Unsere Beauty-Fauxpas: Wir gestehen Vokuhila & Co.

BRIGITTE-Redakteurinnen gestehen ihre Beauty-Fauxpas: vom Vokuhila über die kriselige Dauerwelle bis zur blauen Mascara.

Beauty-Fauxpas: von Vokuhila bis Killerkrallen

Toasted Coconut Hair: Der neue Haarfarbentrend lässt es wieder Sommer werden

Nicole Fuhrmann, BRIGITTE-Redakteurin Service-Ressort, beichtet: die Dauerwelle

Ich hatte meine erste Dauerwelle mit vierzehn Jahren: Ich habe auf dem Friseurstuhl bitterlich geweint, weil ich mich so hässlich fand. Bin am nächsten Tag mit Mütze in die Schule. Nach einer Woche waren die Locken dann cool...

Katja Jührend, BRIGITTE-Woman-Redakteurin, beichtet: den asymmetrischen Bob Mitte Ende der 80er war es in der Provinz große Mode, einen asymmetrischen Haarschnitt zu tragen. Das heißt, auf einer Seite trug man einen ganz normalen Bob mit kinnlangem Haar, auf der anderen Seite waren die Haare zum Kurzhaarschnitt getrimmt. Auf der kurzgeschnittenen Seite trug man dann einen (nur einen!) dieser doofen langen Silberohrringe, meist in irgendwelchen entsetzlichen geometrischen Formen, langschenkliges Dreieck oder so, aus diesen ganzen doofen Wir-sind-eine-Kooperative-junger-Goldschmiedinnen-Läden.

Ich hab mir auch mal so einen Haarschnitt verpassen lassen. Als ich damit auf die Straße trat, guckte mich kein Mann mehr an. Es dauerte Wochen, bis ich dahinterkam, dass ich einfach nur meinen Scheitel versetzen muss, und das so freigewordene Langhaar auf die kurz geschnittene Seite rüberlegen muss, um wieder so auszusehen, wie vorher. Von der Sekunde an, als ich wieder einen normalen Bob trug, guckten Männer mich wieder an, und auch ich traute mich wieder, in den Spiegel zu schauen – was ich nach Erhalt dieser Frisur nämlich eingestellt hatte. Wegen Unerträglichkeit des Anblicks.

Julia Schrader, BRIGITTE.de-Redakteurin, beichtet: hennarote Haare Ich färbte meine Haare hennarot als ich 14 war - schön sah das nicht aus. Passte so gar nicht zu meinem hellen Teint. Zwei Jahre war ich der Ansicht, es sähe einfach rasend gut aus - dieser irische Stil. Dann switchte ich auf Schwarz um, war wohl einen Schneewittcheneingebung - bis ich achtzehn wurde und irgendwie farbsensibler. Von da an blieb ich immer ganz nah an meinem Naturbrünett.

Simone Lück, BRIGITTE-Mitarbeiterin beichtet: Killerkrallen In den 90ern habe ich eine Stützdauerwelle ausprobiert – und sah damit aus, wie Bärbel Schäfer in ihren Talkshow-Zeiten. Der zweite Fauxpas? Aufgefüllte, herausgewachsene Fingernägel, mit denen ich fast meine Baby-Nichte ermordet hätte.

Beauty-Redakteurin Stefanie Höfle beichtet: den Vokuhila Ich hab' bestimmt niemals zur Friseurin gesagt: "Vorne kurz, hinten lang". Ich sprach vielleicht von seitlicher Durchstufung, aber meinte eben die coole Kim Wilde-Mähne. Gut, ich hätte es wissen müssen, dass die Friseurin bei Dussa im Vorstadtidyll Altwarmbüchen (bei Hannover) einfach ein anderes modisches Empfinden hatte als ich, obwohl wir ja aus dem selben Kaff stammten. Aber ich vertraute ihr, der Profi-Frau. Was wusste ich schon mit meinen gerade vierzehn Teeniejahren und einem erwachenden Stylingbedürfnis, das nicht mehr dem Prinzessinnenwunsch mit acht entsprach. Sie schnitt nach bestem modischen Dussa-Wissen und zack-zack-zack waren meine Seitenpartien raspelkurz. Und hinten: lang. Irgendwie schaffte ich es, erst vor der Tür in Tränen auszubrechen. Dass sich mein neuer Look Vokuhila schimpfte, wusste ich damals nicht, aber dass er garantiert nicht ein bisschen an Kim Wilde erinnerte, war mir klar. Drei Monate lang steckte ich die Nackenhaare tapfer mit einer Schleifenspange (Achtziger!) hoch. Dann wurde angeglichen. Nicht bei Dussa, downtown Hannover bei Trio Hair.

Nele Justus, freie BRIGITTE-Mitarbeiterin, beichtet: blaue Wimperntusche zu blauen Strähnen Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als die neonfarbenen Sonnenbrillen-Anstecker total angesagt waren? Ich habe versucht, sie zu verdrängen... Denn es war auch die Zeit, als ich dachte, blaue Wimpern wären der totale Kracher – und dass ich damit modisch ganz vorne dabei wäre. Um das Styling perfekt zu machen, färbte ich dann noch blaue Strähnen in meine blonden Haare. Fand ich den letzten Schrei. Nur mit der Zeit wurden sie hellblau, dann grün, dann grau. Bloß schnell wieder vergessen...

Julia Müller, BRIGITTE-Woman-Redakteurin, beichtet: weißen Lippenstift

Ich erinnere mich noch gut an meinen allerersten Lippenstift: von Oilily in einem schön deckenden Weiß. Hübsch war das nicht, aber wir fanden uns schick damit. Außerdem hatte ich knallhennarot gefärbte Haare und Wimperntusche mit Silberglitzer. Autsch!

Lesley Sevriens, BRIGITTE.de-Moderedakteurin, beichtet: das Bräunungscreme-Desaster

"Mit 12 oder 13 wollte ich plötzlich nicht mehr hinnehmen, dass ich im Winter blass bin und habe mir eine ordentliche Portion Bräunungscreme (die damals extrem abartig roch) ins Gesicht geschmiert. Aufgewacht und zur Schule gegangen bin ich dann mit einem orange-roten Indianergesicht (das genau unterhalb der Kinnspitze endete) und auf das ich im Laufe des Tages immer wieder angesprochen wurde. Aber nicht in dem Sinne, wie ich mir das vorher vorgestellt hatte. Es dauerte bestimmt eine Woche, bis meine natürliche Blässe wieder hergestellt war. Zu dieser konnte ich nach dem Bräunungs-Fauxpas jedenfalls viel besser stehen."

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