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Akne über 30? Fragen, die keiner stellt – wir haben's getan

Akne über 30 
Akne über 30 
© RomarioIen / Shutterstock
Pickel, Unreinheiten, Entzündungen – Akne ist aktuell mehr Thema denn je. Und es ist ganz sicher kein Thema, das nur Jugendliche betrifft. Wir haben eine Expertin gefragt, was wir zu Akne über 30 wissen müssen.

Akne Tarda – oder auch Erwachsenenakne. Laut Skincare-Expertin Dr. Sarah Bechstein von „Formel Skin“ ist sie ein weit verbreitetes Problem, mit dem man nicht allein ist.

„Es wird geschätzt, dass circa 40% der Erwachsenen ab dem 25. Lebensjahr unter Unreiner Haut leiden“, erklärt die Expertin. Warum das Thema besonders in den letzten Jahren immer präsenter wurde, begründet sie mit dem vermehrten Absetzen der Pille. Durch das Wegfallen der Hormone und deren Wirkung kommt es immer mehr zu unreiner Haut bei erwachsenen Frauen.

Haben manche Produkte einen Einfluss darauf oder liegt es an der Ernährung?

Doch nicht nur eine hormonelle Umstellung, sondern auch verschiedene Nahrungsmittel haben Einfluss auf unser Hautbild. „Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index, wie zum Beispiel weißes Brot und weißer Reis können die Entstehung von Unreinheiten begünstigen. Ebenso der Verzehr von Milchprodukten. Studien zeigen, dass allein der tägliche Konsum von 200ml Kuhmilch zu vermehrtem Auftreten von Unreinheiten führt“, sagt Expertin Dr. Sarah Bechstein.

Doch anstatt manche Lebensmittel von Grund auf zu verbieten, empfiehlt sie, auf pflanzliche Alternativen umzusteigen, da viele davon deutlich hautverträglicher sind. „Wenn man ein bestimmtes Nahrungsmittel im Verdacht hat, sollte man dieses für einen Zeitraum von vier Wochen weglassen und einmal beobachten, wie sich die Haut verhält“, rät sie.

Genauso können Pflegeprodukte mit zu hohem Fettanteil oder starken Duftstoffen zu einem veränderten Hautbild und verstopften Poren führen. Besonders Erwachsene mit trockener Haut neigen laut Bechstein dazu, zu fettigen Cremes zu greifen. „Es gibt mittlerweile aber sehr schöne duftstoffarme, nicht komedogene (Mitesser-begünstigende) Pflegeprodukte.“

Müssen wir uns damit abfinden, dass unsere Haut jetzt so ist?

„Tatsächlich spielt zwar auch eine genetische Komponente eine Rolle, ob wir zu unreiner Haut neigen oder nicht. Denn es ist genetisch festgelegt, wie viel Talgdrüsen wir haben, wie viel Talg diese produzieren und zu viel Talg führt zu Unreinheiten“, sagt Dr. Bechstein.

Die Antwort lautet aber Nein, denn trotzdem kann die eigene Haut mit den richtigen Inhaltsstoffen sehr gut behandelt werden – dafür empfiehlt sich ein frühzeitiger Besuch beim Dermatologen.

Zwar sind eine kontinuierliche Behandlung und Routine das A&O auf dem Weg zu reiner Haut, trotzdem betont Sarah Bechstein, sich von dem Druck der sozialen Medien zu befreien und nicht-perfekte Haut zu normalisieren, denn die perfekte gibt es nicht.

Brigitte

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