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Haarkreide So färbst du deine Haare mit Kreide

Haarkreide: Frau mit lila Haar
© ginger_polina_bublik / Shutterstock
Lust auf ein bisschen mehr Farbe auf dem Kopf? Dann gibt es hier die farbenfrohe Überraschung für deine Haare: Haarkreide! Welche Vorteile die Kreide hat und wie du sie anwendest, erfährst du hier!

Haarkreide: Was ist das?

Bei Haarkreide handelt es sich um farbige Kreide, die in allen Regenbogenfarben erhältlich ist. Sie ist einfach in der Anwendung und hält bis zur nächsten Haarwäsche. Durch Haarkreide hast du die Möglichkeit, deine Haare in sämtlichen Farbschattierungen einzufärben und so nach Lust und Laune auszutesten, welche Farbe dir am besten gefällt: Sei es, ob du einfach ein bisschen mehr Farbe in deinen Alltag bringen möchtest oder ob ein besonderer Anlass wie Karneval, Festival, Party oder der Geburtstag ansteht. Anschließend wäschst du die Haare einfach ganz normal mit Shampoo aus und erhältst deine natürliche Haarfarbe zurück.

Grundsätzlich erinnert die Haarkreide auch an die Straßenkreide, mit der wir als Kinder Bordsteinwege und Asphalt verziert haben – und im Grunde ist sie auch so ähnlich: Haarkreide besteht aus Kalk, der mit Farbpigmenten versetzt wurde. Das Mineral lässt sich ganz einfach auftragen, haftet anschließend auf dem Haar und kann mit Shampoo und Wasser weggespült werden. Als eindeutiger Vorteil zu herkömmlichen Haarcolorationen dringt Haarkreide nicht in die Haarstruktur ein und schädigt diese auch nicht – dafür ist die Farbenpracht mit Haarkreide aber auch nicht von Dauer. Im Englischen ist die Farbe übrigens unter dem Namen "Hair Chalk" bekannt.

Haarkreide: Anwendung

Voraussetzungen: Die Haare sollten frei von Pflege- und Stylingprodukten sein. 

So trägst du Haarkreide auf: 

  1. Ziehe ein altes T-Shirt an oder lege ein altes Handtuch auf deine Schultern – die Kreide könnte sonst Farbflecken auf deiner Kleidung hinterlassen (keine Sorge: Wäscht sich wieder aus!). Um Farbflecken auf den Händen zu vermeiden, kannst du Haushaltshandschuhe tragen. 
  2. Feuchte deine Haare (oder jeweils die einzelne Strähne) an. Bei sehr hellem Haar kannst du die Haarkreide auch direkt auf dem trockenen Haar anwenden. Dunkleres Haar sollte allerdings feucht (nicht komplett nass!) sein, damit die Kreide besser hält.  
  3. Teile mit einem Stilkamm die Haarpartie ab, die du einfärben möchtest. Stecke die restlichen Haare mit einer Haarspange weg.
  4. Als Hilfsmittel zum Färben kannst du einen dünnen Karton zur Hilfe nehmen: Platziere die Haare darauf und streiche mit der Kreide über die Haare. Beachte, dass du mit der Kreide in die Haarwuchsrichtung streichen musst. Der Karton bietet etwas Halt und hilft dabei, einfacher mit der Haarkreide über die Haare zu fahren. Falls du keinen Karton zur Hilfe hast, kannst du die Haare auch mit der Hand straff spannen und mit der anderen Hand die Haarkreide darüber gleiten lassen. Gegebenenfalls dabei dir Strähne ein bisschen eindrehen. Fahre mit der Haarkreide öfters übers Haar, bis du die gewünschte Farbintensität erreicht hast – vor allem bei dunklerem Haar solltest du mehrmals mit der Haarkreide nachbessern. Färbe auf die Art alle Strähnen ein, die farbig werden sollen.
  5. Lasse die Haare an der Luft trocknen. Hinweis: Verwende möglichst keinen Föhn, er könnte die Farbintensität abschwächen – es sei denn, der Effekt ist gewünscht.
  6. Am Schluss werden die gefärbten Haare noch versiegelt. Nutze hierfür ein Glätteisen (das Haar muss dafür komplett trocken sein): Die Hitze des Glätteisens fixiert die Farbpigmente und bindet sie ans Haar! Kreppeisen oder Lockenstab funktionieren ähnlich. Trage zum Schluss etwas Haarspray auf. Fertig!

Hinweis: Auch nach dem Versiegeln können sich Farbpigmente lösen. Falls du deine Kleidung wechselst, solltest du also vorsichtig sein. Am besten wäschst du deine Haare vor dem Schlafengehen, sonst sind bunte Flecken auf dem Kopfkissen ziemlich wahrscheinlich.

Bei welchen Haarfarben funktioniert die Haarkreide

Grundsätzlich: Haarkreide funktioniert auf natürlichem und gefärbten Haaren. 

  • Blondes Haar: Ob naturblondes oder koloriertes Haar – auf hellem Haar kommen die bunten Farbpigmente der Haarkreide am besten zur Geltung. Hier lässt sich aus der vollen Farbpalette schöpfen. Einziger Nachteil oder auch Vorteil (je nachdem, was man möchte): Eventuell kann es bei blondem Haar auch etwas länger dauern, ehe die Haarkreide wieder ausgewaschen ist. Unter Umständen sind ein paar der Farbpartikel auch noch nach einer Haarwäsche sichtbar. Anti-Schuppen- oder Peeling-Shampoos reinigen das Haar in dem Fall intensiver.
  • Brünette Haare: Braune Haare erhalten durch Haarkreide eine nicht ganz so intensive Färbung wie blondes Haar. Dennoch sind schöne Effekte möglich, z. B. mit Pink oder Rot.
  • Rotes Haar: Auch hier muss man zu kräftigen Farben greifen, damit die Haarkreide sichtbar wird. Violett oder ein dunkles Blau sind zum Beispiel von Vorteil. 
  • Schwarzes Haar: Dunkle Haare erhalten durch die Haarkreide leider nur einen leichten Schimmer, strahlende Farbeffekte sind nur schwierig möglich. Greife auch hier zu sehr kräftigen Farben.

Haarkreide anwenden: Tipps und Tricks

  • Möchtest du mehrere Farben ineinander überfließen lassen, starte immer mit der hellsten Farbe und trage anschließend die dunkleren auf. Du kannst zum Beispiel von Rosa in ein sanftes Blau und schließlich in ein Dunkelblau übergehen. Trägst du hingegen zuerst Dunkelblau auf, wird das Rosa das Blau nicht mehr überdecken können.
  • Für ein intensiveres Farbergebnis wendest du zuerst weiße Haarkreide und anschließend die Farbe deiner Wahl an. 
  • Sollte deine Haarkreide nur schlecht Farbe abgeben, kannst du die Sticks etwas mit Wasser anfeuchten.
  • Sollten deine Haare noch nach der Haarwäsche einen leichten Farbschimmer haben, helfen Anti-Schuppen- oder Peeling-Shampoos.
  • Haarkreide entzieht dem Haar Feuchtigkeit. Spröde wirkendes Haar kann anschließend die Folge sein. Versorge deine Haare daher bei der Haarwäsche mit einer Spülung oder Haarmaske. Auch Haaröle können hier als super Feuchtigkeits-Booster angewendet werden. Tipp: Haarkur selber machen.
  • Normalerweise sollte qualitativ hochwertige Haarkreide auch einen Regenschauer überstehen. Denn erst in der Kombination mit Shampoo spült sich die Kreide wieder aus.
  • Bei gefärbtem Haar wächst irgendwann der Ansatz wieder heraus. Hier ist Haarkreide eine Möglichkeit, diesen kurzzeitig zu kaschieren. 

Haarkreide: Inspirationen und Looks

Akzente setzen

Mit Haarkreide kannst du dir wunderbar einfarbige oder mehrfarbige Akzente setzen. Oft reichen für einen strahlenden Wow-Effekt schon ein paar Strähnen aus. Auch ein gefärbter Pony wird garantiert zum Hingucker.

Farbschopf

Mutige färben mit der Haarkreide ihr gesamtes Haar ein. Dafür musst du aber etwas Zeit mitbringen … 

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Dip-Dye

Farbige Spitzen – als ob die Haare mal eben in einen Farbtopf getunkt wurden – das sieht bei mittellangem bis langem Haar besonders schön aus. 

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Regenbogen-Haare

Bei solch einem Anblick ist die gute Laune vorprogrammiert! Mit etwas Geschick kannst du dir einen Farbverlauf ins Haar zaubern. 

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Ombré-Look

Mit verschiedenen Schattierungen einer Farbfamilie lässt sich ein toller Ombré-Look generieren. 

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Welche Haarkreide gibt es?

Im Handel sind folgende Modelle erhältlich:

  • Gepresste Kreidesticks: Hiervon gibt es Paletten mit den gängigen Grundfarben oder Pastellfarben in verschiedenen Nuancen.
  • Haarkreide Kamm: Bei dieser Methode ist die Haarkreide direkt in einem kleinen Kamm integriert und kann so einfacher aufgetragen werden.
  • Haarkreide-Spray: Das Spray ist sehr einfach in der Handhabung, da es einfach aufgesprüht wird – es löst sich dafür aber auch leichter aus dem Haar.
  • Flüssige Haarkreide: Lässt sich mit einer Art Farbstift/Mascara auftragen.
  • Haarkreide-Pulver: Enthält einen Applikator, um die Haarkreide dosiert aufzutragen.

Haarkreide: Tipps zum Kauf

Haarkreide erhältst du in jedem gut sortierten Drogeriemarkt oder einfach online. Achte darauf, dass die Farbpigmente in der EU für Kosmetika zugelassen sind. Manche Menschen reagieren allergisch auf Farbpigmente – auch, wenn diese eigentlich unbedenklich sind. Um dies auszuschließen, kannst du die Haarkreide vorher in der Armbeuge testen. Außerdem ist in manchen Haarkreiden Talkumpuder enthalten, das Asbestspuren enthalten könnte, die aber laut Gefahrenstoffverordnung nicht mehr als 0,1 Prozent enthalten dürfen. 

Verzichte der Umwelt zuliebe auf Haarkreide mit Glitzerpartikeln oder Metallik-Glanz: Hier ist Mikroplastik enthalten, das die Umwelt belastet.Auch Silikone in der Haarkreide solltest du möglichst meiden, da sie das Haar austrocknen. Silikone sind unter den Inhaltsstoffen an der Endung "-cone" oder "-xane" erkennbar. 

Auf der Suche nach weiteren Tricks und Tipps rund ums Färben? Hier erfährst du, wie du graue Haare färben kannst, wie sich Haarfarbe von der Haut entfernen lässt und was du beim Haare färben mit Henna beachten musst.

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