Sechs Pflegestrategien für glänzende Haare

Trockene Haare? Kein Problem! Unsere Pflegestrategien bringen Glanz ins Haar und lassen es gesund und voll aussehen.

Trockene Haare - wie kommt es dazu?

Normalerweise ist jedes einzelne Haar geschlossen - wie ein junger Tannenzapfen. So reflektiert es das Licht und glänzt besonders schön, gleichzeitig wird der innere Haarkern geschützt. Gerade im Sommer setzen wir diesen "Zapfen" aber heftig zu: Beim Schwimmen im Meer lässt Salzwasser das Haar zum Beispiel so aufquellen, dass die Schuppen abstehen und die natürliche Feuchtigkeit verdunstet. Die Salzkristalle setzen sich zudem wie kleine Lupen auf das Haar und verstärken die Wirkung der Sonne. Das löst eine Reaktion aus, die einer chemischen Aufhellung beim Friseur entspricht. Ein paar Strandtage sind natürlich nicht so schlimm. Wer aber gleichzeitig zu heiß föhnt, die Haare färbt oder nicht sanft genug kämmt, strapaziert das Haar sehr - besonders feines und langes. Es entstehen poröse Stellen, teilweise werden sogar ganze Schüppchen herausgerissen, das Haar wirkt ausgelaugt und hängt platt herunter. Folge: Spliss und Haarbruch.

Das passiert auch Frauen, die von Natur aus trockene Haare haben. Die Trockenheit hängt mit dem Hormonhaushalt zusammen: Während die Kopfhaut in der Pubertät oft zu viel Fett herstellt, nimmt die Produktion in den Wechseljahren ab. Das kann sowohl feines als auch dickes Haar betreffen. Und Locken sind fast immer trocken, da das natürliche Fett der Kopfhaut an ihnen nicht so gut herunterrutscht wie an glatten Strähnen. Klar, dass ohnehin trockene Haare jetzt schnell auch strapaziert aussehen.

Pflegestrategie: Feuchtigkeit binden

Trockenes Haar ist meist kräftiger und benötigt feuchtigkeitsbindende Lipide (z. B. Pflanzenöle oder Ceramide), die sich wie ein pflegender Film um das gesamte Haar legen und die Schuppenschicht schließen. So wirken die Haare weniger stumpf und bekommen einen schönen Glanz. Beim Styling lässt sich mit Glanzsprays, -creme oder -fluids ein schöner Schein zaubern.

Generell gilt: Rückstände von Stylingprodukten machen das Haar stumpf. Bürsten Sie Ihr Haar danach abends immer gut aus. Geeignet sind antistatische Bürsten mit abgerundeten Naturborsten. Flache Paddlebürsten striegeln das Haar sanft glatt und lassen es seidig schimmern.

Auch Kalkreste aus Leitungswasser überziehen das Haar mit einem Grauschleier. Prima sind dann klärende Essigspülungen (eine kleine Tasse Apfelessig auf einen halben Liter Wasser). Der Essiggeruch verfliegt ganz schnell.

Pflegestrategie: Strapaziertes Haar reparieren

Ist trockenes Haar gestresst und brüchig, sollten zunächst die porösen Stellen mit Produkten für strapaziertes Haar punktgenau repariert werden - bei leichten Schäden sieht man nach etwa fünf Anwendungen eine Besserung, je nach Haarzustand kann es aber auch entsprechend länger dauern. Anschließend wieder zur normalen Pflege für trockenes Haar wechseln. Letzteres empfiehlt sich auch bei feinem Haar: Eine auf Dauer zu reichhaltige Pflege beschwert das Haar und lässt es nach dem Waschen platt herunterhängen.

Pflegestrategie: Fetthaushalt regulieren

Haare haben ihren natürlichen Conditioner: Gleich mehrere winzige Talgdrüsen sind um eine Haarwurzel versammelt. Die produzieren normalerweise genauso viel Fett, wie das Haar braucht, um geschmeidig und glänzend zu bleiben. Manchmal kann das Verhältnis jedoch aus dem Gleichgewicht geraten (zum Beispiel im Winter). Die Ansätze wirken dann fettig, das Haar selber ziemlich trocken. Die Ursache: Unter der Mütze fängt man an zu schwitzen, die Kopfhaut produziert mehr Talg, die Haare machen schlapp. Alles, was gesunde Haare jetzt wieder in Schwung bringt, ist willkommen. Shampoos (und leichte Conditioner) mit Kräuterextrakten machen (durch ihren Duft) wieder einen klaren Kopf. Sie regulieren nach und nach den Fetthaushalt, ohne dass die Kopfhaut ausgelaugt wird, und sorgen für gesunde Haare. Pflanzenextrakte adstringieren, das heißt, sie ziehen die Kopfhaut leicht zusammen. Tipp bei fettiger Kopfhaut und trockenen Spitzen: Conditioner nur in die Spitzen kneten und nicht bis an die Kopfhaut auftragen.

Pflegestrategie: Das Haar schonen

Egal, ob fein oder kräftig: Nach dem Waschen ist das Haar etwa zehnmal empfindlicher als vorher - deshalb sollten Sie beim Kämmen jetzt möglichst nicht daran ziehen, auch wenn Sie es eilig haben. Haare nicht trocken rubbeln, sondern nur sanft ausdrücken. Ein kalter Guss oder eine Essigspülung sorgen dafür, dass sich die Schuppenschicht zusammenzieht und das Haar weniger sensibel reagiert. Auch Hitze schadet dem Haar: Föhnen Sie nicht zu heiß oder zu oft, sondern lassen es lieber an der Luft trocknen. Wenn es nicht anders geht: Ein Hitzeschutzspray vor dem Föhnen verwenden und am besten vom Ansatz zu den Spitzen föhnen - das glättet die Schuppenschicht. Nicht täglich zum Glätteisen greifen, das Haar mit einem Hut oder Tuch vor der Sonne schützen oder einen UV-Schutz auftragen.

Pflegestrategie: SOS bei Haarbruch

Beim Spliss-Schnitt wird das Haar in dreieckige Strähnen unterteilt und so locker eingedreht, dass sich die gespaltenen Spitzen abschneiden lassen. Das kann man auch zu Hause machen - der Friseur stuft das Haar aber so, dass es gleichmäßig fällt. Möchten Sie abstehende Härchen kaschieren, erwärmen Sie eine leichte Styling- Emulsion in den Händen und streichen damit sanft über den Kopf.

Fotos: Lars Matzen Text: Melanie Grimsehl, Angela Schöneck, Marina Knippel

Wer hier schreibt:

Melanie Grimsehl

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