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Naturlocken stylen So setzt du Locken in Szene

Naturlocken stylen: Zwei lächelnde Frauen mit lockigen Haaren.
© Look Studio / Shutterstock
Tschüss Frizz, hallo Traummähne! Wie solltest du Naturlocken stylen, um das Beste aus deiner Lockenpracht herauszuholen? Hier kommen die besten Tipps.

Wie trockne ich Locken am besten?

Naturlocken stylen und Frizz vermeiden: Die richtige Technik fängt schon beim Haare trocknen an. Föhnen oder lufttrocknen? Beides ist erlaubt. Es gibt aber ein paar hilfreiche Stylingtipps, die du jeweils beachten solltest.

Naturlocken föhnen

Da sich Naturlocken schnell sprödeanfühlen können, solltest du bei Hitze vorsichtig sein. Hohe Temperaturen entziehen dem Haar Feuchtigkeit, wodurch Locken schnell glanzlos aussehen. Trage am besten ein gutes Hitzeschutzspray auf das Haar auf, bevor du zum Föhn greifst. Das schützt die Locken vor Hitzeschäden und hält das Haar schön geschmeidig.

Vermeide außerdem, die Haare zu föhnen, wenn sie noch klitschnass sind. In diesem Zustand ist die Haarfaser ganz besonders empfindlich und bricht sehr schnell ab. Lass das Haar am besten 20 bis 30 Minuten an der Luft trocknen, bevor du den Föhn anschaltest.

Locken lufttrocknen lassen

Obwohl lufttrocknen schonender für die Locken ist, gibt es dabei einen großen Nachteil: Die Locken können danach schlapp wirken.

Beuge vor, in dem du eine definierende Lockencreme in die feuchten Haare einarbeitest, bevor du die Haare lufttrocknen lässt. Knete sie mit etwas Druck und Aufwärtsbewegungen in die Locken ein, um die Struktur zu definieren.

Es hilft außerdem, fürs Lufttrocknen einzelne Strähnen am Kopf festzuclippen oder einen ganz lockeren Dutt zu binden. Das erhält die natürliche Textur deiner Locken und schenkt dem Haar eine gute Sprungkraft.

Naturlocken stylen: Welche Tools machen Sinn?

Es gibt zahlreiche Stylingprodukte auf dem Beautymarkt. Aber welche davon eignen sich besonders gut für Locken? Folgende Tipps helfen dir dabei, die richtigen Varianten auszuwählen.

Föhn

Wer seine Naturlocken stylen und definieren will, sollte unbedingt einen Föhn mit Diffuser-Aufsatz auswählen. Dieser Aufsatz gehört bei vielen Föhn-Modellen bereits zur Standardausrüstung mit dazu. Ein Diffuser sieht aus, wie ein kleiner runder Teller, auf dem viele kleinen Plastik-Stifte eingebaut sind.

Du steckst den Aufsatz einfach auf den Föhn, legst einzelnen Strähnen in den Diffuser und schaltest das Gerät an. Am besten eine mittelhohe Temperatur wählen, um die Längen nicht zu stark auszutrocknen. Da der Luftstrom beim Diffuser von unten kommt, wird das Haar besonders gut definiert und die Locken fixiert.

Beim Föhn solltest du außerdem ein Modell mit Ionen-Technologie auswählen. Dieser mindert Frizz, welcher bei Locken öfters auftritt. Ein Ionen-Föhn lässt die Haare außerdem schön glänzen und macht sie einfacher kämmbar.

Lockenstab

Wer leichte Naturlocken stärker definieren möchte, kann auch gerne zum Lockenstab greifen. Wichtig dabei: Entscheide dich für eine Variante, dessen Durchmesser in etwa dem Durchmesser deiner Locken entspricht. So sieht‘s besonders natürlich aus!

Ein Lockenstab mit Keramikbeschichtung ist bei trockenen Locken besonders empfehlenswert. Diese Modelle sind zwar etwas teurer, aber dafür sind sie auch sanfter zum Haar. Die Keramikbeschichtung schenkt den Locken einen schönen Glanz und verhindert spröde Spitzen.

Glätteisen

Du brauchst etwas Abwechslung im Haar? Durch ein Glätteisen kannst du deine Locken vorübergehend in eine seidig glatte Mähne verwandeln. Dafür brauchst du aber ein Gerät, was genügend Power hat, um störrische Naturlocken stylen zu können.

Wähle am besten ein sehr breitesModell aus, um beim Glätten der Locken Zeit zu sparen. Investiere außerdem in eine Variante, bei der du die Temperatur einstellen kannst. Naturlocken brauchen eine etwas höhere Temperatureinstellung (etwa 180 Grad) als glatte Haare. Ist die Temperatur zu niedrig, musst du eine Strähne mehrmals glätten und riskierst dadurch größere Hitzeschäden im Haar.

Ein Glätteisen hält deine Haare natürlich nur bis zur nächsten Haarwäsche glatt. Nach dem Kontakt mit Wasser kommen deine Locken wieder zum Vorschein. Um das Haar dauerhaft zu glätten, solltest du eine Keratin-Glättung beim Friseur in Betracht ziehen. Nach diesem Treatment bleibt das Haar bis zu vier Monaten glatt.

Naturlocken stylen: Wie werde ich Frizz los?

Abstehende Haare, auch Frizz genannt, sind ein typisches Problem von Locken. Neben einer guten Naturlocken-Pflege, kannst du auch beim Styling viel gegen störrisches Haar tun. Halte dich an folgende drei Tipps:

  1. Kämmen statt Bürsten: Nach dem Bürsten sind deine Locken oft störrischer und undefinierter, als davor? Leg die Haarbürste zur Seite und greife von jetzt an nur noch zu einem grobzinkigen Kamm. Dieser raut die Locken weniger auf und erhält die natürliche Lockenstruktur am besten.
  2. Zum Cremewachs oder Haargel greifen: Eine gute Sofortlösung gegen Frizz ist ein pflegendes Cremewachs. Verteile einfach etwas Produkt in den Handflächen und fahre dann ganz vorsichtig über das Haar. So werden abstehende Haare gebändigt und die Frisur bleibt in Form. Wer kein Cremewachs zur Hand hat, kann auch ein Haargel für die Locken verwenden.
  3. Aufs Haarspray verzichten: Die meisten Haarsprays enthalten einen hohen Anteil an kosmetischem Alkohol. Dieser dient als Lösemittel, trocknet die Haare aber auf Dauer aus. Naturlocken sind von Natur aus trocken und reagieren auf den Feuchtigkeitsentzug mit Frizz. Setzt du auf ein Cremewachs oder Haargel, kannst du dir das Haarspray ohnehin sparen.

Störrische Haare im Stirnbereich nerven dich? Hier erfährst du, wie du Babyhaare bändigen kannst.

Naturlocken stylen: Welcher Haarschnitt steht mir?

Die richtige Frisur sollte vor allem auf deine individuelle Gesichtsform abgestimmt sein. Trotzdem gibt es ein paar generelle Regeln, die du bei lockigem Haar beachten solltest. Und zwar folgende:

  • Sanfte Stufen: Auch wenn fransige Stufenschnitte aktuell sehr angesagt sind, sollten sich Lockenköpfe etwas zurückhalten. Durch stark gestufte Schnitte wird es nämlich noch schwieriger, Locken zu bändigen. Wenige Stufen im Deckhaar sind aber definitiv erlaubt: Sie lassen Locken lebendiger wirken.
  • Trendlook Pony: Haare mit einer kurzen Ponypartie liegen gerade wieder schwer im Trend. Bei lockigem Haar sehen fransig geschnittene Ponys besser aus, als gerade oder seitliche Varianten. Durch die Fransen kommt die Lockenstruktur am besten zur Geltung.
  • Dicke Haare ausdünnen lassen: Bei sehr dickem widerspenstigem Haar, kannst du deinen Friseur außerdem darum bitten, die Haare ausdünnen zu lassen. Deine Locken werden sich danach viel leichter anfühlen und schneller trocknen. Auch Frisuren werden besser halten.
  • Feine Haare: Du hast dünnes lockiges Haar? Dann solltest du dich für einen mittellangen oder kurzen Haarschnitt entscheiden. Denn: Je länger das Haar, desto platter wirkt der Ansatz. Durch das zusätzliche Gewicht der Längen werden die Haare beschwert. Dann sehen die Längen zwar schön lockig aus, aber der Ansatz liegt glatt auf. Das wirkt etwas unharmonisch. Ein sanft gestufter Schnitt in Schulterlänge verhindert genau das. Wie wäre es zum Beispiel mit dem angesagten Long Bob? Ein langer Bob ist einfach zu stylen und bietet dir mehr Stylingspielraum, als der klassische Bob.

Welche Accessoires sind geeignet?

Glückwunsch! Durch deine Locken kannst du dich über voluminöses Haar freuen, von dem andere Frauen nur träumen können. Allerdings ist es manchmal schwierig, die üppige Lockenpracht zu bändigen. Jetzt helfen ein paar schicke Haar-Accessoires weiter.

Haarbänder, breite Haarreifen, große Spangen oder Seidentücher eignen sich durch die größere Fläche besonders gut, um deine Locken im Zaum zu halten.

Abstand nehmen solltest du von dünnen Haargummis und feinen Haarnadeln. Diese Accessoires sind deinen Locken einfach nicht gewachsen.

Warum sehen meine Locken so schlaff aus?

Neben Frizz gehören schlaffe Locken ebenfalls zu den klassischen Problemen von Lockenträgerinnen. Zum Glück lässt sich auch dieses Ärgernis aus der Welt schaffen. Sehen deine Locken leblos aus und halten Frisuren generell schlecht, solltest du einen Blick auf die Inhaltsstoffe deiner Haarprodukte werfen.

Von Shampoo bis Schaumfestiger: Oft sind darin chemische Filmbildner wie Silikone enthalten. Sie ummanteln die Haarfaser und beschweren sie langfristig. Vermeide diese Kunststoffe unbedingt, wenn es deinen Locken an Sprungkraft fehlt.

Silikone erkennst du in der Inhaltsstoffe-Liste an folgenden Bezeichnungen:

  • Dimeticone
  • Dimethicone Copolyo
  • Methicone
  • Cyclomethicone
  • Polysiloxane
  • Cyclopentasiloxane
  • Cetyl Dimethicone
  • Amodimethicone

Ein gutes Haaröl ohne Silikone pflegt die Spitzen und lässt die Locken wunderbar glänzen. Knete es gut ins Haar ein, um schlaffe Locken zu beleben.

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