung oder Reibung kann das Proteingerüst brüchig werden. Dein Haar fühlt sich dann schlapp an, es fehlt oft an Volumen. Aber zum Glück müssen wir uns nicht mit diesem Zustand abfinden!  

Wer die Haare stärken möchte, sollte vor allem auf eine proteinreiche Pflege setzen. So führst du der Haarfaser wichtige Bausteine zu, die ihr eine neue Stabilität verleihen.

Proteine im Shampoo, in der Haarkur oder im Conditioner lagern sich im Haar an und kitten poröse Stellen. Die Längen werden gekräftigt und werden widerstandsfähiger. Achte deshalb darauf, mehrmals in der Woche eine gute Protein-Haarpflege anzuwenden.

Haarpflege-Check

Willst du deine Haare kräftigen, solltest du alles vermeiden, was die Haarstruktur schwächt. Dazu zählen auch bestimmte Inhaltsstoffe, die in konventioneller Haarpflege enthalten sind.

Problematisch sind:

  • Silikone: Diese chemischen Filmbildner dichten das Haar ab und trocknen deine Mähne langfristig aus. Silikone erkennst du in der Inhaltsstoffe-Liste an Begriffen, die auf "-cone" oder "-oxane" enden.
  • Mineralöle: Ähnlich wie Silikone, ummanteln Mineralöle das Haar, wodurch echte Pflegewirkstoffe nicht mehr durchdringen können. "Mineral Oil" oder "Paraffinum Liquidum" sind typische Bezeichnungen.
  • Sulfate: Diese starken Reinigungssubstanzen wirken stark entfettend. Sulfate finden sich in vielen konventionellen Shampoos. Leider schwächen sie die Haarstruktur, weil sie die Längen zu stark austrocknen und das natürliche Feuchtigkeitslevel der Kopfhaut stören. "Sodium Laureth Sulfate" ist der bekannteste Vertreter dieser Reinigungsmittel.

Überprüfe doch mal die Inhaltsstoffe, wenn du dir ein neues Haarpflege-Produkt kaufen möchtest. Entdeckst du einen der genannten Begriffe, solltest du dich lieber für eine Alternative entscheiden.

Tipp: In Naturkosmetik-Produkten befinden sich keine schädlichen Inhaltsstoffe, die das Haar angreifen könnten. Hier stellen wir dir nachhaltige Kosmetik-Marken vor, die uns überzeugt haben.

Haare stärken durch Ölkuren

Manchmal fehlt es deinen Haaren aber nicht nur an Bausteinen, also Proteinen. Oft kommt zusätzlich ein Feuchtigkeitsmangel dazu, der die Haarfaser starr und unelastisch macht. Die Folge: Deine Haare brechen ab, schon bei sehr wenig Druck. Stellst du das häufiger fest, solltest du dir unbedingt eine selbstgemachte Ölkur gönnen. Sie versorgt dein Haar mit Tiefenpflege und schützt die Spitzen vor Haarbruch und Spliss.

Für eine Haarkur lassen sich zahlreiche Öle einsetzen. Ein paar passende Varianten hast du bestimmt bereits im Küchenschrank stehen. Olivenöl für die Haare ist zum Beispiel ein gutes Öl für die Haare, wenn du stark strapaziertes Haar oder krause Haare hast. Für feines Haar sind Jojobaöl oder Mandelöl etwas besser geeignet.

Verteile das pflanzliche Öl großzügig im feuchten Haar, warte 20 Minuten und wasche die Ölreste anschließend mit etwas Shampoo aus. Fertig – das Haar erstrahlt in neuem Glanz und fühlt sich kräftiger an.

Tipp: Setze auch bei der Leave-in-Pflege auf hochwertige Öle. Ein Haaröl ohne Silikone ist am besten geeignet, da darin keine chemischen Filmbildner enthalten sind, welche die Haare austrocknen können.

Hitzepause

Hitze ist ein absoluter Haarkiller. Der Grund: Bei hohen Temperaturen werden die Proteine im Haar angegriffen und können sogar zerstört werden. Keine gute Idee, wenn du das Haar stärken willst. Dann solltest du dich lieber für die schonende Alternative entscheiden und die Haare an der Luft trocknen lassen.

Die Haare lufttrocknen lassen verhindert Hitzeschäden und hält die natürliche Haarstruktur in Takt. Auch beim restlichen Haarstyling solltest du weitestgehend auf hohe Temperaturen verzichten. Glätteisen und Lockenstab dürfen also gerne öfter Pause machen – stattdessen entscheidest du dich am besten für ein paar hitzefreie Styling-Methoden.

Hier erfährst du zum Beispiel, wie du Locken ohne Hitze kreieren kannst. Und in diesem Artikel kannst du nachlesen, wie sich dein Haar ganz ohne Glätteisen glätten lässt.

Schonendes Haarstyling

Verzichtest du beim Haare stylen auf Hitze (zumindest weitestgehend), hast du bereits viel Gutes für dein Haar getan. Aber es gibt noch ein paar weitere Styling-Tipps, die deine Haarstruktur schonen und somit die Haare stärken.

Halte dich an folgende drei Tricks:

  • Stecke die Spitzen öfter hoch, damit sie nicht auf der Schulter aufliegen und großer Reibung ausgesetzt sind.

  • Verzichte auf Haarnadeln, Haarreifen oder sonstige Accessoires, die scharfe Kanten mitbringen.

  • Entscheide dich für lose Frisuren. Zu viel Druck auf der Haarfaser bringt sie dazu, schneller zu reißen.

  • Überdenke deine Schlaffrisur. Da wir uns nachts hin und her wälzen, ist die Haarfaser großer Reibung und großem Druck ausgesetzt. Die Haare sollten deshalb auf keinen Fall offen getragen werden – lieber einen Dutt drehen, eine lockere Flechtfrisur tragen oder das Haar zu einem tiefen Pferdeschwanz zusammenbinden. So verhinderst du, dass die Haarfaser abbricht.

Haare stärken durch den Anti-Spliss-Schnitt

Du hast es wahrscheinlich schon gefühlt tausendmal gelesen: Wer gesunde Haare will, muss öfter zum Spitzen schneiden gehen. Aber was, wenn du die Haare eigentlich länger wachsen willst? Dann zählt jeder Zentimeter! Das letzte, was du willst, ist Länge zu verlieren.

Tatsächlich ist es wichtig, die Haare regelmäßig zu schneiden. Vor allem, um Spliss zu entfernen. Die aufgespaltenen Spitzen fressen sich sonst hoch und schwächen das Haar. Aber jetzt kommt die gute Nachricht: Immer mehr Friseure bieten den sogenannten Anti-Spliss-Schnitt an. Dabei verlierst du nicht an Haarlänge – nur der Spliss wird abgeschnitten.

Dazu zwirbelt der Friseur einzelne Haarsträhnen um den Finger und schneidet vorsichtig alle abstehenden, trockenen Härchen ab. Die Haarlänge bleibt unverändert.

Übrigens: In diesem Artikel zeigen wir dir Tipps und Tricks, um Spliss vermeiden zu können.

Haare stärken durch proteinreiche Lebensmittel

Zu Beginn haben wir dir verraten, dass proteinhaltige Pflegeprodukte schwachem Haar mehr Power verleihen können. Proteine können aber nicht nur von außen aufgetragen Haarwunder bewirken. Solltest du deine Haare stärken wollen, dürfen ruhig öfter proteinreiche Mahlzeiten auf den Tisch kommen. So führst du dem Körper (und vor allem den Haarwurzeln) ausreichend Bausteine zu, um starkes, gesundes Haar zu bilden.

Fehlt Protein, fehlt der Hauptbestandteil deiner Haare. Die Haarwurzeln produzieren zwar trotzdem weiter Haarfasern – diese sind aber dünner und damit schwächer, weil der Proteinanteil gering ist.

Lieber vorsorgen und öfter Linsen, Hühnchen, Eier oder Nüsse essen!

Kopfhautmassagen

Entspannen und dabei gleichzeitig die Haare stärken – das ist tatsächlich möglich! Wie eine koreanische Studie belegen konnte, verbessern Kopfmassagen die Haarqualität. Wer täglich mindestens vier Minuten massiert, kurbelt die Mikrozirkulation an, wodurch das Haarwachstum gefördert wird. Die Haare wachsen nicht nur schneller, sondern auch dichter und kräftiger nach. 

Warum wirkt's? Durch den leichten Druck auf der Haut erhöhen Kopfhautmassagen die Durchblutung. Dadurch wird die Nährstoffaufnahme der Haarwurzel erhöht, was die Haare stärker nachwachsen lässt. Auf diese Weise lässt sich das Haar stärken und das Haarwachstum anregen.

Viele weitere Tipps rund um das Thema Haarwachstum, Haarausfall und Haarbruch findest du auch in unserer BRIGITTE Community!


Mehr zum Thema