8 Gründe, warum wir unsere Schamhaare nicht rasieren wollen!

Wachsen lassen ist die Devise. Denn die Erfindung des Schamhaars hat seine Gründe. Warum wir von nun an dem Rasieren abschwören.

Die Zahl beeindruckt: Zwei Drittel aller deutschen Frauen und Männer enthaaren ihren Intimbereich. Denn der haarlose Körper entspricht unserem Schönheitsideal. Doch immer mehr Frauen lassen wieder wachsen. Wehren sich mit Scham- und Achselhaaren gegen das Diktat der Ästhetik. An der Frage, ob wir "Busch" oder "unten ohne" tragen, hängt aber noch so viel mehr als nur der gesellschaftliche Druck. Wir nennen euch 8 Gründe, die für Schamhaare sprechen.

1. Die Beschützer - vom Nutzen der Schamhaare

Dass Schamhaare dort wachsen, wo sie wachsen, hat seinen Grund. Sie üben nämlich eine wichtige Funktion für unseren Körper aus. Sie sollen die Vagina gegen Krankheitserreger, Schmutz und Fremdkörper schützen und die Temperatur in der empfindlichen Intimgegend regulieren. Schamhaare bewahren außerdem die empfindliche Haut vor starker Reibung (zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr). Außerdem machen uns Schamhaare attraktiver. Unter ihnen liegen Drüsen, die Duftstoffe ausschütten. Die bleiben in den Haaren hängen und locken unsere Sexualpartner an.

2. Gesunde Haut minimiert die Übertragung bestimmter Sexualkrankheiten

Schamhaare können uns vor Viren schützen, die von Haut zu Haut übertragbar sind. Wie "Herpes genitalis", dass Herpesvirus, das über minimale Hautverletzungen übertragen werden kann. Beim Rasieren des Intimbereichs entstehen nämlich an der Hautoberfläche minimale Risse, die Viren Einlass in den Körper bieten können.

Auch die Infektion mit HPV (Humane Papillom Viren) kann durchs Wachsenlassen minimiert werden. Im Fall von HPV verhindert eine konsequente Verwendung von Kondomen nur etwa 50% der Infektionen. Papillomviren können nämlich auch von den nicht durch ein Kondom abgedeckten Stellen auf den Schambereich übertragen werden und sich von dort langsam ausbreiten - sogar bis in die Scheide und zum Gebärmutterhals. Sind Hautstellen durch Haarentfernung verletzt, ist die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung höher.

3. ... und schützt uns vor Hautkrankheiten

Zellulitis – nicht zu verwechseln mit dem kosmetischen Problem der Orangenhaut namens Cellulite – ist eine Entzündung des Unterhautgewebes, die durch Bakterien verursacht wird. Sie tritt oft in der Nähe von Hautverletzungen auf. Und die entstehen leicht bei der Intimrasur. Manchmal kommt beim Rasieren sogar zu so starken Hautreizungen, dass Staphylokokken in die Haut eindringen können. Diese Keime leben oft jahrelang auf unserer Haut und können dort so lange harmlos oder sogar nützlich sein, bis eine Verletzung sie ins tiefere Gewebe spült – und zu schweren Erkrankungen führen kann.

4. Schamhaare als Waffe gegen Bakterien

Schamhaare verschaffen dem Intimbereich ein gesünderes Klima. Bakterien vermehren sich an gut belüfteten Orten weniger stark als an feuchtwarmen. An rasierten Schamlippen entfällt diese natürliche "Belüftung" weitgehend und der Intimbereich schwitzt leichter.

5. Hautirritationen brennen

Wer den Rasierer schwingt, klagt danach oft über ein Brennen der Haut. Aber auch ein Waxing kann die empfindlichen Partien stark reizen. Sogar kosmetische Produkte wie Enthaarungscremes sorgen für Irritationen.

6. Eingewachsene Härchen schmerzen

Jeder, der regelmäßig enthaart, kennt das Problem. Die Bikinizone wird schnell mit dem Einwegrasierer von Haaren befreit, die Haut reagiert gereizt und nach einigen Tagen schmerzen die ersten eingewachsenen Haare und Pickel. Beim Waxing kommt es sogar noch häufiger dazu, dass Haarwurzeln nach dem Nachwachsen einwachsen. Das ist besonders schmerzhaft, da nicht wie beim Rasieren die Haare unter den oberen Hautschichten einwachsen, sondern komplett an der Haarwurzel. Autsch.

7. Weniger Irritation durch weniger Reibung

Schamhaare mit Air-Bag-Funktion – sie schützen die empfindliche Haut vor starker Reibung beim Geschlechtsverkehr.

8. Back to Nature

Sich von dem Rasur-Diktat zu befreien hat etwas Befreiendes. "Let it grow" ist die Devise, die ein Zeichen gegen Bodyshaming setzt und unserem Selbstbewusstsein gut tun kann. Wir sind genau so richtig, wie wir sind. Amen.

Die Fotografin Marilyn Minter glaubt an die Rückkehr der Schamhaare und widmete ihnen ein ganzes Fotoprojekt: Nur keine Scham - so schön kann Intimbehaarung sein!

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