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Haarseife selber machen Mit unseren Tipps und Rezepten klappt's

Bunte Haarseifen, Seifen, selber machen
© catalina.m / Shutterstock
Haarseife selber machen ist gar nicht schwer. Die dekorativen Seifen sind eine günstige und umweltfreundliche Alternative zu flüssigem Shampoo und sorgen außerdem für schönes und gepflegtes Haar. Wir zeigen dir, wie es geht. 

Im Vergleich zu herkömmlichen Shampoos bietet Haarseife viele Vorteile: Sie beinhaltet keine synthetischen Tenside, dafür aber viele pflegende und natürliche Inhaltsstoffe. Das schont nicht nur deine Haare, sondern auch die Umwelt. Außerdem kommst du mit einem Stück Haarseife ungefähr so lange aus wie mit zwei Shampoo-Flaschen und sparst somit bares Geld. 

Mit einigen wenigen Zutaten kannst du Haarseife ganz einfach selbst herstellen. So weißt du genau, welche Inhaltsstoffe drin stecken und kannst das Rezept gezielt auf deine Bedürfnisse abstimmen. Wie das funktioniert, erklären wir dir nachfolgend Schritt für Schritt.

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Haarseife selber machen

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Haarseife selbst herzustellen. Du kannst entweder mit vorhandener Kernseife arbeiten oder deine Seife von Grund auf selbst sieden. Im Folgenden stellen wir dir beide Möglichkeiten vor. Anfängern empfehlen wir, mit Kernseife zu arbeiten, da dies der einfachere Weg ist. 

1. Haarseife mit Kernseife herstellen

Hierfür nimmst du eine geschmolzene Kernseife als Basis und reicherst diese nach eigenen Wünschen mit Ölen, Kräutern und Blüten an. Das ist simpel und führt im Ergebnis zu einer guten Haarseife.

Du brauchst folgende Zutaten:

  • 100 g Kernseife
  • 50 ml Wasser
  • 2 EL Olivenöl oder Kokosöl
  • 10 Tropfen ätherisches Öl
  • Optional: Blüten, Kräuter
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So gehst du vor:

  1. Zuerst musst du die Kernseife zerkleinern. Das funktioniert ganz einfach mit einer Küchenraspel oder einem Messer. Die Seifenstücke gibst du dann mit warmem Wasser in einen Topf und erhitzt sie. Verrühre die Zutaten so lange, bis eine dicke, cremige Masse entsteht. 
  2. Als nächstes fügst du der Masse pflegende Öle deiner Wahl hinzu. Olivenöl oder Avocadoöl spenden dem Haar intensive Feuchtigkeit. Kokosöl sorgt für tollen Schaum. Auch Rizinusöl ist eine gute Wahl, denn es sorgt für eine gute Kämmbarkeit und einen schönen Glanz. Traubenkern- oder Hanföl sind leichtere Öle und daher für dünnes oder fettiges Haar gut geeignet. Probiere unterschiedliche Rezepte aus, bis du die perfekte Mischung für deine Haare gefunden hast.
  3. Mische auch ätherische Öle in dein Rezept. Diese geben deiner Haarseife einen tollen Duft. Lavendelöl wird eine stresslindernde Wirkung zugeschrieben. Orangen- und Mandarienöl sollen hingegen aufheiternd wirken. Geraniumöl wirkt ausgleichend und beruhigend. Auch hier gilt: Probiere unterschiedliche Kombinationen aus und finde heraus, was dir am Besten gefällt. Du solltest allerdings nur einige Tropfen hinzufügen, denn in hoher Konzentration können ätherische Öle die Haut reizen. Hier erfährst du mehr über ätherische Öle und ihre Wirkung
  4. Als letzten Schritt füllst du die fertige Masse in eine Silikonform. Je nach Wunsch kannst du die Seife auch noch mit Blüten oder Kräutern dekorieren, bevor du sie abkühlen und aushärten lässt. Nach ein bis zwei Tagen sollte sich deine selbstgemachte Haarseife ganz einfach aus der Form lösen lassen. Fertig!
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Haarseife selbst sieden

Haarseife selbst zu sieden, ist etwas komplizierter, nicht ganz ungefährlich und daher eher etwas für Fortgeschrittene in Sachen eigene Haarseife herzustellen. Du benötigst Natriumhydroxid und solltest Handschuhe, eine Schutzbrille und lange Kleidung tragen, da Natriumhydroxid in unverseiftem Zustand ätzend wirkt. Vermeide es unbedingt, die Dämpfe direkt einzuatmen. Trage zum Beispiel eine Atemschutzmaske oder arbeite am offenen Fenster. 

Du brauchst folgende Zutaten:

  • Kokosöl
  • Olivenöl
  • Sheabutter
  • Natriumhydroxid
  • Kaltes Wasser
  • Ätherisches Öl
  • Optional: Seifenfarbe, Kräuter 
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So gehst du vor:

  1. Zuallererst solltest du deine Zutaten abwiegen. Um die genaue Menge an Natriumhydroxid im Verhältnis zu den anderen Zutaten zu ermitteln, solltest du unbedingt einen Seifenrechner verwenden. Je nachdem ob du einen hohen oder niedrigen Überfettungsgrad erreichen möchtest, fällt das Rezept nämlich anders aus. Die Überfettung gibt an, wie viele unverseife Öle in der fertigen Seife vorhanden sind. Trockenes Haar profitiert von einer hohen Überfettung, dünnes oder fettiges Haar von einer niedrigen.
  2. Gib kaltes Wasser in einen Topf und füge unter stetigem Rühren nach und nach das abgewogene Natriumhydroxid hinzu. Bei dem Vermengen von Wasser und Natriumhydroxid entsteht Hitze. Achtung: Beachte unbedingt die Reihenfolge und füge das Natriumhydroxid nur langsam in die Flüssigkeit und niemals die Flüssigkeit in das Natriumhydroxid.
  3. Stelle die Lauge beiseite und lasse sie herunterkühlen.
  4. Bringe Kokosöl und Sheabutter in einen Topf bei geringer Temperatur langsam zum Schmelzen, verrühre sie gut und füge dann die Öle hinzu.
  5. Wenn deine Lauge und die geschmolzenen Fette auf ca. 40 Grad abgekühlt sind, gießt du die Lauge durch ein Sieb in die geschmolzenen Fette. Das Sieb filtert eventuell nicht aufgelöste Natriumhydroxidstücke heraus. Mixe die Seifenlauge mit einem Pürierstab für ca. 30 Sekunden gut durch, sodass eine cremige, homogene Masse entsteht.
  6. Gieße anschließend den Seifenleim in eine Silikonform. Wenn sich eine dünne Schicht gebildet hat, stellst du die Seife kalt. Nach 24 Stunden kannst du die Seife aus der Form nehmen. Aber Vorsicht: Die Seife muss noch nachreifen. Dazu stellst du sie für mindestens vier Wochen abgedeckt an einem kühlen Ort.

Tipp: Wenn du Kräuter oder Blüten vor dem Einfüllen der Seife in die Förmchen gibst, finden sich diese später als hübsche Deko oben auf der fertigen Seife. 

Haarseife anwenden

Die Anwendung von Haarseife unterscheidet sich in einigen Punkten von der Haarwäsche mit einem flüssigen Shampoo. Einige Tipps sollten du daher beachten:

  • Nimm entweder die ganze Seife mit unter die Dusche oder schneide dir vorher ein kleines Stück ab. So kannst du die restliche Seife an einem trockenen Ort aufbewahren und sie weicht nicht unnötig auf.
  • Schäume die Seife mit Wasser in den Händen auf und verteile den Schaum auf Haaren und Kopfhaut. Danach spülst du den Schaum gründlich aus.
  • Nach dem Waschen empfiehlt sich eine saure Rinse aus Wasser und Apfelessig, die das Haare glänzender und leichter kämmbar macht. Insbesondere bei hartem Wasser verhindert eine saure Rinse das Ablagern von Kalkseife im Haar. Die Rinse wird nicht ausgespült. Der Geruch verfliegt beim Trocknen der Haare von selbst.
  • Bewahre die Seife in einer Seifenschale oder einem Seifensäckchen auf, damit sie trocknen kann und länger hält.
  • Wenn du von flüssigem Shampoo auf Haarseife umstellt, kann sich das Haar zu Beginn strähnig anfühlen. Hab Geduld: Mit der Zeit gewöhnen sich die Haare an die Formel ohne künstliche Zusätze und werden dann gesünder und glänzender aussehen.
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Haarseife kaufen

Du möchtest doch lieber erstmal eine gekaufte Haarseife ausprobieren, bevor du dich zum Seifensieden an den Herd stellst? Kein Problem, denn es gibt viele Haarseifen in toller Qualität für unterschiedlichste Bedürfnisse auf dem Markt. Besonders empfehlenswert sind Seifen mit hochwertigen (Bio-)Zutaten wie z. B. die folgenden: 

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Die Haarseife mit Aloe Vera von Savion enthält neben wertvollen Pflanzenölen wie Kokosöl, Olivenöl, Rizinusöl und Mandelöl auch Sheabutter und Aloe-Vera-Gel in Bio-Qualität. Dieses wird erst nach dem Verseifungsprozess schonend in das Produkt eingearbeitet, sodass die feuchtigkeitsspendenden und kräftigenden Wirkstoffe erhalten bleiben. 

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Von Savion gibt es auch eine Haarseife mit Thermalwasser. Diese enthält durch das frisch entnommene Heilwasser aus einer Thermalquelle viele wichtige Mineralstoffe und pflegt das Haar zusätzlich mit hochwertigem Olivenöl, Weizenkeimöl, Rizinusöl und Mandelöl. Lavendel- und Rosenöl sorgen für den angenehmen Duft. 

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Die Haarseife mit Salbei und Teebaumöl von Meina eignet sich besonders gut gegen Schuppen und fettiges Haar. Das Power-Duo reguliert die Talgproduktion und stärkt die Haarwurzeln. Lavendel ist für den wohlriechenden Duft zuständig und beruhigt die Kopfhaut. Ringelblume, Olivenöl, Kokosöl und Sheabutter sorgen für Pflege und Feuchtigkeit. Der Hersteller hat viele weitere spannende Sorten im Sortiment, zum Beispiel mit Aktivkohle oder ayurvedischen Kräutern.


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