Darum ist Trockenshampoo schädlich

Ein Fall in Irland regt zum Nachdenken an: Eine junge Frau benutzte täglich Trockenshampoo und bekam Haarausfall. Grund genug zu fragen: Was steckt eigentlich drin im Spray?

Was steckt eigentlich drin im Wunderspray? Leider jede Menge Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Treibgas!

Trockenshampoo erlebt einen riesigen Boom. Jeder Haarpflege-Hersteller hat inzwischen eins auf den Markt gebracht. Das Spray, das uns die lästige Haarwäsche ersparen soll, ist einfach hip! Doch was sprühen wir uns da eigentlich genau ins Haar? Und wie oft können wir Trockenshampoo eigentlich benutzen bis zur nächsten Haarwäsche?

Trockenshampoos enthalten als Hauptbestandteile Silikate (Salze) und Stärke. Oft aus Rais oder Mais gewonnen. Klingt erst mal nicht dramatisch, aber wenn Duftstoffe, Alkohol, Treibgase, Filmbildner, Talkum und Konservierungsmittel zum Einsatz kommen (und die stecken in nahezu JEDEM Produkt), kann es zu Reizungen und Allergien kommen. Ebenfalls bedenklich: Einige Trockenshampoos enthalten Aluminiumsalze, die die Kopfhaut nicht nur austrocknen, sondern auch in Verruf sehen, sich im Körper anzulagern und karzinogen zu wirken.

Wer regelmäßig zu Trockenshampoo greift, sollte genau darauf achten, ob die Kopfhaut reagiert. Und sein Lieblingsprodukt auf der Inhaltsstoffe-Datenbank Codecheck prüfen. Die zeigt genau an, welche bedenklichen Stoffe im Produkt stecken.

Vorsicht: Wenn Rötungen sichtbar werden und es zu Juckreiz, Brennen oder einem vermehrten Schuppenbefall kommt, sollte man das Trockenshampoo definitiv nicht mehr verwenden – ein Fall aus Irland zeigt, wieso.

Vorsicht vor Allergie-Auslösern!

Nicole Baxter, eine 21-jährige Frau aus Belfast, griff regelmäßig zum Trockenshampoo und ignorierte zunächst Unverträglichkeitssignale wie Brennen und Jucken. Als sie kreisrunden Haarausfall bekam, ging sie zur Dermatologin. Die fand die Ursache bei einer Untersuchung der Kopfhaut heraus. Grund war das Trockenshampoo, das Nicole regelmäßig benutzte. Eine Allergie gegen Phenylendiamin, kurz PPD, war die Ursache des Haarausfalls. Der Inhaltsstoff steht im Ruf, heftige Allergien auszulösen und wird oft in Haarfärbemitteln eingesetzt. Auf dem internationalen Dermatologen-Kongress in San Francisco wurde p-Phenylendiamine 2006 zum "Kontaktallergen des Jahres" erklärt. Es ist häufig Ursache dafür, dass Friseure ihren Beruf nicht länger ausüben können, da sie unter starken Allergieschüben leiden.

Natürlich ist die Allergie einer einzelnen Frau kein Anlass für eine generelle Warnung gegen Trockenshampoo – aber genauer hinsehen sollten wir bei der INCI-Liste unserer Lieblingsprodukte natürlich schon.

Wie oft können wir Trockenshampoo benutzen?

Sicherlich ist es falsch, vor Trockenshampoo generell zu warnen. Viele Produkte funktionieren gut und enthalten keine bedenklichen Inhaltsstoffe. Generell gilt: Trockenshampoo ist praktisch und nicht unhygienisch. Die Kopfhaut wird tatsächlich vom Trockenshampoo gereinigt, die Partikel saugen das Fett auf und werden anschließend ausgebürstet. Trotzdem lagern sich mit der Zeit Pulverrückstände, Bakterien, Schmutz und Talg auf der Kopfhaut an. Zwei- bis dreimal hintereinander kann man bedenkenlos sprühen und ausbürsten, danach solltet ihr aber wieder richtig waschen!

Videoempfehlung:

Brennnessel. Ohne Chemie gegen Haarausfall oder verminderten Haarwuchs
Text: saro
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Mode- & Beauty-Newsletter

Beauty-Newsletter

Euer wöchentliches Style-Update mit den wichtigsten Modetrends, neuen Frisuren, spannenden Make-up-Looks und Inspirationen!

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

Kahle Stelle am Kopf durch Trockenshampoo?
Darum ist Trockenshampoo schädlich

Ein Fall in Irland regt zum Nachdenken an: Eine junge Frau benutzte täglich Trockenshampoo und bekam Haarausfall. Grund genug zu fragen: Was steckt eigentlich drin im Spray?

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

Deine Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden