VG-Wort Pixel

Naturlocken-Pflege Die 6 goldenen Regeln

Naturlocken Pflege: Frau mit blondem lockigem Haar vor pinkem Hintergrund.
© Dean Drobot / Shutterstock
Mit der richtigen Naturlocken-Pflege werden schlaffe Locken wieder perfekt definiert. Wir zeigen, welche Regeln jede Lockenträgerin beachten sollte.

Naturlocken-Pflege: Den eigenen Lockentyp erkennen

Um die optimale Naturlocken-Pflege zu finden, solltest du als erstes deinen Lockentypbestimmen. Es gibt neun verschiedene Abstufungen, welche sich in der Stärke der Locken unterscheiden.

Die Typen 2A bis 2C haben nur schwach ausgeprägte Locken, die eher an Wellen erinnern. Dieses Haar neigt am wenigstens zu Frizz.

3A bis 3C erkennen wir als klar definierte Locken mit kleinerem Durchmesser. Hier neigt das Haar schon mehr zu Trockenheit und Spliss. Eine gute Naturlocken-Pflege kann beides verhindern.

Wenn du zum Typ 4A bis 4C gehörst, ist die natürliche S-Kurve der Haare sehr stark ausgeprägt. Das Haar braucht viel Feuchtigkeit, damit sich die schönen Naturlocken nicht in eine Naturkrause verwandeln. Es kann etwas schwerer sein, diese Lockenstruktur zu bändigen.

Du hast deinen Lockentyp identifiziert? Wunderbar! Halte dich an folgende sechs Regeln, um das Beste aus deinen Locken herauszuholen.

1. Das beste Locken-Shampoo finden

Naturlocken jeder Art sind von Natur aus feuchtigkeitsärmer, als glatte Haare. Das liegt an der leicht aufgerauten Schuppenschicht der Haare. Diese sorgt zwar für ein tolles Volumen, auf das sicher viele Frauen neidisch wären. Die offene Schuppenschicht bewirkt aber auch, dass Feuchtigkeit schlechter im Haar gespeichertwerden kann. Bei der richtigen Naturlocken-Pflege kommt es also vor allem darauf an, die Haare gut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Außerdem sollte alles, was die Locken trocken macht, vermieden werden.

Beim Shampoo sollten wir ganz genau hingucken. Viele Produkte enthalten aggressive Sulfate, die Haut und Haar austrocknen. Diese stark entfettenden Reinigungssubstanzen bringen das Feuchtigkeitslevel deiner Locken aus dem Gleichgewicht und können krauses Haar und Frizz bewirken.

Im nassen Zustand sind deine Locken besonders empfindlich. Lässt du dann noch ein austrocknendes Shampoo an deine Haare, sind Haarschäden fast vorprogrammiert. Entscheide dich daher lieber für ein mildes Shampoo ohne Sulfate, das außerdem keine Silikone enthält. Silikone sind chemische Filmbildner, welche die Haare beschweren können. Dadurch können Locken schlapp und leblos aussehen.

Tipp: Wenn du dich für ein Naturkosmetik-Produkt entscheidest, bist du auf der sicheren Seite. Hier dürfen keine bedenklichen chemischen Inhaltsstoffe enthalten sein. Das freut deine Kopfhaut und deine Naturlocken!

Welche Öko-Labels empfehlenswert sind, erfährst du in unserem großen Naturkosmetik-Test.

2. Naturlocken-Pflege: Conditioner und Haarkuren anwenden

Wie bereits verraten, brauchen Locken dringend Feuchtigkeit. Deshalb solltest du nach der Haarwäsche mit Shampoo unbedingt zum Conditioner greifen. Dieser verbleibt zwar nur wenige Minuten im Haar und kann daher keine tiefen Haarschäden reparieren. Aber ein Conditioner hilft enorm dabei, abstehende Härchen zu bändigen und die Locken besser kämmbar zu machen.

Zusätzlich zum Conditioner dürfen die Locken mindestens einmal in der Woche mit einer Haarkur verwöhnt werden. Diese intensive Lockenpflege hält das Haar gesund und glänzend. Wenn du zum Lockentyp3B bis 4C gehörst, sollte die Kur ruhig zwei bis drei Mal in der Woche aufgetragen werden, um den Feuchtigkeitsgehalt der Haarfaser aufrechtzuerhalten.

Es gibt viele gute Locken-Kuren auf dem Markt. Achte auch hier darauf, eine silikonfreie Lockenpflege auszuwählen. Alternativ kannst du dir auch deine eigene DIY-Kur anrühren. Das geht sogar schon mit einer einzigen Zutat: Olivenöl für die Haare hat sich als optimales Beauty-Treatment bewährt. Einfach aufs feuchte Haar auftragen, 20 Minuten einwirken lassen und mit etwas Shampoo die Ölreste auswaschen. Fertig!

3. Die optimale Leave-in Pflege auswählen

Conditioner und Haarmasken sind eine gute Möglichkeit, die Locken weich und geschmeidig zu halten. Und das ist dringend notwendig, damit die Haare ihre Sprungkraft und Definition nicht verlieren.

Um trockene Längen und Spliss vorzubeugen, solltest du zusätzlich auf eine gute Leave-in Pflege setzen. Diese wird nicht ausgewaschen und verbleibt den ganzen Tag im Haar. Dadurch kann sie die Locken optimal vor einem Feuchtigkeitsverlust oder Haarbruch durch äußere Einflüsse schützen.

Entscheide dich am besten für ein reines Haaröl ohne Silikone, dass die Locken mit Vitaminen, Mineralstoffen und hochwertigen Fettsäuren versorgt. Wer zum Lockentyp 2A bis 3B gehört, greift am besten zu Mandelöl oder Aprikosenkernöl. Auch Arganöl für Haare passt wunderbar zu dieser Haarstruktur.

Zählst du zu den Lockentypen 3C bis 4C darfst du gerne reichhaltigere Öle ins Haar einarbeiten. Hier kommen vor allem die sogenannten nicht-trockenen Öle in Frage, die reich an gesättigten Fettsäuren sind. Dazu zählen Kokosöl, Sheabutter, Olivenöl oder Avocadoöl.

Haaröle trägst du im feuchten oder trockenen Haar auf. Am besten du knetest das Öl in Aufwärtsbewegungen in die Haare ein. So kommen die Locken besonders gut zur Geltung.

4. Zu einer schonenden Bürste greifen

Wie sollten wir Locken bürsten? Die einfache Antwort: Am besten so selten, wie möglich! Bürsten raut die Haarstruktur leicht auf. Wer Locken zu hastig bürstet, riskiert Haarbruch und Frizz. Deshalb sollten wir versuchen, die Haare so wenig wie möglich und sehr vorsichtig zu bürsten.

Wer sich sehr definierte Locken wünscht, sollte gleich auf einen grobzinkigen Kamm umsteigen. Dieser verhindert, dass leichte Naturlocken zu Naturwellen werden.

Um Haarschäden zu vermeiden, sollten wir uns außerdem an eine wichtige Regel halten: Im klitschnassen Zustand werden die Haare weder gekämmt noch gebürstet. Das würde die Haarfaser langziehen, wodurch die Locken an Sprungkraft verlieren. Stattdessen entwirren wir die Locken einfach ganz vorsichtig mit den Fingern. Das bringt die Lockenstruktur viel besser zur Geltung.

Hier erfährst du wie du Naturlocken stylen kannst.

5. Naturlocken-Pflege: Die richtigen Textilien einsetzen

Wer hätte es gedacht! Das falsche Handtuch ist einer der Hauptverursacher von Frizz und störrischen Locken. Zumindest dann, wenn du eine Variante aus Baumwolle an deine Haare lässt. Dieser Stoff ist zwar recht saugfähig. Aber die Haarfaser wird durch die grobe Struktur zusätzlich aufgeraut. Dann sehen die Locken aufgeplustert und undefiniert aus.

Besser du entscheidest dich für ein Mikrofaser-Handtuch. Diese weichen Textilien sind besonders sanft zum Haar und glätten die Schuppenschicht der Lockenfaser schon beim Trocknen. Es gibt mittlerweile auch praktische Mikrofaser-Haarturbane, die du nach der Haarwäsche einfach ums Haar wickeln kannst.

Übrigens: Auch das Baumwoll-Kopfkissen sollte ausgetauscht werden, um die Lockenstruktur zu schonen. Besser geeignet sind Seiden- oder Satinbezüge. Ihre feine Struktur hilft dabei, die Schuppenschicht der Haare zu schließen und das Haar elastisch zu halten. Dadurch behalten Locken ihre Sprungkraft und trocknen nicht aus.

6. Die perfekte Schlaffrisur kreieren

Beim Schlafen liegt das gesamte Gewicht unseres Kopfes auf der empfindlichen Haarfaser auf. Und das sind immerhin sieben Kilogramm! Wälzen wir uns dann auch noch hin und her, sind die Haare einem hohen Druck und großer Reibung ausgesetzt. Die Haarstruktur kann porös werden und abbrechen. Mit offenen Haaren zu schlafen, ist also keine gute Idee. Wir sollten unsere Locken unbedingt schützen, um Frizz, kaputte Haare und Spliss vorzubeugen.

Binde dir einen lockeren tiefen Zopf, stecke die Locken zu einer Haarpalme hoch oder flechte die Längen. So verhinderst du, dass Haare umher wirbeln und die Spitzen abknicken. Wer sich am nächsten Morgen besonders definierte Locken wünschst, sollte kleine Strähnen eindrehen und die Haare am Oberkopf feststecken. So verhinderst du, dass sich die Lockenstruktur beim Schlafen plättet.

Viele Beauty-Tipps findest du auch in unserer BRIGITTE Community!


Mehr zum Thema