Einmal Sommerblond bitte!

Die Farbe ist klasse - aber auch ziemlich anspruchsvoll... Wie Sommerblond perfekt gelingt und ganz lange leuchtet - und welche Nuance am besten zu Ihnen passt.

So klappt’s mit dem Sommerblond: 5 Fragen, 5 Antworten

1. Zum Friseur oder selber färben?Kleine Veränderungen, wie Highlights setzen oder den Ansatz colorieren, kann man mit etwas Übung und dem richtigen Produkt (z. B. "Sheer Blonde Go Blonder Stufenweise Blond Aufhellungsspray" von John Frieda) selbst vornehmen. Selbst Farbwechsel, etwa von Braun auf Blond, können mit Drogerieprodukten gelingen. Der Friseur hat jedoch oft eine Idee, wie sich die Farbe noch schöner gestalten ließe - und sollte was schiefgehen, kann er sofort eingreifen. Vor allem beim ersten Mal ist es daher gut, zum Profi zu gehen.

2. Vor oder nach dem Sommerurlaub blondieren?

Generell ist es besser, mit dem Aufhellen jetzt etwas zu warten: Sonne und Salzwasser greifen die Haare besonders stark an. Außerdem wird Ihr Blondton im Urlaub ohnehin leicht aufgehellt - und zwar ganz natürlich. Um etwas nachzuhelfen, können Sie auf den Sonnenschutzfilter fürs Haar verzichten und müssen das Salzwasser nach dem Schwimmen auch nicht sofort ausspülen - das strapaziert zwar ebenfalls, aber längst nicht so stark wie eine chemische Behandlung. Wichtig: anschließend besonders gut pflegen, sonst gibt es Haarbruch (siehe Tipp Nr. 5 auf der nächsten Seite)! Toll für den Urlaub sind spezielle After-Sun-Produkte, die Salz- und Sandreste sanft lösen, gleichzeitig viel Feuchtigkeit spenden und herrlich nach Urlaub duften (z. B. "Summer Hair Rx Ocean Waves" von Alterna mit zartem Mango- und Kokosduft).

3. Welche Pflege lässt blondes Haar leuchten?

Unmittelbar vor dem Blondieren sollten Sie den Kopf nicht waschen - so kann das vorhandene Fett Haare und Kopfhaut schützen. Für die regelmäßige Pflege nach der Blondierung sind Shampoos gut, die leicht sauer sind oder spezielle, positiv geladene Wirkstoffe enthalten (z. B. "Inoa Color Care" von L'Oréal Professionnel): Sie sorgen dafür, dass sich die aufgequollene Schuppenschicht wieder zusammenzieht. Damit Sie beim Kämmen nicht an den Haaren reißen müssen, Conditioner (z. B. "Conditionneur Protection Couleur" von La Biosthétique) und ein- bis zweimal pro Woche eine Kur verwenden (z. B. "SP Color Save Mask" von Wella Professionals). Ebenfalls zu empfehlen: alle vier bis sechs Wochen die Spitzen einen Zentimeter schneiden - das macht die Haare nicht kürzer, verhindert aber, dass sich der Spliss ausbreitet.

4. Was tun gegen matten Schleier?

Wirkt das strahlende Blond nach einigen Wochen dunkler? Das liegt häufig an Rückständen von Pflege- oder Stylingprodukten, die auf dem hellen Untergrund sofort sichtbar werden. Gut sind Pflegeund Stylingprodukte, die den Grauschleier mit Lavendelextrakten neutralisieren und gleichzeitig Mikro-Spiegel aufs Haar aufbringen, die Licht reflektieren und die Farbe optisch aufhellen (z. B. "Sheer Blonde Colour Renew"-farbauffrischendes Shampoo oder Mousse von John Frieda). Ratsam bei einer Coloration sind sulfatfreie Shampoos (z. B. "Ever Pure Farbpflege & Feuchtigkeits Shampoo" von L'Oréal Paris): Sie reinigen etwas sanfter, so dass die Farbpigmente länger im Haar bleiben. Auch beim Styling am besten Spezialprodukten verwenden, die das Blond vorm Verblassen schützen (z. B. "Brilliant Blonde Styling Spray" von Nivea). Noch weniger erwünscht ist ein Grünstich, der etwa durch Chlor oder Kupfer (häufig in alten Wasserleitungen) ausgelöst wird - Schutz im Schwimmbad bieten wasserfeste Cremes (z. B. "Kérastase Soleil Aqua Seal").

5. Wie schütze ich mich in der Sonne?

UV-Strahlen entziehen dem Haar nicht nur Farbe, sondern leider auch Feuchtigkeit - die Schuppenschicht wird geöffnet, das Haar fühlt sich strohig an. Ein erster Schutz sind Lichtschutzfilter- Sprays, die alle paar Stunden aufgetragen werden und teilweise sogar auf der Kopfhaut wirken (z. B. "Color Extend Sun Solar Screen LSF 10" von Redken). Da die meisten Filter das Haar aber beschweren, sind sie so gering konzentriert, dass Sie eine Kopfbedeckung tragen sollten - und bei langen Haaren möglichst eine Frisur, bei der die Spitzen wegsteckt sind. Außerdem: nach dem Schwimmen im Meer das Haar mit Süßwasser ausspülen - Salzpartikel wirken wie kleine Brenngläser, die die Wirkung der UV-Strahlen verstärken.

Wunsch, Wirklichkeit, Flirt-Faktor: Die Farbe Blond in Zahlen

Das Gerücht, Blondinen sterben aus, hält sich - und tatsächlich sind immer weniger Frauen natürlich blond. Ob oder wann die Haarfarbe ausstirbt, wagt bisher aber kein Forscher zu beantworten. Aktuell haben nur zwei Prozent aller Menschen naturblondes Haar - 40 Prozent aller Frauen hätten es gern und helfen auch mal nach. Und was ist mit dem Blondinen-Image? Die "John Frieda Sheer Blonde Studie 2012" mit 500 blonden Engländerinnen zwischen 18 und 65 Jahren zeigte gerade, dass nur 13 Prozent glauben, wegen ihrer Haarfarbe öfter angesprochen zu werden, die Hälfte behauptet sogar, nicht sehr gut flirten zu können. Allerdings: Das Sexy-Blondinen- Image im Job auszuspielen - das gibt immerhin ein Viertel zu.

Das Ideale Blond finden: So geht’s

1. Welche Nuance passt zu mir?

Wichtig ist, dass der Ton auch zur Hautfarbe passt: Haben Sie einen gelbstichigen, olivfarbenen Teint und braune oder grüne Augen, steht Ihnen meist ein eher warmes Blond. Ist der Teint dagegen sehr hell und hat einen blaustichigen, rosafarbenen Unterton, sind die Augen blau oder blaugrün, sieht ein kühles Blond besser aus. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Wer unsicher ist, kann in einem Perücken-Shop verschiedenen Varianten testen.

2. Wäre das neue Erdbeerblond was für mich?

Erdbeerblond ist diesem Sommer der neue Trend und schmeichelt vor allem Frauen mit zartem, leicht gebräuntem Teint oder Sommersprossen - wie den Schauspielerinnen Blake Lively oder Scarlett Johansson, die die Farbe mit als Erste probiert haben. Der Look gelingt mit einer kupferblonden Coloration (z. B. "Brillance Erdbeerblond Nr. 821" von Schwarzkopf) im gesamten Haar - aber auch etwas gewagtere, pinkfarbene Strähnchen in hellblondem Haar wie bei La Biosthétique (z. B. unter www.labiosthetique.de) sehen toll aus.

3. Wie bekomme ich ein kühles Blond hin?

Colorieren Sie Ihr Haar selbst, dann achten Sie beim Kauf der Farbe auf Bezeichnungen wie "Aschblond", "Champagner" oder "Nordic Perlmutt" - sie stehen für einen Blondton ohne warme Goldpigmente. Um einem Gelbstich entgegenzuwirken, sind silber-kühle Intensivtönungen (z. B. "Colorance Soft Color Beige-Silber" von Goldwell) gut, aber auch Shampoos und Kuren mit violetten Farbpigmenten helfen, einen warmen Farbschleier zu neutralisieren (z.B."Silver Shampoo" von Swiss-o-Par, "Vital Silberglanz" von Guhl oder "Brightening Blonde Shampoo" von Alterna).

4. Und wenn’s ein warmes Blond sein soll?

Warm glänzende Pigmente schleusen Colorationen mit Farbbezeichnungen wie Gold-, Bernstein-, Honig- oder Karamellblond ins Haar. Damit die Farbe auch nach vielen Wochen noch strahlt, achten Sie bei der Pflege auf spezielle Produkte mit goldenen Pigmenten (z. B. "Blonde Me Brilliance Shampoo Warm- Caramel" von Schwarzkopf Professional oder "True Colour Shiny Gold Treatment" von Shan Rahimkhan): Sie intensivieren den Ton und lassen das Haar wunderbar leuchten. Für alle Blond-Nuancen gibt's zudem friseurexklusive Behandlungen, bei denen der Ton veredelt und der Glanz erneuert wird (z. B. "Blonde Toning" von Goldwell oder "Blonde Glam" von Redken) - ein Pflege-Extra, das perfekt in die Zeit zwischen zwei Farbbehandlungen passt.

Die Tricks der BRIGITTE-Profis

• "Mein Haar hat tatsächlich mal grünlich geschimmert - zum Glück konnte ich die Farbe mit einer goldenen Intensivtönung neutralisieren." Melanie Grimsehl, Beauty-Redakteurin • "Im Urlaub gebe ich jeweils nach dem letzten Schwimmen eine Kur ins Haar. Die dringt durch die Sonnenwärme noch tiefer ein und schützt das Haar gleichzeitig vor UV-Strahlen." Merle Rebentisch, stellvertretende Beauty-Ressortleiterin • "Ich gebe vorm Föhnen etwas Pflegeöl in die Längen - so werden meine langen blonden Haare noch glänzender." Sarah Harms, Beauty-Produzentin • "Mein perfektes Timing: Ich mache etwa acht Wochen vorm Urlaub einen Strähnchentermin beim Friseur - und acht Wochen danach den nächsten." Veronika Zweckerl, Mode-Redakteurin

Fotos: Jan Rickers; Produktion: Sarah Harms Text: Melanie Grimsehl

Wer hier schreibt:

Melanie Grimsehl
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