Haarwachstum beschleunigen: Ist das möglich?

Wer kennt es nicht: Man wünscht sich eine lange Mähne, aber die Haare wollen einfach nicht länger werden! Kann man das Haarwachstum überhaupt beschleunigen? Dieser Frage gehen wir hier nach!

Kann man das Haarwachstum beschleunigen?

Das natürliche Haarwachstum findet in einem Wachstumszyklus statt und ist genetisch festgelegt. Durchschnittlich wächst jedes Jahr circa 1,2 Zentimeter pro Monat – lediglich geringfügige Abweichungen können von Mensch zu Mensch vorhanden sein. So sehr wir uns auch manchmal über das langsame Wachstum ärgern, daran lässt sich leider nichts ändern – und das Wachstum lässt sich auch nicht durch irgendwelche Mittelchen fördern. Doch eines haben wir trotzdem in der Hand: Wir können die Bildung der Haare unterstützen und außerdem dazu beitragen, dass unser Haar schön und gesund bleibt und nicht abbricht, um nur noch kürzer zu werden!

Haarwachstum: Wie wachsen Haare?

  • Haare bestehen aus Keratin. In der Haarwurzel befindet sich die Haarpapille, an der keratinreiche Hornzellen gebildet werden, die letztendlich den Haarschaft bilden, die Hautoberfläche durchstoßen und weiter wachsen. Dabei durchläuft jedes Haar einen eigenen Zyklus, bei dem es sich in einer aktiven Wachstumsphase, einer anschließenden Ruhephase und letztendlich einer Rückbildungsphase befindet, die zur Abstoßung führt und das Haar ausfallen lässt.
  • Die Wachstumsphase ist genetisch festgelegt und liegt bei drei bis sieben Jahren. In dieser Phase wächst das Haar 0,3 mm pro Tag. Anschließend tritt das Haar in eine Übergangsphase ein, bei der die Haarwurzel nicht mehr mit Nährstoffen versorgt wird, dabei innerhalb von drei Wochen verhornt und in die Ruhephase übergleitet. In dieser Phase lockert sich das Haar immer mehr und fällt innerhalb von zwei bis vier Monaten aus.
  • Im Haarwachstum gibt es aber auch Jahreszeit und Tageszeit bedingte Unterschiede. So ist das Haarwachstum im Winter etwas langsamer und auch nachts wachsen die Haare langsamer als am Tage. Generell wächst das Haar von Männern schneller als das von Frauen.
Feine haare

Welche Faktoren sind für das Haarwachstum wichtig?

Ernährung

Für die Bildung von Keratin sind Proteine notwendig. Omega 3 Fettsäuren lassen das Haar glänzen. Vitamin E ist für die Gesundheit der Haarfollikel verantwortlich, Kupfer sorgt für die Pigmentierung und Silizium ist verantwortlich für kräftiges Haar. Kurzum: Für den Erhalt gesunder Haare ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen die Grundvoraussetzung!

Pflege

Haare mit Spliss brechen schneller ab. Brüchiges Haar steht unserem Traum von einer langen Mähne also gehörig im Wege! Die richtige Haarpflege ist also das A & O für lange Haare. Du kannst deine Haare beispielsweise mit Jojobaöl oder Kokosöl pflegen, um Spliss vorzubeugen. Alles über Kokosöl für die Haare erfährst du hier.

Hormone

Unser Hormonhaushalt steuert die Aktivität des Haarwachstums. Verändert sich der Hormonhaushalt, kann dies zu Haarausfall führen oder das Nachwachsen der Haare wird unterbunden. Verantwortlich dafür können zum Beispiel Hormonpräparate, Schwangerschaft oder die Wechseljahre sein.

Kopfhaut

Eine gesunde Kopfhaut ist für das Haarwachstum essenziell: Wenn die Talgproduktion nicht im Gleichgewicht ist, kann das das Haarwachstum negativ beeinflussen. 

Stressreduktion

Stehen wir unter Stress, sendet der Körper Botenstoffe aus, die die Haarwuchsregulation beeinflussen. Auch stressbedingter Haarausfall ist keine Seltenheit! 

Gibt es Mittel, um die Haare schneller wachsen zu lassen?

  • Keine Wunderpille oder Tinktur kann nachweislich das Haarwachstum spürbar ankurbeln. Einigen Hausmitteln wird lediglich nachgesagt, dass sie das Haarwachstum  – wenn dann nur in geringem Maße – beschleunigen können. Zu diesen Hausmitteln zählen zum Beispiel Koffein, ein Sud aus Kräutern (Rosmarin, Brennnessel) oder Apfelessig. 
  • Mit einer Kopfmassage kannst du zwar nicht bewirken, dass die Haare schneller wachsen, aber du kannst das Haarwachstum indirekt positiv beeinflussen, indem du damit Stress reduzierst und die Talgprodukt ankurbelst. Am besten führst du so eine Kopfmassage mit etwas Öl durch und lässt die Fingerkuppen sanft über deinen Kopf kreisen. Lediglich bei sehr fettigem Haar ist das nicht zu empfehlen. 

Du interessierst dich für weitere Tipps und Tricks rund um gesundes Haar? Hier erklären wir, wie du eine Haarkur selber machen kannst. Hier erfährst du, wie du deine Haare natürlich färben kannst und hier klären wir über Spliss auf. 

Wenn du dich mit anderen über Haarpflege und Frisuren austauschen möchtest, schaue doch mal in unsere Brigitte Community.

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