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Haarpflege im Sommer Die besten Tipps für jedes Haarproblem

Haarpflege im Sommer: zwei Mädchen am Strand mit Surfboard
© Jan Rickers / Brigitte
Sonne, Wind und Wasser: herrlich! Aber dann tendiert das Blond zu Gelb, die Mähne gibt sich spröde, die Kopfhaut irritiert ... Was hinter diesen Sommerhaar-Symptomen steckt und wie Sie die in den Griff kriegen: Unser Pflege-Coach verrät’s.

1. Ausgetrocknetes Frizz-Haar

Die Frisur ähnelt eher einer Strohmatte als einer langen Glanzmähne, besonders das Deckhaar wirkt spröde, wie aufgeplustert – frizzy eben.

Die Ursachen

Starke Reibung

Wind, Handtuch-rubbeln oder Bürsten raut das Haar auf, dadurch kann es austrocknen, verhakt sich ineinander und ein filigranes Netz aus losen Einzelhaaren beschert den Steckdosen-Look.

Naturwellen

Durch ihre Krümmung tendieren Locken per se zu Trockenheit. Plus: Unterschiedlich lange Haare stehen sichtbar ab.

Hitze und Chemie

Tägliches Föhnen, Stylings wie Glätten und auch chemische Haarfarben lösen die Strukturen des Haares – bis ins Innere. Es ist danach so sensibel, dass es großflächig porös wird.

Luftfeuchtigkeit

Ausgetrocknetes Haar nimmt sie besonders gut auf – was nicht etwa Linderung und Glätte bringt, sondern nur noch stärkeren Frizz.

Unser Anti-Frizz-Coach

Feuchtigkeit geben

Mit den richtigen Wirkstoffen kommen Struktur und Spannkraft zurück: Aloe-vera- und/oder Wasserlilien-Extrakt, Lipide, Glycerin oder Hyaluronsäure – alles Feuchthalte-Faktoren, die sich bereits in der Hautpflege bewährt haben.

Hitzeschutz verwenden

Der feine Polymer-Film versiegelt das Haar, "leitet" die Hitze und begrenzt dadurch die Schäden zumindest – verhindern kann sie das Produkt allerdings nicht.

Auf neue Technik setzen

Ein Föhn mit Ionen-Technologie verkürzt die Trockenzeit und verhindert die elek­trostatische Aufladung der Haare. Glätter oder Lockenstäbe sollten eine Keramik- oder Titanbeschichtung sowie Temperaturdrosselung haben.

Zum Schneiden gehen

Im Salon fallen die kaputten Spliss-Spitzen, die keine intakte Außenhülle mehr besitzen und bei denen bereits der Kern des Haares frei liegt. Danach sieht die Mähne gesünder und gepflegter aus, und das Haar fällt wieder locker ineinander.

2. Irritierte Kopfhaut

Sie juckt und brennt, Schüppchen rieseln auf die Schultern.

Die Ursachen

Waschschaden

In der Kopfhaut sitzen besonders viele Talgdrüsen, die sie und auch das Haar geschmeidig und gesund halten – würden diese natürlichen Elastizitätsgaranten nur nicht täglich heruntershampooniert.

Trockene Haut

Am häufigsten zeigen sich Reizungen und Schüppchen bei Menschen, die am ganzen Körper mit Trockenheit zu tun haben. Apropos Schüppchen: Das können auch Reste von Festigern, Haarwachs oder Trockenshampoo sein.

Stress und Sonne

Beides schwächt das Abwehrsystem, die Kopfhaut reagiert mit Jucken oder Schuppen; auch nach einem Sonnenbrand kann es zu rieseln beginnen.

Detoxen

Spezielle Shampoos oder ein wöchentliches Peeling befreien von allem, was auf Haut und Haar hängen bleibt und reizen kann: etwa Staub- und Sandpartikel oder Reste von Sonnenschutz und Stylingprodukten.

Mit Öl kuren Einmassieren, das Öl über Nacht einwirken lassen und am Morgen mit (mildem!) Shampoo auswaschen: So bekommt die Kopfhaut eine Extraportion Pflege, und die Massage verbessert die Durch­blutung und Nährstoffversorgung.

Reizstoffe meiden

Allergikerinnen sollten möglichst unparfümierte Shampoos benutzen und auf beruhigende, befeuchtende Inhaltsstoffe wie Aloe vera achten. Wenn’s schon juckt: Produkte mit Minze oder Menthol kühlen – das wirkt lindernd.

Gezielte Schuppenbekämpfung

Sind sie etwa stecknadelkopfgroß, kann ein Pilz dahinterstecken. Dann am besten auf Klassiker wie Zink Pyrithion oder Salicylsäure verlassen.

Wet-Look

Der ist trendy – und wer den Conditioner schon am Strand einkämmt, hat den Style plus Pflege-Effekt!

Unser Kopfhaut-Coach

Detoxen

Spezielle Shampoos oder ein wöchentliches Peeling befreien von allem, was auf Haut und Haar hängen bleibt und reizen kann: etwa Staub- und Sandpartikel oder Reste von Sonnenschutz und Stylingprodukten.

Mit Öl kuren

Einmassieren, das Öl über Nacht einwirken lassen und am Morgen mit (mildem!) Shampoo auswaschen: So bekommt die Kopfhaut eine Extraportion Pflege, und die Massage verbessert die Durch­blutung und Nährstoffversorgung.

Reizstoffe meiden

Allergikerinnen sollten möglichst unparfümierte Shampoos benutzen und auf beruhigende, befeuchtende Inhaltsstoffe wie Aloe Vera achten. Wenn’s schon juckt: Produkte mit Minze oder Menthol kühlen – das wirkt lindernd.

Gezielte Schuppenbekämpfung

Sind sie etwa stecknadelkopfgroß, kann ein Pilz dahinterstecken. Dann am besten auf Klassiker wie Zink Pyrithion oder Salicylsäure verlassen.

3. Fehlfarben

Undefinierbare, verwaschen wirkende Töne – blass, gelb- oder gar grünstichig.

Die Ursachen

Eine raue, brüchige Haarstruktur

Sie lässt nicht nur Feuchtigkeit raus, sondern auch Luftsauerstoff rein. UnterUV-Licht-Einfluss beginnt im Haar ein Oxidationsprozess – es bleicht aus, und Blondierte bekommen einen fiesen Gelbstich. Bei Wassersport-Fans kommt hinzu, dass künstliche Colorations-Pigmente schneller herausgespült werden.

Staub, Nikotin

...Die Partikelchen gelangen, wenn sie klein genug sind, in die Schuppenschicht und färben. Genau wie Farbstoffteilchen zum Beispiel aus Haarbändern. Hat eine blonde Mähne einen Grünstich, können etwa Rückstände aus Pool­reinigern die Ursache sein, bei Grüntönen in dunklem Haar kühle Asch-Nuancen in Colorationen.

Unser Schöne-Farbe-Coach

Neutralisieren

Einen Gelbstich gleichen Shampoos und Conditioner mit Violett-Nuance aus – die überlagert die Gelbanteile im hellen Haar (s. S. 90). Grün in Blond weicht mit einem Conditioner, dem ein Goldton zugesetzt ist (minimaler Anteil roter Pigmente). Grün in braunem Haar verschwindet auf die gleiche Weise. Wenn selbst leicht pigmentierte Farb­auffrischer (siehe unten) nicht helfen, bringt nur noch eine neue Coloration die Sache wieder ins Lot – aber erst nach dem Urlaub und idealerweise vom Profi machen lassen.

Glanz versiegeln und Ton auf­frischen

Nach jeder Haarwäsche einen Conditioner verwenden – gepflegtes Haar schließt die Farbmoleküle besser ein. Mehr Tiefe verleihen getönte Shampoos und Conditioner, die nach und nach den Farbton intensivieren. Fragen Sie im Salon Ihres Vertrauens auch mal nach speziellen Glanz-Treatments, sogenannten Glossings, die mehrere Wäschen über- stehen. Meist handelt es sich dabei um eine Anwendung mit Keratin, die zugleich das Haar aufpäppelt.

Nass machen

Vor dem Abtauchen den Kopf mal unter die Dusche halten: Wassermoleküle parken in den porösen Strukturen – färbende Stoffe dringen nicht mehr so leicht ein.

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BRIGITTE 18/202

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