Haarausfall durch Eisenmangel? Möhren helfen!

Fast zwei Drittel aller Frauen zwischen 35 und 60 haben Haarausfall. Eisenmangel kann eine Ursache sein. Die gute Nachricht: Es gibt Hilfe!

Haarausfall: Jeden Tag ein paar Haare

Jeden Tag ein paar Haare zu verlieren ist ganz normal. Erst wenn regelmäßig mehr als 100 in der Bürste hängen bleiben, sollte man aufpassen. Wenn die Haare gleichmäßig über den ganzen Kopf verteilt ausgehen, handelt es sich um den so genannten diffusen Haarausfall. Bekannt ist bereits, dass er unter anderem durch Infektionen und Schilddrüsenprobleme ausgelöst wird. Jetzt hat das Team von Dr. Olivier de Lacharrière, Dermatologe im Forschungszentrum von L'Oréal, bewiesen, dass auch Eisenmangel schuld sein kann: In einer Studie im Auftrag des französischen Gesundheitsministeriums wurden über 5000 Frauen zu ihren Haaren befragt, und es wurde gleichzeitig ihre Eisenversorgung überprüft. Dabei kam heraus, dass Frauen mit einem niedrigen Eisenwert bzw. Eisenmangel besonders häufig Haarausfall haben. Je niedriger der Gehalt an Ferritin, also an verfügbarem Eisen im Blut, umso stärker der Haarausfall.

Haarausfall: Wann wird's kritisch? Wann brauche ich Hilfe?

Aktiv werden sollte man spätestens, wenn der Ferritinwert unter 15 Mikrogramm pro Liter Blut liegt. Doch auch Werte zwischen 15 und 40 Mikrogramm pro Liter deuten darauf hin, dass der Körper nicht ausreichend versorgt ist. Besonders oft hatten Frauen vor der Menopause Eisenmangel (25 Prozent). Bei Frauen in der Menopause waren es dagegen nur fünf Prozent, die Eisenmangel hatten. Klar, die Monatsblutung sorgt dafür, dass der Körper reichlich Eisen verliert. Und dieses Minus macht sich bald auch an Haaren und Nägeln bemerkbar. Sie werden dünner, brüchiger und fallen aus beziehungsweise reißen ein. Einen Eisenmangel können nur Ärzte feststellen. Ob es sich tatsächlich um diffusen und nicht um hormonell bedingten Haarausfall handelt (gegen Letzteren wirken allein Medikamente), weiß der Hautarzt.

Bei Eisenmangel

Bei Eisenmangel hilft jedenfalls: vorbeugen, mit etwa 15 Milligramm Eisen täglich. Auf diese Menge kommen Sie zum Beispiel mit 200 Gramm Rindfleisch, zwei Scheiben Vollkornbrot, 100 Gramm rohen Karotten, 200 Gramm gekochtem Spinat, 50 Gramm getrockneten Aprikosen und 200 Gramm Tomaten. Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird vom Körper allerdings schlechter verwertet als aus Fleisch. Kaffee und Tee hemmen die Aufnahme zusätzlich, Obst- oder Gemüsesaft fördern sie. Gut sind auch eisenhaltige Säfte (z. B. Floradix Kräuterblut von Duopharm, Multi Sanosvit von Altana). Und was ist mit Eisen-Pillen aus der Apotheke? Völlig okay, wenn Sie sie vertragen! Falls Ihre Eisenwerte in Ordnung sind: Auch Zink- und Biotin-Kapseln oder Arminosäuren können Haare und Nägel stärken (z. B. Zinkorotat, Pantovigar oder Bio-H-Tin).

Text: Annette Sabersky
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